Einkaufsberater: Kopfhörer für MP3-Player und Musik-Handys
Bügelkopfhörer
Kein Ohr gleicht dem anderen, daher kann nicht jeder etwas mit In-Ear-Kopfhörern anfangen. Manche Menschen bekommen Kopfschmerzen, wenn sie längere Zeit "Stöpsel" im Ohr tragen, andere finden partout nicht die für sie passenden Aufsätze. Bügelkopfhörer sind hier eine echte Alternative. Die Hörmuscheln übertragen längst nicht so viele Kabelgeräusche wie dies bei In-Ear-Kopfhörern der Fall ist. Dafür sind die meisten Bügelkopfhörer anfällig für Windgeräusche. Außerdem bietet kein Modell dieses Vergleichstests Zusatzfunktionen wie etwa ein integriertes Mikrofon.
Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass sich die Kopfhörer gut transportieren lassen. Alle hier vorgestellten Modelle verfügen über einen Faltmechanismus: Die Ohrmuscheln werden dabei einfach weggeklappt, und schon findet der Kopfhörer Platz in einer Transportbox. Probieren Sie diesen Vorgang auf jeden Fall vor dem Kauf aus. Bei einigen Modellen dauert das Zusammenfalten in die Transportbox fast schon länger, als der Akku im MP3-Spieler hält.
Cresyn: CS-HP500
Der Cresyn CS-HP500 ist mit einem Preis von knapp 40 Euro ein relativ günstiger Bügelkopfhörer. Sowohl Bügel als auch Ohrmuscheln sind klappbar, sodass das Modell schnell im mitgelieferten Stoff-Eui verschwindet. Ein optisches Highlight sind die Ohrmuscheln. An deren Außenseite befinden sich kleine Spiegel hinter Plexiglas, die dem Ohrhörer den besonderen Look verpassen. Die Polsterung ist lange Zeit ohne Druckstellen tragbar, fördert an heißen Tagen aber die Schweißbildung. Für den heimischen Gebrauch liegt ein Adapterstück für Stereo-Anlagen bei.
Der Hörtest liefert ein bassbetontes, leicht dumpfes Klangbild. Der CS-HP500 bietet ausreichend Reserven auch für hohe Lautstärken, droht aber bei basslastigen Stücken zu übersteuern. Eine gute räumliche Abbildung erlaubt dem Hörer beim Hören eines Live-Konzertes eine genaue Zuordnung der Position der Instrumente.
Cresyn CS-HP500
Wem In-Ear-Kopfhörer nicht zusagen, der greift zu einem Bügelkopfhörer. Der Cresyn CS-HP500 ist mit etwa 30 Euro ein günstiger Vertreter seiner Zunft.
Zusammengefaltet nimmt er in der mitgelieferten Stoffhülle viel Platz ein.
Eine Besonderheit am CS-HP500 sind die verspiegelten Ohrmuscheln die für einen besonderen Effekt sorgen.
Der Cresyn CS-500 ist ein robuster, etwas sperriger Kopfhörer mit einer kräftigen Basswiedergabe. Er lässt sich blitzschnell zusammenfalten, nimmt dann aber noch vergleichsweise viel Raum im Rucksack oder der Tasche ein. Ausreichend Verstellmöglichkeiten erlauben die individuelle Anpassung an den Kopf.
Creative Aurvana X-Fi
Für Vielreisende: Der Creative Aurvana X-Fi bietet eine aktive Geräuschunterdrückung. Flug- oder Eisenbahn-Lärm verschwinden daher auf Knopfdruck. Dies funktioniert in der Praxis zufriedenstellend. Neben der Geräuschunterdrückung finden sich noch zwei weitere Knöpfe an diesem Kopfhörer-Modell. Beide polieren den Klang mit Creatives X-Fi-Technologie, wie sie auch in Soundkarten des Herstellers zum Einsatz kommt, hörbar auf.
Die weich gepolsterten Ohrmuscheln umschließen die Ohren vollständig und sorgen für himmlische Ruhe. Da Feuchtigkeit nur schlecht entweichen kann, empfiehlt sich der Aurvana nicht für heiße Tage. Der Klang liegt auf gutem Niveau, die Lautstärke lässt sich direkt am Kopfhörer regeln. Ab mittlerer Lautstärke hört der Nebenmann im Flugzeug dafür jeden Ton der Creative-Kopfhörer mit. Leider fällt der Preis mit rund 150 Euro etwas hoch aus.
Creative Aurvana X-Fi
Mit aktiver Rauschunterdrückung trunpfen die Büglekopfhörer Aurvana X-Fi von Creative auf.
Der Aurvana-X-Fi-Kopfhörer von Creative ist das größte und schwerste Modell in diesem Vergleich. Dafür bietet er Ruhebedürftigen in öffentlichen Verkehrsmitteln wertvollen Zusatznutzen. Der Preis für so viel Tragekomfort und Technik ist die recht große Transportbox, die im Rucksack eine Menge Platz für sich beansprucht.
AKG K 450
Etwa 70 Euro kostet der AKG K 450, der mit reichlich Zubehör wie einer stabilen Schutztasche und diversen Adaptern daher kommt. Nachteil: Da die gepolsterte Transportbox Platz für sämtliches Zubehör bietet, fällt sie entsprechend groß aus. Wer unterwegs nur den Kopfhörer mitnehmen möchte, kommt an einer zusätzlichen, kleineren Tasche kaum vorbei. Eine Besonderheit des K 450 ist das abnehmbare, einzelne Kabel. So bleibt im Betrieb zumindest eine Schulter komplett kabelfrei. Im Lieferumfang sind gleich zwei Kabel unterschiedlicher Länge enthalten.
Klare Details, akzentuierte Mitten, warme Tonwiedergabe: Im Hörtest enttäuscht der AKG K 450 nicht. Der Bass wirkt etwas feucht und könnte präziser sein. Hier hilft es aber bereits, an den Equalizer-Einstellungen des Zuspielgerätes ein wenig den Bass herunterzudrehen.
AKG K 450
Nur ein Kabel steckt am AKG K 450. Damit bleibt zumindest eine Schulter vor lästigem Kabelsalat verschont. Das Kabel lässt sich zudem für den Transport einfach abnehmen.
Durch einfaches Ziehen und Drehen entfernt man das in zwei unterschiedlichen Längen erhältliche Kabel.
Wirklich transportabel ist das nicht: Der AKG K 450 kommt mit einer großen Transportbox.
Dafür geht es im Inneren der Box recht aufgeräumt zu - sämtliches Zubehör findet darin Platz.
Der AKG bietet reichlich Zubehör und einen ausgewogenen Klang, ist aber aufgrund seiner sperrigen Tasche nur bedingt geeignet für den Transport. Die kleinen Ohrmuscheln passen nicht auf große Ohren - unbedingt vor dem Kauf ausprobieren.
Sennheiser PX 200
Der Sennheiser PX 200 ist ein alter Bekannter auf dem Kopfhörermarkt und hat schon viele Fans für sich gewonnen. Der etwa 50 Euro teure, ohraufliegende Kopfhörer wird mit einer sehr stabilen und kompakten Schutzhülle geliefert. Das Modell lässt sich daher wunderbar in jedem Rucksack verstauen. Selbst in etwas breiteren Jeans-Taschen findet er samt Box Platz. Die leichte Bauweise lässt eine stundenlange Benutzung ohne Druckstellen zu.
Im Hörtest zeigt sich der Sennheiser eher ausdrucksschwach. Das Modell kann zwar in keinem Frequenzbereich richtig glänzen, übersteuert aber selbst bei maximaler Lautstärke nicht. Daher eigent sich der wenig aufdringliche PX 200 für Menschen, die oft verschiedene Musikrichtungen hören und keinen großen Wert auf wummernde Bässe legen.
Sennheiser PX 200
Der PX 200 lässt sich sehr kompakt zusammenfalten. Allerdings dauert dieser Vorgang recht lange.
Die Transportbox aus Plastik sichert den Kopfhörer gegen Umwelteinflüsse und passt notfalls auch in eine Jeanstasche.
Fast schon ein Klassiker ist der PX 200 von Sennheiser. Mit einem Preis unter 50 Euro ist er zudem günstig.
Für einen Bügelkopfhörer ist der Sennheiser PX 200 extrem mobil. Er lässt sich auf das kleinste Packmaß aller Modelle im Testfeld zusammenfalten. Allerdings dauert dieser Vorgang auch mit Abstand am längsten. Für Musikhörer, die kein Gramm zu viel mit sich herumtragen möchten und ein neutrales Klangbild bevorzugen, ist er eine gute Wahl.
Koss Porta Pro
Die etwas schräge Optik lässt es vermuten: Der Koss Porta Pro hat schon einige Jahre auf dem Bügel. Völlig zurecht hat sich eine treue Fangemeinde um dieses Modell geschart. Der Koss Porta Pro ist mit einem Preis von rund 30 Euro günstig, etwas klapprig, aber immer noch eine Empfehlung wert. Über einen Schieberegler am Bügel lässt sich in der Theorie der Anpressdruck der Ohrmuscheln verstellen. In der Praxis ist davon aber nicht das geringste zu spüren.
Die Basswiedergabe setzt noch immer Maßstäbe. Wuchtig brummend überstrahlt diese aber die Mitten und auch die Höhen. Was bei Elektro-Musik für Gänsehaut sorgt, weckt bei der Wiedergabe klassischer Musik den Wunsch nach einem anderen Kopfhörer-Modell.
Koss Porta Pro
Zusammengeklappt verschwindet der Porta Pro in der mitgelieferten Tragetasche.
Über die so genannte \"Comfort Zone\" lässt sich der Druck auf die Ohren einstellen.
Nicht nur wegen der 80er-Jahre-Optik: Diesen Kopfhörer liebt oder hasst man. Die Verarbeitungsqualität ist im Vergleich zu den hier vorgestellten Modellen unterdurchschnittlich, dafür zaubert der Bass auch nach Jahren noch ein Grinsen ins Gesicht des Besitzers.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Apple iPhone und MP3-Player.
