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14.07.2009
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Angriff auf Microsofts Kerngeschäft

Chrome OS: Google entwickelt Betriebssystem (Update)

Software

Chrome OS: Google entwickelt Betriebssystem (Update)

Schnell, einfach und sicher soll das neue Google-Betriebssystem Chrome OS für Netbooks werden. Die Open-Source-Software mit Linux-Kernel wird in der zweiten Jahreshälfte erscheinen.


Hinweis: Das Update vom 14. Juli 2009 finden Sie am Ende des Artikels.

Neun Monate nach dem Start von Googles Browser Chrome hat Google in einem Blog angekündigt, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Chrome OS zielt speziell auf Netbooks ab und soll deshalb genügsam bei den Hardware-Anforderungen sein. Laut Blog können aber auch Desktop-Rechner mit Chrome OS arbeiten.

Maxime: Schnell, einfach, sicher

Die Entwickler werden die Software in erster Linie darauf trimmen, schnell, einfach und sicher zu sein. Schnell beim Booten und im Web, simpel in der Konfiguration und möglichst sicher vor Viren und anderen Schädlingen. Dazu setzen die Entwickler auf einen simplen Aufbau: Linux-Kernel und grafische Bedienoberfläche mit Chrome Browser.

Den Code des Betriebssystems will Google noch in diesem Jahr als Open Source veröffentlichen. 2010 sollen erste Netbooks mit vorinstalliertem Chrome OS in den Handel kommen. Als Begründung für die Entwicklung des neuen Betriebssystems nennt das Blog, dass die vorhandenen Betriebssysteme wie Linux oder Windows XP in einer Zeit entwickelt worden seien, als es noch kein Internet gab.

Angriff auf das Kerngeschäft von Microsoft

Chrome OS ist der Versuch, ein schlankes Betriebssystem für Anwender zu schaffen, die auch unterwegs ständig im Web sind und dabei hauptsächlich Online-Anwendungen wie Googles Text & Tabellen nutzen. Ein solches System eigent sich auch für den Einsatz auf älteren Rechnern, die der Anwender nur für das Surfen im Internet benutzt.

Für den Konkurrenten Microsoft stellt der Google-Plan einen direkten Angriff auf sein Kerngeschäft dar. Denn der Betriebssystem-Gigant arbeitet selbst an einer Starter Edition von Windows für Netbooks. Die Microsoft-Manager werden sich etwas einfallen lassen müssen, damit sie durch das Open-Source-Betriebssystem von Google nicht ins Hintertreffen geraten.

Google gibt Kooperationspartner bekannt

Inzwischen veröffentlichte Google im Blog zum Chrome Projekt auch erste Details zum angekündigten Betriebssystem. So bestätigte der Konzern, dass Chrome OS kostenlos sein werde und noch in diesem Jahr quelloffen für Entwickler bereitstehen soll. Bis dahin suche man noch Software-Entwickler.

Außerdem gab der Suchmaschinenanbieter die ersten Firmen bekannt, die an der Entwicklung von Google Chrome OS beteiligt sein werden. Dazu zählen die Netbook- und PC-Hersteller Acer, ASUS, Hewlett-Packard, Toshiba und Levono.

Auch die Unternehmen Freescale, Qualcomm und Texas Instruments arbeiten im Rahmen des OS-Projekts mit Google zusammen. Die drei Firmen stellen unter anderem ARM-Prozessoren her. Adobe wird ebenfalls als Kooperationspartner aufgeführt. Die Mitarbeit des Software-Anbieters wird sich aller Voraussicht nach auf die Flash-Unterstützung für das neue Betriebssystem beschränken.

Update vom 14. Juli: Erste Reaktionen von Adobe und Intel

Nach der Bekanntgabe der Kooperationspartner zum neuen Google Chrome OS gaben die ersten Partner Erklärungen dazu ab. So sagte Alexander Hopstein, Pressesprecher von Adobe Deutschland: "Adobe unterstützt Googles Pläne für das neue Chrome OS. Videos, weitere Inhalte und Anwendungen auf Basis von Adobe Flash sind ein integraler Bestandteil des Webs und wir arbeiten gemeinsam mit dem Chrome-Team daran, dass Flash-Content auf allen Geräten mit dem neuen System voll unterstützt wird."

Der weltgrößte Chiphersteller Intel gab hingegen bekannt, dass er bereits an diesem Projekt mitarbeitet, obwohl er offiziell nicht als Partner benannt wurde. Für Intel ist die Kooperation besonders zur Verbreitung und Unterstützung ihrer Atom-Prozessoren interessant.

Chrome OS ohne Browser-Bindung

Zudem ließ Google-Chef Eric Schmidt auf einer Pressekonferenz in Sun Valley verlauten, dass Chrome OS nicht an den Chrome-Browser gebunden werde. Er möchte vielmehr Verhandlungen mit Apple führen und mit dem kommenden Betriebssystem auch Safari unterstützen.


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schnurri_
schnurri_
08.07.09 10:55

das Thema gibt es schon hier:

http://www.netzwelt.de/forum/software-allgemein/67195-google-will-eigenes-betriebssystem-anbieten.html

Vielleicht zusammenführen ?


burnout150
burnout150
08.07.09 12:00

Da dein erstelltes Thema vor der News erschienen ist kann man die Themen nicht so einfach zusammenführen. Das wird von der Forensoftware nicht unterstützt.

News gehen gegenüber Nutzerbeiträgen vor. So weit in diesem auch keine Diskussion entstanden ist wird der Thread geschlossen.

Tut mir Leid.


schnurri_
schnurri_
08.07.09 12:56

kein problem ;)


CONDEMNEDx360x
CONDEMNEDx360x
14.11.09 23:59

Leider nur eine weitere Linux Distri,
also wohl eher eine totgeburt als ein neues OS.


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