Wichtige Tipps zur Nutzung im Ausland
Kostenfalle Roaming: Handy und Notebook im Urlaubseinsatz
Beim Sonnenbaden am Strand mit der Freundin telefonieren, schnell ein Foto von der Bergtour per Mail verschicken - für viele Reisende gehört die Handy-Nutzung auch im Ausland zum Alltag. Die gute Nachricht: Die EU hat die Roaming-Gebühren für Mobilfunkgespräche, den Versand von SMS-Nachrichten und die Nutzung des mobilen Internets deutlich gesenkt. Aber trotz der Kostenbremse lauern weiterhin Gefahren für Verbraucher, sowohl bei Telefonaten, SMS-Versand als auch bei der Datennutzung. Netzwelt gibt Tipps, damit der Einsatz per Handy oder Notebook nicht zur Kostenfalle wird.
Inhaltsverzeichnis
- 1Neue Roaming-Obergrenzen
- 2Extra-Tarife der Handy-Anbieter
- 3Hohe Roaming-Gebühren in Nicht-EU-Ländern
- 4Unterwegs an der Grenze
- 5Mobile Datennutzung
- 6 Fazit
- Neue Roaming-Obergrenzen
- Extra-Tarife der Handy-Anbieter
- Hohe Kosten in Nicht-EU-Ländern
- Unterwegs an der Grenze
- Mobile Datennutzung
Neue Roaming-Obergrenzen
Im Ausland zahlt der Verbraucher doppelt: Nicht nur den Anruf nach Hause stellen die Provider in Rechnung, auch wer angerufen wird, zahlt. Nach einem Beschluss der EU von Anfang Juni werden die Kosten für abgehende als auch eingehende Gespräche zum 1. Juli aber deutlich günstiger. Wer im Ausland telefoniert, zahlt für Gespräche nur noch 43 Cent pro Minute; wer im Ausland angerufen wird, nur noch 19 Cent. Allerdings kommt hierzulande noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent hinzu. Demnach werden für Telefonate aus dem Ausland 51 Cent pro Minute fällig, eingehende Gespräche schlagen mit einem Minutenpreis in Höhe von rund 23 Cent zu Buche.
Besonders sparen Reisende beim SMS-Versand aus dem Ausland. Mit 11 Cent pro Textnachricht liegen die Kosten sogar unterhalb der Gebühren für eine in Deutschland verschickte SMS. So sehen etwa die aktuellen Mobilfunktarife von T-Mobile Kosten in Höhe von 19 Cent pro SMS vor; es sei denn, der Kunde bucht ein spezielles Angebot für Textnachrichten. Der EU-Durchschnittspreis für SMS-Nachrichten liegt derzeit bei 28 Cent.
Die Brüsseler Behörde hat auch die Kosten für die Datennutzung per Handy oder Notebook gesenkt. Pro übertragenem Megabyte dürfen die Handy-Anbieter nur noch einen Euro berechnen. Zum Vergleich: Aktuell werden durchschnittlich 1,68 Euro für das Datenroaming fällig. In Irland zahlen Reisende sogar 6,82, in Griechenland 5,30 und in Estland 5,10 Euro.
Extra-Tarife der Handy-Anbieter
Was gut für die Verbraucher ist, ist den Handy-Betreibern ein Dorn im Auge. Durch die Preisdeckelung fürchten sie Einnahmeausfälle und reagieren auf die Kostenbegrenzung beim Roaming mit speziellen Sondertarifen, für die die neue Regelung nicht gilt. Die Angebote tragen dabei schillernde Namen wie "O2 My Europe Top Option" oder "E-Plus Reisevorteil-Plus".
Attraktiv sind solche Tarife allerdings nur für Vieltelefonierer. So zahlen Verbraucher beim O2-Paket "My Europe Top Option" eine Gebühr von 39 Cent pro Minute für abgehende und null Cent für die ersten 100 Minuten eingehender Gespräche. Dafür berechnet der Anbieter aber 29 Cent pro SMS, also mehr als das Doppelte gegenüber den EU-Preisen. Solche Regelungen nehmen auch viele andere Anbieter vor. Empfehlenswert ist daher, sich genau zu überlegen, wie das Handy im Urlaub genutzt wird und einen Blick auf die Angebote der Provider zu werfen.

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