Energieratgeber für Privatkunden und Firmen

Green IT: Microsoft startet Umweltportal

Microsoft hat jetzt ein eigenes Internet-Portal zum Thema Umweltschutz vorgestellt. Auf www.microsoft.de/umwelt sollen sich Privatleute und Firmen darüber informieren, wie sie "durch den klugen Einsatz von Informationstechnologie zur Energieeinsparung und damit zur Verringerung des globalen CO2-Ausstoßes beitragen können".

Umwelt-Portal von Microsoft
Auf dem Umwelt-Portal informiert Microsoft über Green-IT-Projekte und gibt Tipps für den effizienten Einsatz der Computertechnik.

Dabei steht selbstredend Microsoft-Technologie im Mittelpunkt, wie etwa das neue Energiesparmodell in Windows 7 oder die Virtualisierung von Servern. Als besonders umweltfreundlich, weil Geschäftsreisen sparend, wird auch Unified Communications angepriesen. Die Rubrik "Green IT aktuell" bringt außerdem Meldungen zu ökologischen IT-Projekten, beispielsweise zum Energiemanagement bei Client- und Serverrechnern.

Umweltengagement liegt im Trend

Microsoft ist damit das jüngste Beispiel für einen Trend bei den Herstellern, ihr Image durch ökologische Aktivitäten zu verbessern. Viele Pressemitteilungen lesen sich zurzeit so, als hätte sie der Bund Naturschutz oder der World Wildlife Fund formuliert. So erfährt man von Dell, dass der texanische Hardware-Hersteller das Regenwald-Projekt von Prince Charles unterstützt, um "den Klimawandel durch Regenwald-Abholzung" zu verhindern, wie Firmengründer Michael Dell erklärt.

Auch die Webseiten der anderen großen IT-Unternehmen schmücken sich derzeit mit Bildern von blühenden Wiesen, stillen Seen und Wäldern. Egal, ob Lenovo, Intel, IBM, HP, Acer oder Nokia - jedes Unternehmen hat eine Rubrik auf seiner Website eingerichtet, um auf das eigene Umweltengagement hinzuweisen und nebenbei die ökologische Verträglichkeit der eigenen Produkte herauszustreichen.

Nicht nur Lippenbekenntnisse

Dabei steckt hinter den professionellen Imagekampagne durchaus ernsthaftes Engagement. Wie gut das gelingt, kann man zurzeit wieder bei Greenpeace nachlesen. Deren Report "Guide to Greener Electronics" lobt beispielsweise Nokia und Apple für den Verzicht auf giftige Stoffe bei der Produktion, tadelt aber gleichzeitig Dell, HP und Lenovo.

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