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Internetzzo: Die News-Highlights der Woche
Jeden Freitag zeigt netzwelt, was die Computerwelt während der Woche bewegt hat. Dieses Mal: kostenlose Antiviren-Software, Highend-Spielerechner, Computerdeutsch für Anfänger und natürlich Twitter.

Inhaltsverzeichnis
- 1Großer Vogel Freiheit
- 2Datenschutz bei Street View: Google gibt nach
- 3Computerdeutsch = Szenedeutsch
- 4Highend-Spielerechner im Wohnzimmer
- 5Antiviren-Software kostenlos
Großer Vogel Freiheit
Wer jemals geglaubt hat, Twitter sei ein sinnfreies Spielzeug für Web-2.0-Fans, der hat diese Woche dazu gelernt. Denn im Iran ging diese Woche nichts ohne Twitter. Die Oppositionsbewegung kommuniziert über diesen Dienst und verschickt Infos ins Ausland. Damit werden staatliche Zensurmaßnahmen umgangen. Twitter hat sogar Wartungsarbeiten verschoben, um die Twittergemeinde im Iran in den kritischen Tagen nicht zu behindern. Damit wird Twitter, aber auch andere Dienste wie Facebook oder Orkut, zu einem entscheidenden Faktor in der Auseinandersetzung um die Zukunft des Landes.
So entwickelt sich das zwitschernde Vögelchen aus dem Twitter-Logo zum Adler der Freiheit. Könnte man sagen, wenn es nicht so kitschig wäre. Und noch etwas haben wir diese Woche gelernt. Tausenden jungen Iranern ist es gelungen, mit technischen Tricks, die sonst nur Hackern zu Gebote stehen, die staatlichen Blockademaßnahmen zu umgehen. Das zeigt, dass digitales Know-how immer wichtiger wird, vor allem, wenn es darum geht, Bürgerrechte vor staatlicher Bevormundung zu schützen.
Datenschutz bei Street View: Google gibt nach
Im Streit zwischen Google und den Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar hat der Datenschützer einen wichtigen Sieg errungen. Nach einer Meldung des Datenschützers hat Google sich beim Projekt Street View bereit erklärt, die Abbildungen von "Person, Grundstücken oder Kfz-Kennzeichen" auf Wunsch schon in den Rohdaten unkenntlich zu machen. Bei Street View lässt Google Autos mit Kameras durch alle Straßen fahren und so Panorama-Ansichten der Straßen zu erzeugen.
Wer nicht damit einverstanden, dass er von einem Google-Auto zufällig abgelichtet wird, kann innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch gegen die Verwendung der Daten einlegen. Das Unternehmen muss dazu einen Link für Widersprüche im Internet einrichten. Caspar äußerte sich zufrieden mit dem gefundenen Kompromiss. Er hatte zuvor rechtliche Schritte angedroht, falls es zu keiner Einigung käme. Jetzt kann das Google-Projekt in Deutschland starten.
Links zum Thema
- Duden Szenesprachen
- Bit Defender
- Maingear Computers
- Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
