Mit TweetDeck auf dem PC, Mac oder iPhone durch die Twitter-Welt
Freeware der Woche: Twittern unterwegs und zu Hause
Um mit dem Micro-Blogging Dienst Twitter Nachrichten mit bis zu 140 Zeichen nicht nur mithilfe der Twitter-Webseite zu verschicken, gibt es bereits viele Programme für den PC und für einige Mobiltelefone wie das iPhone. Besonders leistungsstarke Twitter-Clients verwalten dabei mehrere Accounts gleichzeitig. Eine gute kostenlose Variante stellt netzwelt mit TweetDeck vor.
TweetDeck ist ein umfangreicher Twitter-Client für mehrere Accounts und läuft als Rich-Internet-Anwendung über Adobe AIR. Es ist somit für Windows, Mac OSX und Linux verfügbar. Kurz vor der Veröffentlichung des neuen iPhone OS 3.0 stellte der Hersteller nun auch eine Version für das iPhone vor.
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TweetDeck für den PC
Die Adobe AIR Anwendung präsentiert sich im schwarzen Gewand und einer übersichtlichen Spaltenansicht. Beim ersten Start des Programms zeigt TweetDeck nach dem Einloggen vier Spalten an. Sie enthalten Nachrichten aller Freunde, Antworten auf die eigenen Nachrichten und direkte Nachrichten. In der vierten Spalte schlägt das Programm besonders interessante Nachrichten vor.

TweetDeck läuft mit Adobe AIR unter Windows, Mac OSX und Linux.
Der Nutzer kann die einzelnen Spalten nach seinen Wünschen konfigurieren. So stehen zusätzliche Spalten für Favoriten, Gruppen oder die neuesten und populärsten Themen bereit. Der Videodienst 12seconds.tv, Finanzmarkt-Twitter stocktwits.com und sogar die Statusmeldungen von Facebook lassen sich ebenfalls nach entsprechender Anmeldung beim jeweiligen Dienst integrieren.
Das Senden eines Tweets, also einer Nachricht, ist sehr einfach und bietet einige Zusatzfunktionen. So kürzt das Programm gesendete Links mithilfe eines einstellbaren Kurz-URL-Dienstes. Fotos im JPG-, GIF- oder PNG-Format lassen sich über weitere Dienste hochladen. Über Google Translate übersetzt TweetDeck die eingegebenen Nachrichten in andere Sprachen.
Auch empfangene Beiträge übersetzt das Programm zügig. Fotos zeigt Tweetdeck im selben Fenster in Großansicht an. Die Nachrichten laden automatisch nach einer einstellbaren Zeit. Sollte das Programm einmal im Hintergrund laufen oder minimiert sein, wird der Nutzer auf neue Nachrichten in einem kleinen Fenster benachrichtigt.
Einmal schütteln, bitte
Auch die kürzlich erschienene iPhone-Variante zeigt sich ganz in Schwarz in einer mehrspaltigen Lösung. Die Spalten erreicht der Nutzer durch horizontales Scrollen, vergrößert werden sie mit einem Fingertip auf die entsprechende Spalte. Auch hier können weitere Spalten hinzugefügt werden, Zusatzdienste wie Facebook oder 12Seconds fallen dabei aber weg.

Neue Nachrichten erhält der Twitterer nicht automatisch. Hierfür schüttelt er einfach sein iPhone oder tippt auf "Refresh". Für die eigenen Nachrichten kann der Nutzer Bilder direkt von der Kamera oder aus der Bildergalerie auswählen und dazu auch die aktuelle Position mitsenden.
Da die iPhone-Variante des Twitter-Programms noch sehr neu ist, können noch einige Fehler auftreten. Einige Nutzer berichteten bereits von einigen Abstürzen des Programms sowohl auf iPhone OS 2.2.1 als auch auf dem neuen OS 3.0. Einen Quer-Modus gibt es nicht, allerdings ändern sich manchmal beim Drehen des iPhones die Schriftarten.
Da Twitter die Anzahl der Aktivitäten bei externen Programmen begrenzt, kann sowohl die Desktop- als auch die iPhone-Variante von TweetDeck in einer Stunde nicht mehr als 100 Aktivitäten ausführen. Dazu zählt das Empfangen und Senden von neuen Nachrichten und das Folgen neuer Freunde. Das Programm zeigt aber in beiden Versionen die verbleibenden Aktivitäten an.
TweetDeck ist ein leistungsfähigs Twitter-Programm in Verbindung mit Adobe AIR oder mit dem iPhone. Gerade da es kostenlos ist, hat TweetDeck das Potenzial, mit vergleichbaren Produkten zu konkurrieren.






