Spielsucht vor allem bei Jungen verbreitet

Drogenbeauftragte: Mehr Hilfe für Online-Süchtige nötig

Drogenbeauftragte: Mehr Hilfe für Online-Süchtige nötig Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), fordert eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige. Auf ihrer Jahrestagung warnt sie zudem vor der steigenden Zahl der abhängigen Computerspieler, die zum überwiegenden Teil männlich sind.

Im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung beruft sich Bätzing auf Schätzungen, denen zufolge drei Prozent aller Internetnutzer online-abhängig sind. "Wir sprechen von Online-Abhängigkeit, wenn man mehr als zehn Stunden am Tag im Internet surft - und zwar nicht beruflich, sondern ausschließlich in seiner Freizeit", sagte sie der Zeitung. Betroffen seien vor allem junge Männer zwischen 15 und 25 Jahren. Für die Drogenbeauftragte ist die Internetsucht mit der Glücksspielsucht vergleichbar. Und diese sei als Verhaltenssucht eindeutig klassifiziert.

Zum Schutz vor der Online-Sucht fordert Bätzing mehr Medienkompetenz bei Kindern. Sie müssten den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet lernen. "Auch die Eltern müssen da hinschauen und rechtzeitig einschreiten", sagte die Drogenbeauftragte. Zudem verlangt sie eine Ausweitung der bestehenden Therapiemöglichkeiten. Für die SPD-Politikerin steht fest: "Der Bedarf wächst. Denn das Problem wird immer größer."

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Spielsucht bleibt nicht ohen Folgen

Im Zusammenhang mit ihrer Jahrestagung am 3. Juli 2009 erinnert Sabine Bätzing auch an die Folgen der Computerspielsucht: "Computerspielabhängige Jungen weisen deutlich schlechtere Schulnoten in Deutsch, Sport, Geschichte und Mathematik auf", sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung in einer Presseerklärung.

Forscher kommen bei einer internationalen Klassifizierung psychischer Erkrankungen zu dem Ergebnis, dass Jungen weitaus öfter süchtig nach Computerspielen sind als Mädchen: Drei Prozent der Jungen sind abhängig und weitere 4,7 Prozent sind gefährdet, abhängig zu werden. Bei den Mädchen sind es nur 0,3, beziehungsweise 0,5 Prozent.

Die Daten stammen aus einer repräsentativen Befragung zur Jugendgewalt von 15.000 Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen im Auftrag des Bundesinnenministeriums.

Forderung nach mehr Hilfsangeboten

Sabine Bätzing hält neue Medien eigentlich für "eine feine Sache". Aber "exzessiv Computer spielende Jugendliche laufen Gefahr, Schule, Beruf und Beziehungen zu vernachlässigen und in ihrer psychischen und sozialen Entwicklung zurückzubleiben," erklärt die Drogenbeauftragte.

Eltern und Lehrer bräuchten Unterstützung, um Mediensucht im Frühstadium zu erkennen und wirksam zu verhindern. "Deshalb ist es notwendig, die Entwicklung der Computerspielsucht weiterhin genau zu beobachten und die Suchtforschung in diesem Bereich zu fördern", sagt Bätzing. Des Weiteren fordert sie, "dass Jugendliche, aber auch Eltern, Lehrer und Freunde medienpädagogische Hilfsangebote bekommen können."

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Hallo, ich bin wirklich froh, dass sich das Thema Sabine Bätzing im September erledigt haben wird. Danach werden hoffentlich Menschen mit einer gesunderen Lebenseinstellung Politik betreiben. Was Sabine Bätzing...

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