Eine falsche Preisangabe könnte Dell in Taiwan teuer zu stehen kommen

Dell: 140.000 Monitore für elf Euro pro Stück verkauft

Dell: 140.000 Monitore für elf Euro pro Stück verkauft Ein 19 Zoll großer Monitor von Dell für umgerechnet 11 statt 105 Euro - da haben 26.000 Käufer schnell zugeschlagen und insgesamt 140.000 Stück bestellt. Der falsche Preis im Online-Shop könnte den US-Computerhersteller jetzt teuer zu stehen kommen. Die Verbraucherschützer des Landes drohen mit einer Klage, sollte Dell die Bildschirme vom Modell E1909W nicht zu dem niedrigen Preis ausliefern.

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Als am 25. Juni 2009 um 23 Uhr Ortszeit der niedrige Preis im Online-Shop von Dell erschien, verbreitete sich die Nachricht rasend schnell im Internet. Erst am nächsten morgen, nach acht Stunden, korrigierte Dell den Preis von 500 auf 4.800 taiwanische Dollar. In dieser Zeit kauften viele Kunden nicht nur einen, sondern gleich mehrere Monitore - im Schnitt fünf Stück.

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Dem Fernsehsender ERA TV berichtete Lin Yi-Hung er habe gleich 200 Bildschirme bestellt. Der Manager einer Computerspielfirma gibt zu, gewusst zu haben, dass es sich um einen Fehler handelte. "Aber ich habe trotzdem bestellt", sagt er zu und fährt fort, "Ich freue mich auf die Lieferung von Dell. Falls sie nicht kommt, wäre eine Entschädigung angebracht."

Verbraucherschützer: Dell muss zum angegebenen Preis verkaufen

Die Verbraucherschutzkommission des Landes ordnete bereits an, dass Dell die Bildschirme zu dem angegebenen Preis zu verkaufen habe. Die Firma sei selbst für die korrekte Preisangabe verantwortlich und könne ihre Fehler nicht auf die Kunden abwälzen. Zuvor waren bei ihr 471 Beschwerden von Verbrauchern eingegangen. Für den Fall, dass Dell der Anordnung nicht folge leiste, kündigten die taiwanischen Behörden bereits an den Computerhersteller wegen Verstößen gegen das Handelsrecht zu verklagen.

Gibt Dell die Monitore wie angeordnet zu einem Zehntel des eigentlichen Preises ab, nimmt das Unternehmen umgerechnet fast 13 Millionen Euro weniger ein. Dell entschuldigte sich in einer ersten Stellungnahme bei seinen Kunden und versprach eine nicht genauer genannte Entschädigung zu leisten.

Entschädigung nur für haushaltsübliche Mengen

Käufer großer Mengen können sich allerdings nur bedingt Hoffnungen auf einen Geldsegen machen. Da Dell an Endkunden nur kleine, haushaltsübliche Stückzahlen abgibt, müsse das Unternehmen auch nur für sie Entschädigungen leisten. Dies sagte zumindest ein Sprecher der Verbraucherschutzkommission gegenüber ERA TV.

Bei Dell in Deutschland kostet der Monitor E1909W 177,31 Euro - inklusive Versand und Mehrwertsteuer.

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