Premium-Headset mit acht virtuellen Lautsprechern
Alien auf acht Uhr: Razer Megalodon im Test
Das Razer Megalodon ist ein für Spieler entwickeltes Headset, das vor allem durch virtuellen Surroundklang punkten will. Die Treiber in den beiden gut gepolsterten Ohrmuscheln simulieren gleich acht Lautsprecher. Razer verspricht Hobby- und Profispielern durch den Einsatz des Megalodon einen echten Wettbewerbsvorteil: Virtuelle Gegner seien besser zu orten als mit anderen Kopfhörern.

Für das 7.1-Surround-Headset Megalodon verlangt Razer 150 Euro.
Inhaltsverzeichnis
- 1Ausgepackt: Was in der riesigen Verpackung steckt
- 2Anprobiert: Acht virtuelle Lautsprecher auf dem Kopf
- 3Ausprobiert: Mitten im Geschehen
- 4Vorteil Razer: Das Ohr als Radarsystem
- 5Bedieneinheit: Alles im Griff
- 6Fazit
Mit einem Verkaufspreis von 150 Euro gehört das Razer Megalodon zu den teuersten Gaming-Headsets. Bereits die Verpackung weist darauf hin, dass hier mehr als nur der übliche Headset mit angestecktem Mikrofon enthalten sein muss. Nach dem Öffnen des Kartons versperren eine große Transport-Tasche, ein massiver Plexiglasständer, jede Menge gedrucktes Begleitmaterials sowie eine schwarze Kontrolleinheit samt USB-Kabel die Sicht auf das eigentliche Objekt der Begierde.
Ausgepackt: Was in der riesigen Verpackung steckt
Dabei hat das Megalodon-Headset keinen Grund sich zu verstecken. Die schwarze Lackierung, die blau leuchtenden Razer-Logos an den Seiten und die weich gepolsterten Ohrmuscheln schreien förmlich nach stundenlangen Spiele-Sessions in abgedunkelten Räumen.
Der im Lieferumfang enthaltene Ständer aus Plexiglas dient zum einen der Aufnahme des Headsets in Spielpausen. Zum anderen bieteten eingebaute Magneten der kabelgebundene Schaltzentrale Halt. Das ist nicht nur praktisch, es sieht auch gut auf dem Schreibtisch aus. Leider passt das Headset nicht ganz auf den Ständer, es droht stets zur einen oder anderen Seite hin umzukippen.
Vor das Spiel steht beim Einsatz neuer Hardware meist die Installation einer Software in Haus. Nicht so beim Razer Megalodon - das Headset ist trotz aufwändiger Technik ein Plug-and-Play-Gerät im besten Sinne. Einfach Computer und Headset mit dem beiliegenden USB-Kabel verbinden, und schon gehen die blauen Lichter des Megalodon an. Das Headset ist innerhalb weniger Sekunden bereit für den ersten Einsatz.
Video Razer Megalodon
Razer Megalodon: Die estra für Spieler entwickelten Kopfhörer von Razor Megadolon bieten dank des "360-Grad-Surroundsound" auch in hitzigen Gefechten einen ordentlichen Klang. Dank 7.1-Modus können Gegner genau geortet werden. Zum Video: Razer Megalodon
Anprobiert: Acht virtuelle Lautsprecher auf dem Kopf
Dank des verstellbaren Bügels passt das Headset sowohl auf kleine als auch auf große Köpfe. Die Größenverstellung erfolgt ohne spürbare Rasterung. Was auf den ersten Blick bequem erscheint, könnte sich im Langzeitgebrauch als negativ erweisen. Erfahrungsgemäß leiern Konstruktionen dieser Art gerne aus - der Kopfhörer lässt sich dann nur noch in der größten Bügeleinstellung tragen. Im Auslieferungszustand ist davon zum Glück nichts zu spüren.
Die Ohrmuscheln bieten einen Querschnitt von etwa 5,5 Zentimetern und damit ausreichend Spielraum auch für große Ohren. Der sanfte Velourstoff fühlt sich angenehm an und umschließt beide Ohren vollständig - ohne diese zu sehr einzuengen. An heißen Tagen fördert der Stoff leider auch die Schweißbildung, da kaum Luft ans Ohr dringt. Praktisch: Die Polsterungen lassen sich mit einer einfachen Drehbewegung abnehmen und durch ein frisches Paar ersetzen.
Ausprobiert: Mitten im Geschehen
Das volle Potenzial des Headsets ist stark von der verwendeten Tonquelle abhängig. Längst nicht alle Spiele unterstützen den 7.1-Klang. Doch bereits bei der reinen Stereo-Musikwiedergabe zeigt das Megalodon, was in ihm steckt: Ein guter Bass und ein großer Dynamikumfang. Hochwertig kodiertes Ausgangsmaterial vorausgesetzt, gibt dieses Headset auch als Ersatz für den "normalen" Kopfhörer eine gute Figur ab.
Richtig Leben hauchen dem Megalodon aber erst Spiele wie "World of Warcraft" oder "Farcry 2" ein. Die gelunge Surround-Simulation versetzt den Headset-Träger mitten in das Geschehen: Plötzlich explodiert eine Granate schräg hinter dem Ohr des Spielers, auf acht Uhr schleicht ein Alien um die Ecke und Fahrzeuge nähern sich langsam holpernd auf einer Schottersrecke, um plötzlich mit quietschenden Reifen vorbeizurasen.
Vorteil Razer: Das Ohr als Radarsystem
Da ist es, was Razer versprochen hat: Das Headset hilft Spielern dabei, genau einschätzen, wo sich Gegner verstecken oder wie lange ein Fahrzeug braucht, bis es die eigenen Truppen erreicht. Spiele gewinnen deutlich an Tiefe, eine viel dichtere Atmosphäre entsteht. Das Gehör wird zum virtuellen Radarsystem, ein klarer Vorteil für den Spieler.

Sämtliche Einstellungen auf Knopfdruck: Die Bedien-Einheit ist dank beleuchteter Tasten auch nachts gut zu finden.
Das verstärkte und um 270 Grad schwenkbare Mikrofon lässt sich komfortabel in die gewünschte Stellung bringen, allerdings nicht arretieren. Heftige Kopfbewegungen machen daher oftmals eine Neuausrichtung notwendig. Nebengeräusche filtert das Mikrofon bis zu einem gewissen Grad heraus, der Spieler bleibt auch in lauten Umgebungen gut verständlich. Die Empfindlichkeit des Mikros können Gamer direkt am separaten Bedienpanel einstellen.
Bedieneinheit: Alles im Griff
Diese schwarze Box bietet in hitzigen Gefechten schnellen Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen des Headsets. Das etwas rutschige Drehrad regelt Lautstärke und Mikrofonsensibilität. Ein Extraknopf schaltet zwischen reinem Stereo-Betrieb und 7.1-Modus hin und her. Mittels Druck auf den mittleren Schalter nimmt der Nutzer Einfluss auf die Lautstärke jedes einzelnen Kanals. Auch die Intensität der Bässe lässt sich einstellen.
Im Bedienpanel bringt Razer auch einen Großteil der Technik unter, die für den realistischen Klang verantwortlich zeichnet. Die so genannte "Maelstrom-Engine", ein Audio-Prozessor der gleichzeitig auch den Prozessor des Rechners entlastet, wäre auch zu schwer für den Einbau in das Headset gewesen. Das Panel nimmt zwar zusätzlichen Platz auf dem Schreibtisch ein, ist aber deutlich bequemer zu bedienen als eine in das Kabel integrierte Lösung.
Fazit
Wer ein 7.1-fähiges Surround-Headset für intensives Spielen sucht, kommt am Razer Megalodon nicht vorbei. Nicht nur weil es laut Hersteller das bislang einzige seiner Art ist, sondern auch weil es seine Sache richtig gut macht. Die Position der virtuellen Gegner lasst sich dank "360-Grad-Ortungssound" genau bestimmen. Besitzer eines normalen Headsets haben dann das Nachsehen.
- CES-Neuheit mit Biss: Razer Carcharias im Test
- Download: MusicMaestro
- Download: Net2Phone
- GC: Razers Maelstrom Audio Engine
- Steelseries Siberia im Test: Kopfhörer für Gaming und Musik
Links zum Thema
Jetzt sind Sie dran: Trackbacks und Re-Tweets
Trackbacks
Schreiben Sie in Ihrem Blog über diesen Artikel und Sie erscheinen mit Ihrem Blog-Eintrag hier...
Re-Tweets
... oder Sie twittern über diesen Artikel und verewigen sich mit Ihrem Profilbild, hier

Kommentare: Alien auf acht Uhr: Razer Megalodon im Test