Zukünftiges Mac OS X könnte ungewöhnliche Steuerungsmöglichkeiten bieten
Motion Tracking: Apple patentiert Steuerung per Kopfbewegung
Macs könnten in Zukunft auch per Kopfbewegung gesteuert werden. Ein entsprechendes Patent hat Apple in den USA eingereicht. Die Methode basiert auf der "Motion Tracking" genannten Technik, bei der Objekte mit einer Videokamera gefilmt und die Bewegungen vom Computer verarbeitet werden. Beim Mac könnte dazu die in den meisten Geräten eingebaute "iSight"-Kamera verwendet werden.

Nach dem Konzept filmt sie die Bewegung des Kopfes oder eines anderen Objektes wie zum Beispiel einen Kugelschreiber. Eine Software rechnet die Bewegungen dann in einfache Eingabebefehle um. Die Motion-Tracking-Eingabe ist wohl nicht dazu gedacht, Maus und Tastatur zu ersetzen, sondern eher zu ergänzen. So könnte man möglicherweise komfortabler Fenster auswählen, zwischen verschiedenen Arbeitsflächen wechseln oder durch eine Webseite scrollen.
Neue Bedienungsfreiheit für 3D-Designer
Interessant ist diese Eingabemethode für Anwender, die dreidimensionale Objekte bearbeiten müssen (Computer Aided Design, CAD). Durch Kopfbewegungen könnte der Anwender das Objekt rotieren oder bewegen, sodass die Hände frei bleiben, um mit Maus und Tastatur das Objekt zu bearbeiten. Zudem stünden dem Benutzer zusätzliche Bewegungsachsen bei der Steuerung zur Verfügung.
Apple beschreibt in dem Patent auch die Möglichkeit, wie der Benutzer die Motion-Tracking-Eingabesteuerung konfigurieren kann. Im Bild der Webcam lässt sich eine Zielzone festlegen, die das Gesicht des Benutzers, ein Stift oder ein beliebiges anderes Objekt sein kann. Die Motion-Tracking-Software beachtet dann nur dieses einzelne Objekt.

Das 20-seitige Dokument wurde letzte Woche veröffentlicht. Apple hat das Patent bereits im Dezember 2007 eingereicht.

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