Alien auf acht Uhr: Razer Megalodon im Test

Ausprobiert: Mitten im Geschehen

Das volle Potenzial des Headsets ist stark von der verwendeten Tonquelle abhängig. Längst nicht alle Spiele unterstützen den 7.1-Klang. Doch bereits bei der reinen Stereo-Musikwiedergabe zeigt das Megalodon, was in ihm steckt: Ein guter Bass und ein großer Dynamikumfang. Hochwertig kodiertes Ausgangsmaterial vorausgesetzt, gibt dieses Headset auch als Ersatz für den "normalen" Kopfhörer eine gute Figur ab.

Richtig Leben hauchen dem Megalodon aber erst Spiele wie "World of Warcraft" oder "Farcry 2" ein. Die gelunge Surround-Simulation versetzt den Headset-Träger mitten in das Geschehen: Plötzlich explodiert eine Granate schräg hinter dem Ohr des Spielers, auf acht Uhr schleicht ein Alien um die Ecke und Fahrzeuge nähern sich langsam holpernd auf einer Schottersrecke, um plötzlich mit quietschenden Reifen vorbeizurasen.

Vorteil Razer: Das Ohr als Radarsystem

Da ist es, was Razer versprochen hat: Das Headset hilft Spielern dabei, genau einschätzen, wo sich Gegner verstecken oder wie lange ein Fahrzeug braucht, bis es die eigenen Truppen erreicht. Spiele gewinnen deutlich an Tiefe, eine viel dichtere Atmosphäre entsteht. Das Gehör wird zum virtuellen Radarsystem, ein klarer Vorteil für den Spieler.

Razer Megalodon
Sämtliche Einstellungen auf Knopfdruck: Die Bedien-Einheit ist dank beleuchteter Tasten auch nachts gut zu finden.
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Das verstärkte und um 270 Grad schwenkbare Mikrofon lässt sich komfortabel in die gewünschte Stellung bringen, allerdings nicht arretieren. Heftige Kopfbewegungen machen daher oftmals eine Neuausrichtung notwendig. Nebengeräusche filtert das Mikrofon bis zu einem gewissen Grad heraus, der Spieler bleibt auch in lauten Umgebungen gut verständlich. Die Empfindlichkeit des Mikros können Gamer direkt am separaten Bedienpanel einstellen.

Bedieneinheit: Alles im Griff

Diese schwarze Box bietet in hitzigen Gefechten schnellen Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen des Headsets. Das etwas rutschige Drehrad regelt Lautstärke und Mikrofonsensibilität. Ein Extraknopf schaltet zwischen reinem Stereo-Betrieb und 7.1-Modus hin und her. Mittels Druck auf den mittleren Schalter nimmt der Nutzer Einfluss auf die Lautstärke jedes einzelnen Kanals. Auch die Intensität der Bässe lässt sich einstellen.

Im Bedienpanel bringt Razer auch einen Großteil der Technik unter, die für den realistischen Klang verantwortlich zeichnet. Die so genannte "Maelstrom-Engine", ein Audio-Prozessor der gleichzeitig auch den Prozessor des Rechners entlastet, wäre auch zu schwer für den Einbau in das Headset gewesen. Das Panel nimmt zwar zusätzlichen Platz auf dem Schreibtisch ein, ist aber deutlich bequemer zu bedienen als eine in das Kabel integrierte Lösung.

Fazit

Wer ein 7.1-fähiges Surround-Headset für intensives Spielen sucht, kommt am Razer Megalodon nicht vorbei. Nicht nur weil es laut Hersteller das bislang einzige seiner Art ist, sondern auch weil es seine Sache richtig gut macht. Die Position der virtuellen Gegner lasst sich dank "360-Grad-Ortungssound" genau bestimmen. Besitzer eines normalen Headsets haben dann das Nachsehen.

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