Microsoft kündigt Windows 7 E ohne integierten Internet Explorer an
Microsoft: Windows 7 in Europa ohne Internet Explorer
Kurz vor der Entscheidung der EU-Kommission über kartellrechtliche Vorwürfe gegenüber Microsoft kündigt der Software-Konzern für das neue Betriebssystem Windows 7 eine europäische Version ohne integriertem Internet Explorer an. Bisher argumentierte Microsoft gegen die Vorwürfe, dass der Internet Explorer ein wesentlicher Bestandteil des Betriebssystems sei.
So soll das voraussichtlich im Oktober erscheinende Betriebssystem in Europa mit der Versionsbezeichnung Windows 7 E versehen werden. Laut Microsoft werde der hauseigene Browser sowohl Computerherstellern als auch den Nutzern separat in einem kostenlosen "IE8 Pack" angeboten. Außerdem soll der Internet Explorer auf CD sowie über FTP und Einzelhandel zur Verfügung stehen.
Verhaltene Reaktion der Kommission
Die EU-Wettbewerbshüter untersuchen nach einer Beschwerde des Konkurrenten Opera, ob Microsoft mit der Integration des Internet Explorers in Windows den freien Wettbewerb behindert. Es droht ein hohes Bußgeld und weitere Sanktionen. Brüssel verhängte gegen den Konzern schon mehrfach ein Bußgeld.
So musste Microsoft 2004 fast 500 Millionen Euro zahlen, da technische Einzelheiten zum Betriebssystem nicht offen lagen. Erst im Februar letzten Jahres handelte sich die Firma ein Rekordbußgeld von 899 Millionen Euro wegen der festen Integration des Windows Media Player ein.
Auf die Ankündigung, Windows 7 in Europa ohne Internet Explorer zu vertreiben, reagierte die EU-Kommission kritisch. Anstatt für mehr Wahlmöglichkeiten zu sorgen, habe sich Microsoft wohl für weniger entschieden, so die Kommission in einer Stellungnahme. Die Wettbewerbshüter schlugen vor, eine Auswahl an Browsern in Windows zu integrieren, damit sich die Nutzer individuell für ein Produkt entscheiden könnten.
Noch keine ausreichende Lösung
Die aktuelle Lösung ist zwar für die Konkurrenten wie Firefox, Opera, Chrome oder Safari schon ein Entgegenkommen, aber noch weit entfernt von einem zufriedenstellenden Ergebnis. Beim Neukauf eines Rechners entscheidet der Computerhersteller, welchen Browser er vorinstalliert. Kritische Stimmen behaupten, dass Microsoft Mittel und Wege finden wird, die PC-Hersteller zu überzeugen, dass es besser sei, den Internet Explorer zu installieren.
Beim Update auf Windows 7 E oder einer Neuinstallation könnte es zudem trotzdem schwer werden, einen anderen Browser zu installieren. Mit dem auf der OEM-Version befindlichem "IE8 Pack" sollte die Installation des Internet Explorers zwar leicht realisierbar sein. Ohne einen vorinstallierten Browser ist es aber nur schwer möglich, ein Konkurrenzprodukt herunterzuladen und zu installieren.

Die Dauerfehde zwischen der EU und Microsoft geht in die nächste Runde. Das US-Unternehmen habe seine marktbeherrschende Position ausgenutzt, um Hersteller von anderen Browsern als dem Internet Explorer zu behindern.
Microsoft hat sich dem Druck der EU-Kommission gebeugt: In Zukunft will das Redmonder Unternehmen allen Nutzern der Microsoft-Windows-Betriebssysteme die einfache Installation aller gängigen Browser gestatten.
Nachdem Microsoft kürzlich Windows 7 als "Family Pack" mit einer Dreiplatz-Lizenz in den USA und Kanada angekündigt hatte, weitet der Konzern das Angebot nun auch auf große Teile von Europa aus. Das "Family Pack" erscheint zeitgleich zu den anderen Windows 7-Versionen am 22. Oktober 2009.
Der Streit um den Internet Explorer zwischen Microsoft und der Wettbewerbskommission der EU hat ein Ende. In Zukunft können Windows-Nutzer auch alternative Browser über ein Auswahlfenster in Windows installieren. Von großer Bedeutung für den Markt ist die Einigung nicht. Denn der einst übermächtige Microsoft-Browser hat in den letzten Jahren massiv Marktanteile verloren.
Entsprechend der Vereinbarung zwischen dem Softwarekonzern Microsoft und der Europäischen Kommission vom Dezember 2009 können sich Windows-Nutzer in 32 europäischen Ländern in Kürze über einen neuen Auswahlmechanismus für einen Internetbrowser ihrer Wahl entscheiden.
Europäische Nutzer verwenden erstmals den Firefox häufiger als den Internet Explorer. Ganz knapp kann Mozilla Microsoft überholen. Google Chrome wächst außerdem weiterhin stark an.





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insgesamt 8 BeiträgeHi, Hier habe ich mal ein paar Punkte entdeckt, die das Vorgehen gut erläutern: Antwort:BrowsersinddieTorezudenCash-Cows | EUvs.Microsoft:Windows7inEuropaoh... | News-Foren Und wie man...
Deswegen wird man bei der Installation von Windows 7 viele Anwendungen abwählen können. Ich glaube jedoch kaum, dass das was an der Monopolstellung von Microsoft ändern wird. Dass die Behörden hier dem...
Ehe man meckert, etwas mehr nachdenken ! Das $$Soft hier in Europa nach Meinung mancher gegängelt wird liegt in der Vergangenheit. :confused: Hätte man $$soft nicht auf die Finger gehauen,...
Leider ist das aber so, weil einige Firmen es nicht gebacken kriegen, ihre Produkte gut zu vermarkten. Mir ist es eigentlich egal, ob ein IE, oder ein WMP drauf ist, denn ich muss ihn ja nicht unbedingt nutzen. ...
Die ganze Situation ist doch absurd. Was soll Microsoft denn noch entfernen? Für jede Art von Software gibt es alternativen. Explorer, Texteditor, Kalender usw. Am besten liefert Microsoft nur noch den Kernel, dann...