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23.07.2009
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Netzwelt-Wissen: RSS

Internet & Netzwelt

Netzwelt-Wissen: RSS

Internet-Portale und Weblogs veröffentlichen täglich eine wahre Nachrichtenflut. Wer die Übersicht behalten und gleichzeitig sichergehen will, keine Neuigkeiten zu verpassen, muss regelmäßig seine Lieblingswebseiten ansurfen. Dabei geht schnell viel Zeit verloren. RSS-Abonnements ersparen dem Anwender diese Arbeit.

Sogenannte "RSS-Feeds" oder "News-Feeds" stellen die moderne Form des Newsletters oder Nachrichten-Tickers dar. Inzwischen bieten viele Webseiten - dazu zählen Blogs genauso wie Nachrichtenportale - über RSS Zusammenfassungen ihrer aktuellen Inhalte an. Die Feeds enthalten üblicherweise nur Artikelüberschriften, Vorschaubilder und eine kurze Zusammenfassung des Artikeltexts.

RSS-Lesedienst: Google Reader

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Google Reader: Einer der zahlreichen RSS-Lesedienste im Internet

Im Gegensatz zu den meisten Webseiten kommen RSS-Feeds ohne Ballast wie Layout und Design-Elemente daher. Der Nutzer kann sich somit schnell einen Überblick über Änderungen auf einer Website verschaffen. Um RSS-Nachrichten zu empfangen, benötigt der Anwender lediglich ein entsprechendes Leseprogramm - diese Aufgabe übernehmen. Anschließend abonniert der Interessent die Feeds seiner Lieblings-Webseiten, die dann automatisch über das Leseprogramm angezeigt werden.

Inhalt

Hintergrund: Das RSS-Format

Technisch gesehen ist RSS ein XML-basiertes Dateiformat. Die Abkürzung stand ursprünglich für "Rich Site Summary", was auf Englisch etwa "Reichhaltige Seitenzusammenfassung" bedeutet. Seit der aktuellen Version 2.0 wird das Format jedoch als "Really Simple Syndication" - etwa "Wirklich einfache Verbreitung"- bezeichnet.

Die erste Version RSS 0.90 wurde 1999 von der damaligen Nachrichtenseite Netscape veröffentlicht. In den darauf folgenden Jahren entwickelten verschiedene Entwicklergruppen das Format bis zur aktuellen Version 2.0 weiter. Obwohl RSS 2.0 sich immer mehr als Standard durchsetzt, gerät das Format regelmäßig in die Kritik, da es nicht vollständig abwärtskompatibel zu früheren Versionen ist.

Die Alternativen: Atom und OPML

Im Jahr 2003 trat das ebenfalls auf XML-basierende Format Atom in Konkurrenz zu RSS. Obwohl sie für die selben Zwecke genutzt werden können, sind die beiden Formate nicht zu einander kompatibel. Ihre Entwickler möchten Atom als Nachfolger von RSS etablieren. Das Format soll die Vorteile der verschiedenen RSS-Versionen vereinen und mit neuen Funktionen kombinieren. Seit 2005 gilt das "Atom Syndication Format" als offizieller Internetstandard der Internet Engineering Task Force (IETF).

Auch die Outline Processor Markup Language (OPML) zählt zu den XML-Formaten. Ursprünglich von Radio UserLand entwickelt, wird das Format heutzutage auch als Alternative zu RSS und Atom eingesetzt. Im Gegensatz zu den Konkurrenzformaten kann OPML mehrere News-Feeds in einer einzigen Datei speichern. Damit eignet sich der Standard dazu, ganze Feed-Sammlungen zu sichern oder zwischen Leseprogrammen auszutauschen.

Praxis-Tipp: News-Feeds abonnieren

Die meisten modernen Browser signalisieren beim Besuch einer Webseite mit einem orangefarbenen RSS-Symbol, ob die Seite einen News-Feed anbietet. Steht ein Feed zur Verfügung, reicht es in der Regel, dass der Benutzer ihn mit einem Klick auf das Symbol abonniert. Alternativ kann er auch den Pfad zur RSS-Datei kopieren und in das Leseprogramm seiner Wahl einfügen.

Hat der Benutzer einen News-Feed abonniert, informiert ihn dieser über neue Beiträge auf der zugehörigen Internetseite. Die Feed-Technik basiert auf dem "Pull"-Prinzip. Das bedeutet, dass das RSS-Leseprogramm bei dem Server, der den Feed anbietet, "anklopft" um zu erfahren, ob neue Nachrichten zur Verfügung stehen. Ist das der Fall, schickt die Webseite die neuen Beiträge an den RSS-Reader. Die meisten Programme wickeln diese Abfragen in bestimmten zeitlichen Abständen automatisch ab. Der Anwender bemerkt dies lediglich daran, dass neue Nachrichten bei ihm eingehen.


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(Quelle: AGOF e.V. / internet facts 2009-III)
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