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Musikdienste im Test: Medionmusic
Einkauf ohne Benutzerkonto

von Irene Schauermann Uhr veröffentlicht

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Auch im eigenen Online-Musikportal setzt die Technik-Marke Medion auf attraktive Preise. Wer bei den Angeboten von "Medionmusic" zuschlagen will, muss sich allerdings mit der gewöhnungsbedürftigen Bedienungsoberfläche anfreunden.

Die Technik-Marke Medion wagte 2004 den Einstieg in das Musikgeschäft. Seitdem bietet das Unternehmen im eigenen Online-Musikportal "Medionmusic" ein konkurrenzfähiges Musikangebot mit regelmäßigen Schnäppchen und kopierschutzfreier Musik. Shop-Oberfläche und Suchfunktion weisen allerdings einige Schwächen auf.

Sortiment: Reiner Musikladen

Die Produktauswahl des Medion-Musikportals konzentriert sich mit insgesamt 4,5 Millionen Songs und 400.000 Alben ausschließlich auf Musikdateien. Damit verzichtet Medion im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern auf Musikvideos im Sortiment.

Über die Angebotslücke trösten regelmäßige Sonderaktionen, die Songs bereits ab 0,49 Euro und Alben ab 6,49 Euro anbieten. Der Regelpreis beträgt 0,99 Euro für Einzelsongs und 9,99 Euro für Alben.

Startseite zum Medion Musikportal

Dateiformate: Umstellung auf kopierschutzfreies MP3-Format

Der Großteil der angebotenen Musikdateien liegt im MP3-Format vor. Nach Auskunft von Medion wird der Musikbestand in naher Zukunft vollständig auf MP3 umgestellt. Bis dahin bietet der Shop einen kleinen Teil seiner Audioinhalte noch im kopiergeschützten WMA-Format an.

Der Kopierschutz macht sich für den Nutzer in eingeschränkten Brenn- und Kopierrechten bemerkbar, die in der Artikelansicht zum jeweiligen Produkt angeführt werden. Die WMA-Dateien liegen in der üblichen Tonqualität von 192 kBit/s vor. MP3-Lieder erreichen mit Bitraten bis zu 320 kBit/s einen ansprechenden Klang.

Systemvoraussetzungen: Abspiel-Software inklusive

Die Navigation im Shop funktioniert mit gängigen Internet-Browsern wie Internet Explorer, Firefox, Safari und Opera. Als Betriebssystem empfiehlt Medion mindestens Windows 98 SE. Einige Funktionen im Shop setzen kostenlose Hilfsprogramme voraus.

Zum Abspielen der erworbenen Musikdateien eignet sich der Windows Media Player ab Version 8. Alternativ stellt Medion die kostenlose Abspielsoftware Medionmusic Manager zum Download bereit. Neben dem Anhören von Songs gestattet das Programm - ähnlich wie der Windows Media Player - auch das Brennen und Exportieren der gekauften Titel.

Bedienung: Gewöhnungsbedürftige Oberfläche

Medion teilt die Startseite des Shops in drei Bereiche ein. Beim ersten Besuch des Musikportals sorgt diese Navigationslösung für reichlich Verwirrung. Das unübersichtliche Layout zwingt den potenziellen Käufer dazu, auf der Suche nach Musikgattungen oder Chartlisten mehrfach die Bereiche zu wechseln.

Nach der ersten Orientierungsphase erlaubt der Shop dem Benutzer das Stöbern nach Musikrichtungen, Künstlerdatenbank und Download-Charts. Eine willkommene Rubrik ist die Kategorie "Preisrenner", die Alben zu genannten Niedrigpreisen enthält. Auf Filterfunktionen verzichtet des Portal größtenteils. Wählt man einen bestimmten Song aus, liefert die Artikelansicht Informationen zum zugehörigen Album.

Suche: Lange Listen, fehlende Filter

Die Medion-Suche verträgt keine Rechtschreibfehler und bietet dem Nutzer bei ergebnislosem Verlauf keine Alternativvorschläge. Auch der Weg über die erweiterte Suche hilft nur dann weiter, wenn alle Stichworte richtig geschrieben sind. Obwohl momentan noch zwei Dateiformate im Shop angeboten werden, fehlt in der erweiterten Suchmaske ein Filter für das Audioformat.

Produktsuche verzichtet auf Filterfunktionen

Auch die Ergebnisliste zeigt einige Schwächen. Die meist mehrseitigen, alphabetisch geordneten Aufstellungen lassen sich mangels entsprechender Filter nicht nach Produktkriterien ordnen. Der Besucher hat lediglich die Wahl, sich durch die lange Ergebnisliste durchzublättern oder im erweiterten Suchmodus die Resultate einzuschränken.

Bezahlung: Einkauf ohne Benutzerkonto

An der virtuellen Kasse hat der Käufer die Wahl zwischen den Bezahldiensten Worldpay und ClickandBuy. Die erste Variante erlaubt die Zahlung per Kreditkarte. Mit ClickandBuy begleicht der Nutzer die Rechnung via Kreditkarte oder Lastschrift. Eine weitere Alternative ist die Bezahlung mit dem Gutschein.

Medionmusic verzichtet auf eine Registrierungspflicht und wickelt den Online-Einkauf ganz ohne Benutzerkonto ab. Ist die Entscheidung zum Kauf gefallen, wählt der Nutzer eine Zahlungsoption und hinterlegt seine E-Mail-Adresse für die elektronische Quittung. Nach Abschluss des Bezahlvorganges gilt der Kaufvertrag zwischen Medion und Kunde als geschlossen.

Die elektronische Quittung dient nicht nur als Kaufbeleg. Sie berechtigt den Käufer dazu, fehlgeschlagene Downloads erneut zu laden. Mit Hilfe der Angaben auf der Rechnung kann der Download-Vorgang zweimal wiederholt werden.

Service: Telefonischer Kundendienst fast rund um die Uhr

Grundsätzliche Fragen zum Download-Vorgang beantwortet die Hilfe-Rubrik. Darüber hinaus gehende Probleme bearbeitet Medion per E-Mail oder Telefon. Der telefonische Kundenservice ist sowohl werktags als auch am Wochenende für Anfragen bezüglich des Musikportals erreichbar.

Medion Musikportal

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Produktdetails in der Artikelansicht

Unternehmen

Hinter "Medionmusic" steht das Unternehmen Medion AG mit Hauptsitz in Essen. Die Firma ist Anbieter einer breiten Palette an Elektronikartikeln und beliefert viele namhafte Handelsketten, darunter den Aldi-Discounter.

Das zugehörige Musikportal öffnete im Jahre 2004 seine Pforten. Für die technische Umsetzung des Online-Shops sorgt seither Dienstleister 24-7 Entertainment, der auch mit Musikdiensten der Handelsketten Media Markt und Saturn zusammenarbeitet.

Fazit

"Medionmusic" erleichtert seinen Kunden den Einkauf: Die Abwicklung ohne Benutzerkonto sorgt für schnellen Download ohne lästigen Anmeldeprozess. Als kleines Extra bietet der Medion-Shop noch eine kostenlose Abspiel-Software an.

Das Angebot beschränkt sich allerdings auf Audiodatein, Musikvideos stehen nicht zur Verfügung. Die Benutzeroberfläche ist nicht optimal gestaltet, so gerät die Suche oftmals zur Geduldsprobe. Eine Funktion zum Bewerten der Künstler fehlt.

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Auch im eigenen Online-Musikportal setzt die Technik-Marke Medion auf attraktive Preise. Wer bei den Angeboten von "Medionmusic" zuschlagen will, muss sich allerdings mit der gewöhnungsbedürftigen Bedienungsoberfläche anfreunden.

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Auch im eigenen Online-Musikportal setzt die Technik-Marke Medion auf attraktive Preise. Wer bei den Angeboten von "Medionmusic" zuschlagen will, muss sich allerdings mit der gewöhnungsbedürftigen Bedienungsoberfläche anfreunden.
http://www.netzwelt.de/news/80209-musikdienste-test-medionmusic.html
2009-07-07 14:02:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2009/artikeluebersicht350-1246876584.png
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