US-Markt erholt sich, Europa schwächelt noch
PC-Markt: Besserung in Sicht
Um fünf Prozent ist weltweit der Absatz von Personal Computern in den letzten Monaten zurückgegangen. Das Marktforschungsunternehmen Gartner sieht trotzdem erste Zeichen der Erholung. Diese Entwicklung hat Europa nach Ansicht der Experten aber noch nicht erreicht.
Inhaltsverzeichnis
- 1Intel-Umsätze geben Anlass zur Hoffnung
- 2HP ist die Nummer eins
- 3Apple in den USA auch ohne iPhone erfolgreich
Mit lediglich fünf Prozent Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal entwickelt sich der Markt für Personal Computer besser als erwartet. Das sagt zumindest das Marktforschungsunternehmen Gartner. Ursprünglich hatten die Experten mit einem Rückgang von 9,8 Prozent gerechnet.
Intel-Umsätze geben Anlass zur Hoffnung
Der positive Trend hatte sich schon am Dienstag angedeutet, als CPU-Hersteller Intel seine Quartalszahlen bekannt gab. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 8,02 Milliarden US-Dollar. Und wenn es Intel gut geht, geht es in der Regel auch bei den PC-Herstellern aufwärts.
Weltweit wurden im zweiten Quartal diesen Jahres 68,1 Millionen PCs verkauft. Zu den Personal Computern zählen die Marktforscher Desktops, Mobilrechner und x86-Server. Mikako Kitagawa, bei Gartner zuständig für "PCs, Laptops & Handheld Devices", wertet die Zahlen als Zeichen einer vorsichtigen Erholung.
Obwohl der Markt immer noch zurückgehe, könne man die überraschend guten Resultate als "kleines Zeichen der Erholung" des PC-Markts sehen. Dabei sind der asiatisch-pazifische Raum und die USA besser dran als die EMEA-Region. Unter dieser Abkürzung fasst Gartner den Wirtschaftsraum Europa, Mittlerer Osten und Afrika zusammen. Für dieses Gebiet spricht Kitagawa von einer "andauernden Schwäche" bei den PC-Verkäufen.
HP ist die Nummer eins
Ganz entgegen diesem Abwärts-Trend entwickelt sich der Marktführer HP. Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten weltweit fast 13,4 Millionen Rechner abgesetzt und hat aktuell einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. Dies liegt möglicherweise auch an der aggressiven Preisgestaltung bei Lowend-Mobilrechnern.
Noch schneller wächst allerdings der taiwanische PC-Riese Acer, ebenfalls aggressiv bei Notebooks und Netbooks vorpreschend. Der Hersteller hat zwar nur 9,2 Millionen PCs verkauft, konnte aber gegenüber dem Vorjahresquartal ein Wachstum von sage und schreibe 34,2 Prozent verzeichnen.
Der PC-Absatz des einstigen Branchenprimus Dell hingegen ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 17 Prozent eingebrochen. Immerhin liegen die Texaner mit 9,3 Millionen verkauften Personal Computern immer noch auf Platz zwei, deutlich hinter HP und knapp vor Acer. Nur in den Vereinigten Staaten liegt Dell noch auf Platz eins vor HP und Acer, hat aber auch hier stark an Marktanteilen eingebüßt.
Apple in den USA auch ohne iPhone erfolgreich
Während Apple in der weltweiten Top-5-Liste der PC-Hersteller nicht auftaucht, steht der Edel-Produzent aus dem kalifornischen Cupertino in den USA mit 1,4 Millionen verkauften Rechnern auf Platz vier der Rangliste, noch vor Toshiba.
Insgesamt deuten sich für die nächsten Quartale gute Verkaufszahlen für die Hersteller von Personal Computern an. Das zeigt ein Blick auf die Quartalsprognosen von Intel: Der Chipgigant erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar.

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