Blu-ray-Spieler für 5.000 Euro
Denon DVD A1D: Die neue Heimkino-Referenz?
Seit dem Sieg von Blu-ray über die HD-DVD sind die Preise für die Discs und die Player stetig gefallen. Ordentliche Blu-ray-Spieler sind heute schon ab 300 Euro erhältlich. Doch nicht alle sind auf dem Billig-Trip. Denons DVD A1UD beispielsweise kostet 4.999 Euro. Wer jetzt weiterliest, darf von einer kompromisslosen Home-Entertainment-Maschine für Musik und Video träumen, die nahezu alle Formate beherrscht und diese jeweils in bester Qualität wiedergibt. Sagt zumindest Denon. Hinter der unscheinbaren Bezeichnung DVD A1UD verbirgt sich laut Denon ein "Referenz Universal-Player für Blu-ray, SACD, DVD-Audio/Video und CD".
Der Anspruch auf den Referenz-Thron ist bei Denon durchaus ernst zu nehmen. Denn der Hersteller zählt zu den wenigen, die auch im Markt für kompromisslose Highend-Geräte ernsthaft mitmischen können.
SACD für MP3-Hasser
Denon bezeichnet den fast 19 Kilo schweren Boliden als den weltweit ersten universalen Blu-ray-Player. Der DVD A1UD spielt nämlich nicht nur Blu-ray-Filme im Heimkino ab, sondern versteht sich auch mit der hochauflösenden DVD-Audio, DVD-Video, CDs, CD-R/RW, DVD-Video, DVD-R, RW und der Super Audio CD (SACD). Letztere ist die Alternative für alle MP3-Hasser und Liebhaber audiophiler Musikwiedergabe, die sich aber keinen Vinyl-Plattenspieler kaufen wollen. Die SACD bietet höhere Auflösung und höheren Dynamikumfang als die CD. Auch die hochauflösenden HDCDs kann der Denon lesen. Daneben ist natürlich auch die Wiedergabe von MP3s möglich.
Die Denon-Ingenieure haben alles an elektronischen Patenten und Tricks in den Player gepackt, was der Verbesserung von Bild und Ton dienen könnte. So arbeitet der Player mit Dolby Pro Logic llx and DTS Neo:6. Insgesamt fünf D/A-Wandler (32-Bit/192 kHz) stehen für die 7.1-Kanal-Wiedergabe zur Verfügung. Das von Denon selbst entwickelte Advanced AL32 Processing soll den Klang weiter optimieren. Das Verfahren kommt als AL24-Processing auch bei den CD- und SACD-Spielern zum Einsatz.
Wenn es dann bei der Wiedergabe von Videos zur Sache geht, soll der Denon ebenfalls mit Technik glänzen, die das Optimum aus dem Digitalsignal holt: So soll Dual High Bit HD Video Processing das bestmögliche Signal an die zwei HDMI-Ausgänge schicken. Der Video-Equalizer arbeitet mit bewegungs- und rauschadaptiver Rauschunterdrückung sowie Gamma-Korrektur.
Das Laufwerk ist aus vibrationshemmendem Vollmetall. Auch das Gehäuse ist laut Hersteller extrem stabil verarbeitet, um störende Resonanzen oder Vibrationen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Für Bild-Puristen, die jede Manipulation am Bild ablehnen, gibt es einen Source-Direct-Modus. Diese Schaltung findet sich auch bei vielen klassischen Hifi-Verstärkern. Dabei werden die Klangregler wie Höhen, Tiefen und Balance ausgeschaltet. Das verkürzt den Signalweg und kann den Klang zumindest theoretisch nochmal um eine Spur verbessern.
Daneben sind die Denon-Entwickler aber durchaus pragmatisch gesinnt und haben dem Gerät einen SD-Kartenslot spendiert. Da kann man dann JPEG-Bilder ansehen oder Musikdateien in den Formaten MP3, AAC, WAV oder WMA abspielen.
Weitere technische Daten
- Denon Link 4th für jitterfreie Tonübertragung über HD A/V-Verstärker oder -Receivern
- Zwei HDMI 1.3a-Ausgänge (1080p24)
- Bitstream- oder 7.1 PCM-Ausgabe von Dolby Digital+, Dolby TrueHD, DTS-HD High Resolution Audio und DTS-HD Master Audio
- Analoger 7.1-Kanal-Ausgang inkl. vollständigem Bass-Management für alle Formate
- Unterstützte Formate: BD-R und BD-RE (BDMV), DVD+/-R/RW (Video, DivX, MP3, WMA, JPEG, AVCHD), CD-R/RW (DivX, AAC, MP3, WMA, WAV, JPEG), HDCD
- beleuchtete Fernbedienung
- Premium Silber oder Schwarz
Das Gerät kommt Anfang Juli in den Handel. Viel Zeit zum Sparen bleibt also nicht mehr. Wer es preislich etwas entspannter angehen will, könnte sich den DVD-3800BD für 2.000 Euro ansehen. Das Gerät beherrscht ebenfalls Blu-ray, kann aber keine SACDs abspielen. Technisch noch einfacher und preislich noch günstiger ist der DVD-1800BD für 700 Euro.
Alternativen von Pioneer, Sony und Co
Von Pioneer gibt es den Blu-ray-Spieler BDP-LX91. Für 2.399 Euro ebenfalls ein stolzes Gerät, das die Heimkino-Standards 7.1 Kanal, Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio Decodierung beherrscht.
Ein guter Einsteiger-Player ist Sonys BDP S 350 für 330 Euro. Der Sony wurde vom Fachmagazin Stereoplay in seiner Preisklasse mit dem "Gesamturteil überragend" bewertet.
Weitere Blu-Ray-Player sind von allen gängigen Herstellern aus dem Bereich Unterhaltungselektronik wie Onkyo, Philips, Samsung oder LG erhältlich. Zum Schluss ein Tipp für alle, die sich einen Blu-ray-Player, egal welcher Preisklasse zulegen wollen. Viele Geräte haben auf der Rückseite eine Luftkühlung. Da sollte man vor dem Kauf kurz checken, wie laut der Ventilator läuft. Ein surrender Ventilator kann im Heimkino besonders bei leisen Passagen ausgesprochen lästig werden.

Tja, nachdem Denon schon im DVD-Bereich gemäss eigener Erfahrung und durch zahlreiche Tests bestätigt vom wesentlich günstigeren Konkurrenten Oppo 983H (ca. 400 EUR) gezeigt bekommen hat, wo der Hammer hängt, wird...