Voll Retro: Erste Kamera von Olympus nach Micro-Four-Thirds-Standard
Olympus E-P1: Kompaktkamera mit Wechselobjektiven
Digitalkamera
Mit seiner neuesten Digitalkamera E-P1 kehrt Olympus optisch in die Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts zurück. Technisch gesehen ist die kompakte Kamera aber auf der Höhe der Zeit. Sie ist das erste Gerät des japanischen Herstellers, das dem Micro-Four-Thirds-Standard entspricht. Dieser ermöglicht es, viele Eigenschaften von Spiegelreflexkameras auf kompakte Modelle zu übertragen. Olympus bietet zum Beispiel für die E-P1 Wechselobjektive an - für eine Kamera mit diesen geringen Abmessungen sehr ungewöhnlich.
Möglich wird die Verwendung von Wechselobjektiven an einer kompakten Digitalkamera durch den erwähnten Micro-Four-Thirds-Standard. Dieser verkleinert nicht nur den Anschluss für die Objektive, das so genannte Bajonett, sondern macht auch den bei Spiegelreflexkameras namengebenden Spiegel überflüssig. Dadurch sind kleinere Gehäuse bei ähnlichem Funktionsumfang und ähnlich großen Bildsensoren möglich.
Der Live-MOS-Sensor der Olympus E-P1 nimmt mit seiner Auflösung von 12,3 Megapixeln nicht nur Fotos, sondern auch Videos in HD-Qualität auf. Die Filme im AVI-Format mit 1.280 x 720 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde sind aber auf eine Länge von fünf Minuten begrenzt. Über den HDMI-Ausgang der Kamera können die bewegten und unbewegten Bilder direkt auf Flachbildfernseher übertragen werden. Auf den als Speichermedium dienenden SD- und SDHC-Karten legt die Olympus E-P1 neben Bildern im JPEG-Format und Videos im AVI-Format auch Fotos im unkomprimierten RAW-Format ab.
Olympus E-P1
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Zwei neu entwickelte Zuiko-Objektive von Olympus sind nur für den Gebrauch an der E-P1 oder noch zukünftig erscheinenden Micro-Four-Thirds-Kameras vorgesehen. Das eine Zuiko-Objektiv verfügt über eine variable Brennweite von 14 bis 42 Millimetern. Beim zweiten Zuiko-Pancake-Objektiv liegt die Brennweite fest bei 17 Millimetern. Dafür ist es mit einer Blendenöffnung von 1;2,8 lichtstärker. Mittels Adapterringen lassen sich alle Objektive mit Four-Thirds- und OM-Bajonett an der E-P1 benutzen.
Olympus baut in die E-P1 einen Bildstabilisator ein, der verwacklungsfreie Aufnahmen mit bis zu vier Lichtwert-Stufen weniger als normal üblich ermöglicht. Die Menüführung überarbeitete Olympus nach eigenen Angaben komplett, um die Bedienung so einfach wie möglich zu gestalten. Wie das historische Vorbild soll auch diese Kamera unter dem Seriennamen PEN so einfach wie ein Stift zu bedienen sein. Zwei Einstellräder sollen für eine einfache Handhabung sorgen. Als Standard-Sucher dient der drei Zoll große Bildschirm auf der Kamerarückseite.

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Olympus bietet die E-P1 auch in Weiß und mit optionalem Leder-Zubehör an.
(Klick vergrößert.)
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