DVD-Nachfolgemedium setzt Siegeszug fort
Späte Einsicht: Toshiba will Blu-ray-Player verkaufen (Update)
Toshiba will in den Markt für Blu-ray-Abspielgeräte einsteigen. Das berichtet die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" unter Berufung auf ungenannte Quellen. Toshiba gehörte zu den Gründungsmitgliedern des HD-DVD-Standards, der im Wettstreit um das DVD-Nachfolgeformat gegenüber der Blu-ray das Nachsehen hatte.
Das Update vom 10. August finden Sie am Ende des Artikels.
Dem Zeitungsbericht zufolge plant Toshiba bis Ende des Jahres 2009 eigene Blu-ray-Hardware anzubieten. Dies würde sowohl reine Abspielgeräte als auch Blu-ray-Rekorder umfassen. Vom Hersteller selbst war zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme zu diesen Plänen verfügbar.
Allerdings ließ Toshiba-Präsident Atsutoshi Nishida auf einer Aktionärsversammlung Ende Juni diesen Jahres verlauten, dass Toshiba über den Verkauf eigener Blu-Ray-Produkte nachdenke. Es bringe dem Unternehmen keinen Vorteil, nicht in den Blu-ray-Markt einzusteigen, "nur weil man mit der HD DVD den Format-Krieg verloren habe", sagte Atsutoshi Nishida.
Die Blu-ray-Disc setzt sich nach und nach gegen die DVD durch und gilt als deren Nachfolgemedium. So stieg im ersten Halbjahr 2009 in den Vereinigten Staaten von Amerika der Verkauf von Blu-ray-Medien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 91 Prozent. Gleichzeitig sanken die DVD-Verkäufe um 17 Prozent.
Vorteil Blu-ray
Gegenüber der DVD bieten Blu-ray-Medien den Vorteil einer wesentlich höheren Speicherkapazität. So kann eine einfache Blu-ray-Disc bereits bis zu 25 Gigabyte an Daten speichern. Zweischichtige Blu-ray-Medien verfügen über eine Kapazität von 50 Gigabyte. Zum Vergleich: Eine herkömmliche DVD bietet 4,77 Gigabyte Speicherplatz.
Damit eignet sich die Blu-ray unter anderem für die Aufnahme und Wiedergabe von hoch auflösendem Filmmaterial. Erst vor wenigen Monaten zeichnete sich im jahrelangen Ringen um die DVD-Nachfolge das Blu-ray-Medium als Sieger ab. Zuvor lieferten sich die an der Entwicklung von HD-DVD beziehungsweise Blu-ray beteiligten Firmen einen erbitterten Wettbewerb.
Federführend bei der Entwicklung der HD-DVD waren Toshiba und Microsoft, für die Blu-ray standen unter anderem Panasonic, Sony und Apple Pate. Nicht zuletzt die Integration von Blu-ray-Laufwerken in Sonys Playstation 3 verhalf der Blu-ray zum Durchbruch.
Update vom 10. August: Beitrittspläne für Blu-ray-Allianz
Heute gab der asiatische Konzern Toshiba bekannt, der Blu-ray Disc Association beitreten zu wollen. In einer Pressemitteilung erklärte das Unternehmen, einen entsprechenden Antrag gestellt zu haben. Beweggrund für den Antrag seien hauptsächlich Nachfragen von Kunden und Händlern gewesen.

Toshiba will die eigene Festplattenreihe um Solid State Disks erweitern und ab Mai 2008 mit der Massenproduktion beginnen. Die Flash-Festplatten sollen in den Formfaktoren 1,8 Zoll und 2,5 Zoll und in Kapazitäten von 32 bis 128 Gigabyte erscheinen. Für Nachschub an Laufwerks-Zutaten will Toshiba selbst sorgen. Das japanische Unternehmen ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von NAND-Flashspeicher.
Toshiba hält sich die Zukunft der HD DVD offen. Laut einer Managerin des Unternehmens beobachte man die Zukunftsaussichten des Formates. Damit stellt Toshiba die Zukunft seiner HD-Scheiben zum ersten Mal öffentlich in Frage.
Toshiba gibt die Entwicklung und Produktion von HD-DVD-Playern auf. Das Unternehmen verkündete am 19.02.2008 diesen von Marktanalysten vermuteten Schritt in Richtung Blu-Ray. Bis Ende März will Toshiba die gesamte Vermarktung von HD-DVD-Geräten einstellen.
Die Niederlage im HD-Formatkrieg gegen Sonys Blu-ray-Format kommt Toshiba teuer zu stehen. Weil sich das eigene HD-DVD-Format nicht durchsetzen konnte, rechnet Toshiba im laufenden Geschäftsjahr, das am 31. März endet, mit einem Verlust von 100 Milliarden Yen (ca. 637 Millionen Euro).
Klein und kompakt sind fast alle Festplatten von Netbooks. Meistens haben sie auch noch genügend Speicherkapazität. Manchmal hapert es aber noch an den Zugriffszeiten, die hin und wieder dann doch ziemlich lang sind. Toshiba will das jetzt ändern und bringt deshalb eine neue Kleinst-Festplatte auf den Markt.
Der japanische Technologiekonzern Toshiba erweitert seine Produktpalette um ein Netbook. Damit folgt das Unternehmen dem großen diesjährigen Trend im Notebookbereich. Ab Ende Oktober können sich Konsumenten in Deutschland ein Bild von dem Gerät machen.
Unverbindliche Preisempfehlung 199 Euro: Mit dem Modell BDX3100KE stellt Toshiba auf der IFA in Berlin einen besonders günstigen, 3D-fähigen Blu-ray-Player vor. Die genauen technischen Daten gibt der Hersteller aber erst auf der Messe bekannt.





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insgesamt 2 BeiträgeZitat: Zum Vergleich: Eine herkömmliche DVD bietet 4,77 Gigabyte Speicherplatz. Falsch, eine einseitige und einschichtige DVD-R bzw DVD+R bietet Netto zum brennen nur 4,38GB. Mit...
Ich weiß zwar nicht, woher ihr mal wieder Eure Zahlen habt. Doch gibt es keine DVD mit 4,77GB. 4,7 GB besitzt beispielsweise eine DVD5-Scheibe, eine DVD-plus ist ebenfalls mit 4,7GB dabei. Wobei letztere einen Puffer...