Auch Deutsche erhalten Geld für gute Ideen

Internet-Legende: Marc Andreesen als Hightech-Mäzen

Internet-Legende: Marc Andreesen als Hightech-Mäzen Der Begriff "Startup" hat immer noch eine magische Anziehungskraft. Offenbar traut man etablierten Firmen keine neuen Ideen mehr zu. Der Netscape-Mitbegründer Marc Andreesen hat nun mit seinem Partner Ben Horowitz ein Venture-Capital-Unternehmen gegründet, das in vielversprechende Hightech-Startups investieren will. Geld ist offenbar reichlich vorhanden. 300 Millionen Dollar wollen die beiden Partner in Produkte, Unternehmer oder Firmen stecken.

In die Hightech-Startups sollen Summen zwischen 50.000 und 50 Millionen Dollar fließen. Laut Andressen hat sich der Verlauf einer Unternehmensgründung im Bereich Technologie rasant gewandelt. So sei relativ wenig Geld erforderlich, ein erstes Produkt auf den Markt zu bringen, aber sehr viel mehr Kapital, die Produktion dann für eine weltweite Vermarktung hochzufahren. Hierbei wollen die beiden Investoren offenbar behilflich sein.

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Andreesen und Ben Horowitz hatten nach eigener Aussage schon zuvor in 45 Tech-Startups investiert. Selbstbewusst verweist Andreesen auf seine Erfahrung als Firmengründer, der Unternehmen mit tausenden von Mitarbeitern und Jahresumsätzen von mehreren hundert Millionen Dollar aufgebaut habe. Andreesen sitzt im Aufsichtsrat so erfolgreicher Firmen wie Facebook oder eBay.

Investiert werden soll im Wesentlichen in IT-Firmen. Explizit nennt Andreesen Bereiche wie Internet-Anwendungen für Privatanwender oder Geschäftsleute, Mobildienste, Software, Netzwerke oder Datenbanken. Keine Aussicht auf Förderung haben Gründer aus den Bereichen Green IT, Energie, Transport oder den so genannten Life Sciences, also Biotechnologie oder Hightech-Medizin. Hier fehle den Hightech-Mäzenen einfach das Know-how.

Gründerfonds für Deutschland

Das Büro der beiden Startup-Mäzene liegt zwar im Computerparadies Silicon Valley, und hier liegt auch der Schwerpunkt der Arbeit von Andreesen und Horowitz ("special magic"), doch das muss nicht unbedingt heißen, dass nur US-Firmen zum Zuge kommen. Laut Andreesen werde man "mit Freuden in außergewöhnliche Firmen investieren, wo auch immer sie sein mögen."

Wer eine gute Idee hat, aber nicht ins Silicon Valley zu Marc Andreesen reisen möchte, kann sich auch in Deutschland nach VC-Investoren oder einer Gründerförderung umsehen. Da gibt es beispielsweise den High-Tech-Gründerfonds in Bonn. Erste Anlaufstelle für Existenzgründer sollte aber das Bundeswirtschaftsministerium sein. Dessen Existenzgründerportal bietet nicht nur einen Überblick über die verschiedenen Förderprogramme, sondern auch ein Komplettpaket an Informationen und Weblinks rund um die Existenzgründung. Damit wäre eigentlich für alles gesorgt. Nur die gute Idee, die sollte man selbst mitbringen.

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Typisch deutsch. Am Ende eines VC-Artikels wird empfohlen, sich erstmal beim deutschen Amt in die Schlange einzureihen. Fehlt nur noch der Hinweis auf die Wochenendseminare bei der IHK.

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