Revolution im Web?
Opera Unite: Der Browser als Server
Mit einem Marktanteil von unter einem Prozent zählt der Browser Opera nicht gerade zu den großen Playern auf dem Internetmarkt. An Selbstbewusstsein fehlt es dem Softwarehaus aus dem norwegischen Oslo aber dennoch nicht. Es sieht sich als kreativer Außenseiter, der die Browser-Welt immer wieder mit guten Ideen aufmischt. Beispielsweise Tabbed Browsing, das Opera schon 2000, also sechs Jahre vor dem Internet Explorer, eingeführt hatte.
Jetzt wollen die Norweger den Browser zum Server machen. Und damit gleich das Internet neu erfinden, wie es auf der Homepage heißt. Bei diesem Konzept können Nutzer beliebige Anwendungen innerhalb ihres Browsers integrieren und für andere Nutzer zur Verfügung stellen.
So könnte der Anwender ein Fotoalbum oder eine Musiksammlung über seinen Browser anbieten, um ein ganz einfaches Beispiel zu nennen. Der Anwender muss sich dazu nur eine spezielle Version von Opera 10 herunterladen, in der die Webserver-Funktion integriert ist. Außerdem ist ein Benutzeraccount bei Opera anzulegen. Dann erhält der Browser eine Adresse, die so aussieht: http://Rechnername.Benutzername.operunite.com/Fotos. Dann ist der Rechner aus dem Web heraus erreichbar. Das komplizierte Einrichten und Konfigurieren eines Servers entfällt.
Opera Unite
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Fotoalbum in Webbrowser. Mit Opera Unite können Anwender ihr persönliches Fotoalbum für andere zugänglich machen - auch ohne Facebook oder MySpace. (Bild: Opera)
Die Software ist für die gängigen Betriebssystem-Plattformen Windows, Mac OS X und Linux erhältlich. Einige Beispiel-Applikationen wie etwa einen Fotodienst, ein Chat-Forum namens "Lounge" oder einen Mediaplayer hat Opera schon vorproduziert.
Browser als Alternative zu sozialen Netzwerken
Damit wird aber auch schon die Zielrichtung des Konzepts deutlich. Opera soll zur Alternative zu sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook werden. Wozu den Browser als Server nutzen, wenn es diese sozialen Netzwerke schon gibt? Hier gibt Opera-Mitarbeiter Lawrence Eng eine interessante Begründung. Wer seine privaten Daten oder Fotos einem kommerziellen Netzwerk wie Facebook anvertraut, wird auch von diesem Anbieter abhängig. Wenn der seine Geschäftsbedingungen ändert- was Facebook vor kurzem versucht hat - oder bestimmte Features abschaltet, dann hat der Anwender das Nachsehen. Zudem muss man einem kommerziellen Anbieter seine privaten Daten anvertrauen.
Genau darin liegt das Potenzial von Opera Unite. Die Anwender behalten jederzeit die volle Kontrolle über ihre Daten, die auf der Festplatte ihres PCs liegen und vom Webbrowser bereitgestellt werden. Sie tauschen die Daten auch nur mit den Anwendern, denen sie ein Passwort für den Zugriff gegeben haben. Damit hätten die Anwender auch die Möglichkeit, sich zu kleinen sozialen Netzen zusammenzuschließen. So gesehen hat das Webserver-Konzept von Opera Unite tatsächlich einige wichtige Vorzüge gegenüber Facebook und Co. Lawrence Eng hofft darauf, dass Entwickler und Opera-Nutzer noch viele weitere Ideen für Anwendungen haben.
Ob der neueste Coup von Opera mehr ist als eine Operetten-Revolution, werden die nächsten Jahre zeigen. Spätestens, wenn Microsoft und Firefox ähnliche Features in ihren Browsern einbauen, werden die Entwickler wissen, dass sie wieder mal richtig lagen.

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