Nutzer des TV-Empfängers verraten, welche Programme sie empfangen

DVB-T: Tubestick Map zeigt empfangbare Sender

DVB-T: Tubestick Map zeigt empfangbare Sender Offizielle DVB-T-Karten zeigen nur in der Theorie an, wo welche Fernsehsender per DVB-T zu sehen sind. Deutlich näher an der Realität ist die Tubestick Map. Fernsehzuschauer verraten auf ihr, in welchen Städten und Regionen sie welche Sender tatsächlich empfangen. Die Daten sammelt Equinux, der Anbieter des USB-Fernsehempfängers Tubestick sowie weiterem TV-Zubehör und Programmen für den Mac. Aber auch Windows-Nutzer können die Tubestick Map nutzen und mit neuen Daten verfeinern.

Mit Hilfe der Tubestick Map kann man bereits vor dem Kauf eines Fernsehers überprüfen, ob sich die Zusatzkosten für den integrierten DVB-T-Tuner lohnen. Oder vor der Reise sicher gehen, dass am Urlaubsort auch wirklich die Lieblingsserie zu sehen ist. Dies gilt nicht nur für Reiseziele in Deutschland, denn die Tubestick Map bietet Daten für alle europäischen Länder mit DVB-T-Netz sowie die ATSC-Fernsehsender in den USA an.

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Equniux sammelt seit etwa einem Jahr Daten von den Käufern des Tubestick. Nach einem Sendersuchlauf fragt das zum DVB-T-Empfänger gehörende Progamm, ob es die ermittelte Senderliste und die Postleitzahl an den Hersteller übermitteln soll. Die Firma, die die Karte nur pflegt und selber keine Daten erhebt, unterzieht die eingehenden Informationen einer kurzen Plausibilitätsprüfung und bindet sie über die Programmierschnittstelle von Google Maps in den Kartendienst ein.

dvb-t tubestick map screenshot
Die Tubestick Map listet die Sender auf, die der gleichnamige TV-Empfänger am angegebenen Ort empfangen hat.

Zum Start verfügt die Tubestick Map für Deutschland über Datensätze im fünfstelligen Bereich, wie die Pressestelle gegenüber netzwelt erklärte. Weltweit umfasse die Datenbank bereits Einträge im mittleren sechsstelligen Bereich. Genauere Angaben konnte die Pressestelle nicht machen, da es nach der Veröffentlichung der Karte schon sehr viele Rückmeldungen und neue Senderlisten gegeben habe.

Eine Garantie auf den Empfang der auf der Tubestick Map gelisteten Sender gibt Equinux nicht. "Dazu gibt es zu viele Faktoren, die den Empfang beeinflussen", heißt es aus der Pressestelle. Je nach geografischer oder baulicher Umgebung sowie dem genauen Standort der Antenne ist die Qualität des DVB-T-Signals sehr unterschiedlich.

Für Mac und PC

Nicht nur Mac-Besitzer können die Tubestick Map mit Daten füttern. Der gleichnamige DVB-T-Tuner lässt sich über seinen USB-Anschluss an jeden PC anschließen. Ein passender Treiber ist auf der mitgelieferten CD vorhanden. Windows-Nutzern steht allerdings die Software von Equinux nicht zur Verfügung. Sie müssen auf das Windows Media Center oder ähnliche Programme zur Anzeige des Fernsehbildes zurückgreifen.

DVB-T seit 2009 einziges Antennenfernsehen

Die Ausstrahlung des analogen Signals für den Antennenempfang stellten die Fernsehsender Ende 2008 ein. Seitdem ist nur noch das digitale Antennenfernsehen DVB-T auf Sendung. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind theoretisch in ganz Deutschland zu empfangen, die privaten Programme dagegen nur in ausgewählten Ballungsräumen.

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