Nachtaktiv mit Exmor R CMOS-Sensor
Sony: Hightech-Camcorder im Kleinstformat
Sonys Handycams HDR-CX520VE und HDR-CX505VE bieten Full-HD-Auflösung, Spiegelreflex-Optik, HDMI und Touchscreen-Display im Kompaktformat. Der CMOS-Sensor soll sogar bei Dämmerung noch kontrastreiche Bilder liefern.
Inhaltsverzeichnis
- 1Videokamera mit Personengedächtnis
- 2Filmen in der Dämmerung
- 3Mikrofon mit 5.1-Surround-Modus
Gutes Bild, guter Ton und alle Extras - das ist das Motto von Sonys gerade angekündigten Handycams. HDR-CX520VE und HDR-CX505VE. Zielgruppe: Hobby-Filmer, die auf beste HD-Bildqualität (AVCHD) und gleichzeitig auf hohen Bedienkomfort Wert legen. Für 1.300 beziehungsweise 1.100 Euro erhält der Käufer kompakte Handycams mit Flash-Speichertechnik, deren schlichtes Gehäuse eine Reihe elektronischer Extras verbirgt.
Videokamera mit Personengedächtnis
Davon seien hier nur drei aufgezählt. Erstens die dreidimensionale Bildstabilisierung. Diese gleicht jetzt nicht nur horizontale und vertikale Wackler aus, sondern auch "kreisförmige Drehungen der Kamerahand".
Zweitens das "Gesichtsgedächtnis". Filmt man gerade eine Gruppe von Menschen, zum Beispiel auf einer Familienfeier, will sich dabei aber auf einen konzentrieren, markiert man dessen Gesicht einfach auf dem Touch-Display. Beim weiteren Filmen optimiert die Elektronik Schärfe und Belichtung auf das "Favoriten-Gesicht". Eine pfiffige Idee. Beide Techniken werden von Sony stolz als Weltneuheiten beworben.
Keine Weltneuheit, aber trotzdem praktisch ist Extra Nummer drei: Geotagging mit GPS. Die aktuelle Position wird laufend ermittelt und als Geodaten im Protokoll der Aufnahme vermerkt. Bei der Nachbearbeitung am PC kann man sich den Aufnahmeort jedes Videos oder Fotos anzeigen lassen, auf Wunsch auch mit Landkarte.
Filmen in der Dämmerung
Entscheidend für die Bildqualität sind aber Objektiv, CMOS-Sensor und der Bildprozessor. Hier verwendet Sony Komponenten, deren technische Daten sehr ansehnlich klingen. Highlight ist der neue CMOS-Sensor Exmor R. Der soll dank Hintergrundbeleuchtung etwa doppelt so empfindlich sein wie ein herkömmlicher Sensor.
Laut Sony liefert der Exmor R somit auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen und sogar nachts noch gute und wenig verrauschte Aufnahmen. Die hohe Empfindlichkeit des Zwölf-Megapixel-Sensors ist auch beim Einsatz als Digicam von Vorteil. Da kommt man in geschlossenen Innenräumen oder bei Dämmerung oft noch ohne Blitz aus.
Sony Camcorder HDR-CX 505
Der Sony Camcorder HDR-CX 505 VE im zusammengeklappten Zustand. (Bild: Sony)
Der Anwender kann sechs Bedienfunktionen wählen, die er direkt auf dem Touchscreen-Display abruft. (Bild: Sony)
Ganz gleich ob Kameramann oder Hauptdarsteller des eigenen Films. Dank drehbarem Display sieht man immer, was vor der Linse passiert.
Sonys HDR-CX-520VE arbeitet mit dem gleichen Objektiv wie Spiegelreflexkameras und liefert Full-HD-Auflösung über die HDMI-Schnittstelle. (Bild: Sony)
Das Objektiv der Kamera ist mit Zwölffach-Zoom ausgestattet. Dessen Optik orientiert sich laut Sony in Qualität und Vergütung am Standard von Sonys HighEnd-Spiegelreflexkameras. Da Sony auch eine Reihe von Digitalkameras im professionellen Broadcasting-Bereich im Portfolio hat, dürfte das entsprechende Know-how auch in die kompakten Consumermodelle eingeflossen sein.
Auch den Bildprozessor haben die Entwickler überarbeitet. Wie auch bei Consumer-Digicams üblich lässt der BIONZ-Prozessor den Filmaufnahmen eine Farbauffrischung und mehr Schärfe angedeihen, bevor diese auf dem Flash-Speicher landen. Der ist mit 32 Gigabyte (CX505) und 64 Gigabyte (CX520) groß genug, um bis zu zwölf beziehungsweise 25 Stunden HD-Videos aufzunehmen. Allerdings nicht in der besten Qualität, sondern nur im Longplay-Modus.
Wer seine Aufnahmen sowieso regelmäßig zur Nachbearbeitung auf den PC spielt, benötigt aber wohl auch keinen zusätzlichen Speicher, den Sony als auf dem hauseigenen Memory-Stick-Format mit maximal 32 Gigabyte anbietet. Der Sony-Speicher soll besonders schnelle Lese- und Zugriffsraten aufweisen, ist dafür aber nicht ganz billig: Die Variante mit 16 Gigabyte kostet 99 Euro.
Mikrofon mit 5.1-Surround-Modus
Die übrigen Features der Handycams weisen diese ebenfalls als Mitglied der gehobenen Kameraklasse aus. So beherrscht das eingebaute Mikrofon den 5.1-Surround-Modus, wobei man hier vielleicht nicht unbedingt Heimkino-Sound erwarten sollte. Insgesamt sechs Bedienfunktionen kann der Anwender auf dem 7,6 Zentimeter großen Display platzieren, und hat diese dann im schnellen Direktzugriff.
Beide Geräte zeichnen Full-HD-Videos (1.920 x 1.080) auf, wandeln diese ins Vollbildformat 1080p um und geben über HDMI aus. Damit sind auch moderne Full-HD-Fernseher direkt von der Kamera mit dem passenden HD-Signal versorgt.
Laut Datenblatt ist die Größe des internen Speichers - 32 Gigabyte bei der HDR-CX505 und 64 Gigabyte bei der CX520 - der einzige Unterschied zwischen den beiden Kameras. Der macht dann aber gleich 200 Euro beim Preis aus. Die ab August erhältlichen Handycams kosten 1.100 beziehungsweise 1.300 Euro.
Sony Handycam HDR-CX520V
- großer 3 Zoll Touchscreen
- Elegantes, schlankes Design
- Optische und digitale Bildstabilisierung.
- Zu teuer für die Mehrheit der Konsumenten.
- Hat weniger Kapazitäten, ist teurer und es ist schwieriger externen Speicher zu finden (Sony Memory-Stick wird bevorzugt)
- Kein volles 1080p-Video, verursacht Interlacing-Artefakte


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
Vielen Dank für den Hinweis.
> Das Objektiv mit Zwölffach-Zoom wird auch bei den Sony Spiegelreflexkameras verbaut Wohl kaum! Wie gross ist denn der Bildkreisdurchmesser?