Wie vielversprechend ist Operas Versuch, das Web neu zu erfinden?
Ausprobiert: Der eigene Webserver mit Opera Unite
Der norwegische Browser-Hersteller Opera verspricht, mit einer neuen Funktion in seiner nächsten Browser-Version 10 das Web neu zu erfinden. "Opera Unite" heißt die Technik und verwandelt den Browser in einen Webserver. Der Benutzer kann damit Dateien wie Dokumente, Fotos und MP3-Musik anderen Personen direkt zur Verfügung stellen. Der Umweg über zentrale Server irgendwo im Internet entfällt. Wenn die Technik bei den Anwendern ankommt, könnte Opera mit steigenden Marktanteilen profitieren. Netzwelt hat sich Opera Unite genau angesehen und sich gefragt, ob Operas Hoffnungen begründet sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1Installation und Konfiguration
- 2Die verschiedenen Dienste
- 3Zusätzliche Dienste über den Online-Katalog
- 4Fazit
Installation und Konfiguration
Die Funktion Opera Unite ist erstmals in der aktuellen Beta-Version von Opera 10 enthalten (siehe Download-Link unter Links zum Artikel). Nach der Installation des Browsers ist Funktion standardmäßig noch deaktiviert. Um sie zu aktivieren und einzurichten, sind nur ein paar wenige einfache Arbeitsschritte nötig. Im Browserfenster finden Sie im Menü "Extras" das Untermenü "Opera Unity Server". Dort müssen Sie auf den Menüeintrag "Opera Unite aktivieren" klicken. Daraufhin öffnet sich ein Popup-Dialog, in dem Sie aufgefordert werden, ein Opera-Konto zu erstellen. Dieses ist notwendig, um einen eigenen Unite-basierten Webserver zu betreiben. Mehr als ein Benutzername, Passwort und eine E-Mail-Adresse werden aber nicht verlangt. Anschließend müssen Sie sich noch einen Computernamen überlegen. Zu beachten ist, dass Sie Änderungen an dem Webserver nur mit dem Opera-Browser in der Version 10 vornehmen können.
Opera Unite Installation
Im Browserfenster finden Sie im Menü "Extras" das Untermenü "Opera Unity Server". Dort müssen Sie auf den Menüeintrag "Opera Unite aktivieren" klicken.
Daraufhin öffnet sich ein Popup-Dialog, in dem Sie aufgefordert werden, ein Opera-Konto zu erstellen.
In dem Browserfenster wird nun die Website Ihres Servers angezeigt, wie er für andere Benutzer sichtbar ist. Um Veränderungen an Ihrer Server-Website vorzunehmen und Inhalte einzupflegen, hält Opera 10 auf der linken Seite eine Seitenleiste, Paneele genannt, bereit.
Andere Besucher können Ihren Webserver mit jedem beliebigen Browser aufrufen, hier mit Mozilla Firefox.
Andere Benutzer können Ihren Server unter der Webadresse "http://COMPUTERNAME.BENUTZERNAME.operaunite.com" erreichen. Das ist mit jedem gängigen Browser möglich. Nach einem Klick auf "Fertig" ist Ihr Webserver installiert und von überall erreichbar. Voraussetzung ist allerdings, dass der Computer, auf dem sich der Serverbrowser befindet, mit dem Internet verbunden ist. Wenn der Benutzer den Rechner vom Netz trennt oder ausschaltet, stehen die Seite und die dazugehörigen Dienste nicht mehr zur Verfügung.

Die Startseite des Opera-Unite-Servers. Änderungen sind nur in Opera 10 möglich.
In dem Browserfenster wird nun die Website Ihres Servers angezeigt, wie er für andere Benutzer sichtbar ist. Falls einzelne Grafiken noch nicht richtig dargestellt werden, müssen Sie möglicherweise im Menü Ansicht unter Bilder den Eintrag "Bilder zeigen" anklicken. Um Veränderungen an Ihrer Server-Website vorzunehmen und Inhalte einzupflegen, hält Opera 10 auf der linken Seite eine Seitenleiste, "Paneele" genannt, bereit. Dort befinden sich Konfigurations-Möglichkeiten für die verschiedenen Services von Opera Unite. Über das Feld "Hinzufügen" können Sie weitere Dienste installieren.
Die verschiedenen Dienste
Die Startseite Opera Unite bietet eine Übersicht über die verschiedenen Dienste. Außerdem kann der Serverbetreiber dort ein Bild sowie eine persönliche Nachricht an die Besucher platzieren. Der Dienst "File Sharing" bietet dem Betreiber die Möglichkeit, anderen Personen Dateien aller Art zur Verfügung zu stellen. Dabei können Sie bestimmen, ob die Daten allen Besuchern, nur Ihnen oder nach Eingabe eines Passworts verfügbar sind. Das gilt auch für alle anderen Dienste. Die Dateien müssen sich alle in demselben Ordner auf der Festplatte des Servercomputers befinden. Der Ordner kann aber beliebig viele Unterordner enthalten. Dies gilt nicht nur für Filesharing, sondern auch für jeden der anderen Dienste.

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Der Browser als Webserver? Von Google gekauft und jetzt Virenschreiber anziehend? Da steckt doch ein finsterer Plan hinter.