Unternehmen will sich künftig als Technologieanbieter etablieren

Joost: IPTV-Pionier schaltet Videodienst ab

Das Web 2.0-Startup Joost schließt wegen geschäftlicher Probleme seinen Internet-Videodienst und konzentriert sich in Zukunft auf die Lizenzierung seiner Software für andere Unternehmen. Joost wurde 2006 von den Gründern des Internettelefonie-Dienstes Skype und der Musiktauschbörse Kazaa Niklas Zennström und Janus Friis aus der Taufe gehoben und wollte sich als verbraucherorientierter Videoanbieter etablieren.

Joost: IPTV-Pionier schaltet Videodienst ab
Noch können Joost-Nutzer Videoinhalte auf der Webseite abrufen. Fragt sich nur, wie lange noch - der Videodienst wird den Web TV-Dienst aus geschäftlichen Gründen aufgeben.

Mit der Neustrukturierung vollzieht sich auch eine Änderung an der Unternehmensspitze. Firmen-Chef Mike Volpi macht seinen Platz frei für Matt Zelesko, der bisher den Entwicklungsbereich von Joost leitete. Diese Funktion wird er auch weiterhin ausüben, während Volpi als Aufsichtsratsvorsitzender verbleibt.

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Joost zeigte nur wenig exklusive Videos

Auch ein Abbau von Arbeitsplätzen bei den rund 100 Mitarbeitern von Joost ist geplant. Das Technologiezentrum in Leiden in den Niederlanden werde geschlossen sowie Stellen in den New Yorker und Londoner Büro eingespart, teilte Joost mit. Genaue Zahlen gab das Unternehmen nicht bekannt.

Joost war einst als hoffnungsvolles Web 2.0-Startup gestartet, zumal zwei in Computerkreisen bekannte Größen das Unternehmen gründeten. Von einer Revolution war die Rede, IPTV-Dienste wie Joost könnten das traditionelle Fernsehen verdrängen. Nachteilig erwies sich aber, dass Nutzer anfangs die Joost-Software installieren mussten, um Videos anzuschauen. Bei Anbietern wie Youtube dagegen sehen Anwender Medieninhalte bequem über den Internet-Browser. Erst 2007 startete Joost eine webbasierte Version seines Dienstes.

Ein weiterer Grund für die Probleme des Unternehmens waren Konkurrenten im Markt für Internet-Videodienste, die Nutzer mit weitaus attraktiveren Inhalten lockten. Das 2008 von Robert Murdochs News Corp. und NBC Universal ins Leben gerufene Videoportal Hulu etwa zeigt kostenlose Videos von Partnern wie Fox, Comedy Central, Sony Pictures, Warner Bros. oder Paramount. Bei Joost waren solche exklusiven Fernsehinhalte eher selten anzutreffen.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Hmm, irgendwie scheint es ja doch gar nicht so einfach zu sein, gute Inhalte zusammenzukaufen. Da muss man wohl schon Apple heißen mit Mr. Charisma als CEO persönlich, der dann die ganzen Studios bezirzt, dass sie...

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