Internetzzo: Die News-Highlights der Woche

Rätselhafter Marvell Sheevaplug

Zugegeben, der Name ist ein bisschen komisch: Sheevaplug. Aber das Gerät der Firma Marvell ist wirklich spektakulär. Es ist nicht größer als ein x-beliebiges Ladegerät fürs Mobiltelefon, ist aber ein kompletter kleiner PC. Die Leistung des Mini-Rechners reichen im Prinzip für Basisaufgaben wie Office oder Websurfen: 1,2-GHz-Prozessor, 512 Megabyte Flashspeicher und 512 Megabyte Arbeitsspeicher. Sheevaplug lässt sich via Ethernet oder USB-Port mit der Außenwelt verbinden. Was man mit dem Sheevaplug genau machen kann, weiß keiner und richtige Anwendungen dafür gibt es auch noch nicht. Marvell spricht auf der Webseite davon, das Gerät als eine Art Homeserver einzusetzen. Aber für 99 Dollar bekommt man ein Developer Kit, das neben dem Gerät auch eine Dokumentation und Software enthält.

Marvel Sheevaplug
Nicht größer als das Ladegerät für ein Smartphone: Der Sheevaplug von Marvell hat immerhin einen 1,2-GHz-Prozessor. (Bild: Technabob.com)
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Der Blitz-Kommentar am Freitag

Haupt-Thema diese Woche war Googles Ankündigung, ein Betriebssystem für Netbooks zu entwickeln , das irgendwann auch auf PCs laufen könnte. Die meisten Kommentatoren werten das als Frontalangriff auf Microsoft.

Hier drei Thesen aus der Netzwelt-Redaktion, warum Microsoft ganz entspannt sein kann:

  • 1. Googles Konzept setzt auf Anwender, die ständig online sind und auch Programme wie Googles Online-Office Text und Tabellen verwenden. Dafür fehlt es im Web aber noch an Zuverlässigkeit und vor allem an Bandbreite.
  • 2. Anwender, die seit zwei Jahrzehnten mit Windows arbeiten, wollen auf Komfort und Features nicht verzichten.
  • 3. Die meisten PC-Nutzer wollen ihre Daten auf der privaten Festplatte speichern und nicht irgendwo in einer Internet-Cloud.

Und jetzt drei Thesen, warum Microsoft sich doch Sorgen machen sollte.

  • 1. Durch sinkende Gebühren wird das mobile Internet in spätestens fünf Jahren zum Massenmarkt werden. Und genau dafür ist Chrome OS gemacht.
  • 2. Diverse Breitbandinitiativen und schnelle Server machen auch Online-Office-Anwendungen immer attraktiver. So können die Anbieter auch wieder mehr Features einbauen. Dann haben die Anwender online dieselbe Funktionalität wie auf dem Desktop.
  • 3. Google hat Zeit. Wenn der Markt für mobile Internetgeräte sich weiter entwickelt, steigen auch die Chancen für Chrome OS. Dann steht Microsoft mit leeren Händen da.

Die Redaktion netzwelt wünscht angeregte Diskussionen und in jedem Fall ein sonniges Wochenende.

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