Kuriositäten und Top-Meldungen, handverlesen
Internetzzo: Die News-Highlights der Woche
Jeden Freitag zeigt netzwelt, was die Computerwelt während der Woche bewegt hat. Die attraktivsten Produkte, die aufregendsten Meldungen und die skurrilsten Ereignisse finden Sie alle in diesem "Internetzzo".

Inhaltsverzeichnis
- 1Das einmillionste Wort: Web 2.0
- 2Internet-Sperren für Killerspiele?
- 3IBM bringt neue Version der Office-Suite Lotus Symphony
- 4Fujifilm: Digicam in Pink
- 5Neue Dockingstationen für den iPod
Das einmillionste Wort: Web 2.0
Am 10. Juni, genau um 10 Uhr 22, war es soweit. In diesem Moment hatte der Wortschatz der englischen Sprache die magische Marke von einer Million Wörtern erreicht. Das einmillionste Wort heißt "Web 2.0", verkündet die Organisation Global Language Monitor (GLM). Das Wort sei besonders in den letzten sechs Monaten vom rein technischen Fachjargon in die Allgemeinsprache eingeflossen. Wort Nummer 999 996 ist übrigens "Cloud Computing". Linguistik-Professoren und Sprachforscher halten diese Meldung eher für einen Publicity-Gag und kritisieren, die Zählung sei unwissenschaftlich. Laut GLM entsteht alle 98 Minuten ein neues, englisches Wort. Deshalb sei deren Zählmethode sehr wohl gerechtfertigt.
Internet-Sperren für Killerspiele?
Das leidige Thema Politiker und Killerspiele hat uns auch diese Woche wieder beschäftigt. Gerade hat die Innenministerkonferenz ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot für Killerspiele gefordert. Eine Maßnahme, die auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Strobl für "bedenkenswert" findet, wie er in dem Blog Abgeordnetenwatch erklärt, netzwelt berichtete. Strobl geht noch einen Schritt weiter und bringt sogar eine Sperrung von Internet-Seiten mit Killerspielen ins Gespräch. Wörtlich schreibt er im typisch verschachtelten Politiker-Deutsch: "In jedem Fall sollte aber meines Erachtens in der Debatte, welche Maßnahmen zur Gewaltprävention ergriffen werden, die von den Bundesministern von der Leyen und Schäuble vorgeschlagene Sperrung von kinderpornografischen Seiten im Internet mit Blick auf Killerspiele neu diskutiert werden."
Ginge es nach der Piratenpartei, dann hätte dieser Vorstoß keine Chance. Diese Partei tritt für mehr Freiheit im Internet, einen besseren Schutz der Privatsphäre, die Abschaffung der Patente und eine Reform des Urheberrechts ein. Bei der Wahl zum EU-Parlament am vergangenen Sonntag hat die Piratenpartei sogar einen Sitz erobert . In Schweden hatte die Partei beachtliche 7,4 Prozent der Stimmen bekommen, in Deutschland immerhin 0,9 Prozent. Hierzulande sind die Piraten vor allem in Universitätsstädten stark. Im Moment sammelt die Organisation noch Unterstützer für die kommende Bundestagswahl. Erst wenn genügend Stimmen beisammen sind, darf sich die Partei in die Wahllisten eintragen lassen.

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