Spieletest: Transformers - Die Rache

Gewöhnungsbedürftig: Steuerung und Sprachausgabe

Die zähen Zwischensequenzen bringen nur wenig Erleuchtung, um was es in den Mission eigentlich geht. Das ist aber ohnehin nicht so wichtig, weil sie so oder so eine Aneinanderreihung von Gefechten mit den Transformers des Gegners darstellen. Einzige Abwechslung bieten Einsätze, in denen die Fortbewegung als Flugobjekt oder Gefährt auf vier Rädern im Vordergrund stehen.

Werbung

Dabei sind die Flugzeuge nur schwer zu steuern, und das Fahren der Autos gleicht eher einem Demolition Derby. Ähnlich holperig wie die Fahrphysik kommt so manche Übersetzung aus dem Englischen daher. Sowohl die Zwischensequenzen als auch die Sprachfetzen während der Mission können in der deutschen Fassung nur selten überzeugen.

Ordentliche Grafik, durchwachsene Klangkulisse

Ohnehin ist den Entwicklern von "Transformers - Die Rache" in Sachen Sound einiges daneben gegangen. Da wären als Beispiel die auffallenden Lautstärkeunterschiede zu nennen, die häufiger einen Griff zur Lautstärkeregelung bedürfen. Gesprochene Einwürfe der Heeresleitung sind zwar kreativ verfremdet - immerhin reden hier Autos -, nur leider versteht man sie selten. Einen Pluspunkt kann allerdings die stimmungsvolle Musik verbuchen.

Optisch wurde die Materialschlacht gegenüber dem Vorgänger leicht aufpoliert. Die Explosionen sehen bei moderater Hardware-Beanspruchung durchweg gut aus, und auch die Animation der Transformers ist gelungen, besonders der Wechsel zwischen Gefährt und Roboter geht fließend vonstatten.

Spärliche Speicherpunkte sorgen für Frust

Nachdem der Spieler in jeder Mission eines Schauplatzes eine Medaille gewonnen hat, kann er die Szenarien im freien Spiels erkunden. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Spieler beim Randalieren nicht mehr von Gegnern belästigt wird. Dem Erkunden der Schauplätze sind allerdings Grenzen gesetzt, die durch ein blaues Gittergeflecht markiert werden - nicht gerade elegant. An diesen Rändern droht zudem hoffnungsloses Festfahren. Dann hilft auch kein Transformieren in den Roboter mehr, denn dazu fehlt der Platz.

Ein weiteres Sandkorn im Getriebe stellen die fehlenden Speicherpunkte innerhalb der Missionen dar. Diese sind ohnehin nicht sehr abwechslungsreich, muss man aber wegen einer Zeitüberschreitung automatisch von ganz vorn beginnnen, so stellt sich schnell Verdruss ein. Ein weiterer Wermutstropfen ist in der PC-Version der eine oder andere Absturz beim Laden der Missionen der Autobot-Kampagne.

Fazit: Für Fans

Alles in allem ist "Transformers - Die Rache" nur für Fans der Filme empfehlenswert. Die können ausgefeilter als im ersten Teil ihrem Hang zur Verschrottung nachgehen - und auch via Mehrspielermodus mit bis zu acht Spielern der Zerstörungswut frönen. Der Titel ist für den PC und aktuelle Spielekonsolen erschienen.

Links zum Thema