Neue Geräte, neue Dienste

Mobile Computing: Intel und Nokia entwickeln eigene Mobil-Plattform

Intel und Nokia entwickeln eigene Mobil-Plattform Handys, Smartphones, Internet Tablets, Netbooks - der Markt für Mobilgeräte bietet inzwischen für jeden Anspruch einen eigenen Gerätetyp. Für Intel und Nokia ist das noch nicht genug. Sie wollen eine neue Klasse mobiler Internet-Geräte entwickeln und haben dazu eine langfristige Partnerschaft angekündigt. Gemeinsames Kennzeichen der Geräte: schneller Internetzugang und immer online.

Wie die Geräte konkret aussehen sollen, darüber gibt es bisher noch keine Angaben. In der Mitteilung heißt es nur, es solle eine neue Plattform "jenseits der heutigen Smartphones, Notebooks und Netbooks" geschaffen werden, die eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte, Software und mobile Internet-Services ermöglichen soll. Es geht also um deutlich mehr als nur um ein neues Nokia-Smartphone mit Intel-Prozessor.

Intel wird Hardware-Komponenten wie Atom-CPUs und Chipsätze einbringen, Nokias Beitrag könnte neben dem TK-Know-how auch in den Betriebssystemen Moblin und Maemo liegen. Moblin ist ein Open-Source-Projekt auf Linux-Basis, das in Zukunft Mobilgeräte aller Art steuern soll. Die Software ist optimiert auf Intels Atom-Chips. Die aktuellste Version ist v2.0 Beta. Maemo ist ebenfalls ein Linux-Betriebssystem, das etwa für Nokias N810 Internet Tablet verwendet wird. Die Software wurde von Nokia gemeinsam mit verschiedenen Open-Source-Partnern entwickelt. Als Browser könnte möglicherweise eine angepasste Version des Mozilla-Browsers verwendet werden. Außerdem wird Intel die HSPA/3G Modem-Technologie von Nokia lizenzieren.

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Konkurrenz der mobilen Betriebssysteme

Die Kooperation könnte auch Googles Android Marktanteile abnehmen, wenn es sich bis dahin noch nicht etabliert hat. Dann tummeln sich immer mehr Betriebssysteme auf dem Mobile Markt: Windows Mobile, Palms Web OS, Apples iPhone OS, Symbian, Googles Android, Maemo und Moblin.

Intel und Nokia schüren jetzt schon große Erwartungen. So sagt Nokias Kai Öistämö, (Executive Vice President, Devices): "Wir werden neue Ideen in Design, Material und Displays entwickeln, die weit über das hinausgehen, was es heute an Geräten und Diensten auf dem Markt gibt." Ob diese vollmundigen Versprechungen gehalten werden können, wird aber nicht zuletzt davon abhängen, ob die Intel-Entwickler aus dem kalifornischen Santa Clara und die Nokia-Entwickler aus dem finnischen Espoo miteinander klar kommen.

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