Mac OS X Snow Leopard: Das kann das neue Betriebssystem (Update)

Neue Funktionen

Nach dem iPhone enthält nun auch Snow Leopard erstmals Unterstützung für Microsoft Exchange Server. Anwender von Mail, Adressbuch und iCal können mit der Groupware- und Nachrichtenlösung für Unternehmen E-Mails synchronisieren, Kalender abonieren und Kontakte in globalen Adresslisten verwalten. Eine Installation wie unter Windows ist in Snow Leopard nicht notwendig. Die Eingabe eines Benutzernamens und Passworts genügen.

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QuickTime X wurde umfangreich überarbeitet. Der Mediaplayer erhält eine komplett neue Oberfläche, die kaum noch an die Vorgängerversion erinnert. Die Bedienelemente sind aus dem Programmfenster verschwunden und erscheinen nur noch, wenn man die Maus über das Video bewegt. Sogar einfache Videobearbeitungs-Funktionen sind an Bord. Eine kostenpflichtige Pro-Version ist dazu nicht mehr notwendig. Videos werden hardwarebeschleunigt wiedergegeben.

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QuickTime X: Die Steuerungsbuttons wurden aus dem Programmfenster entfernt. Videoschnitt ist auch ohne iMovie möglich. (Quelle: Apple)

Das Dock in Snow Leopard enthält eine Anbindung an die Exposé-Funktion. Mit einem Klick auf ein Programm-Symbol werden alle Fenster des entsprechenden Programms nebeneinander angezeigt. Auch die Stacks wurden verbessert. Der Benutzer kann innerhalb eines Stacks scrollen und den Ordner wechseln. Video und PDF-Dokumente können auch in ihrem eigenen Finder-Icon abgespielt beziehungsweise durchgeblättert werden.

Mehr Bedienungshilfen für Blinde

Mac OS X Snow Leopard kommt von Haus aus mit Unterstützung für Braille-Zeilen, einem Schriftsystem für Sehbehinderte. In dem Betriebssystem sind Treiber für über 40 Modelle von Blindenschriftanzeigen enthalten. Eine zusätzliche Software muss dafür nicht mehr installiert werden. Die VoiceOver-Technik enthält eine neue Funktion. Diese ermöglicht, den Rechner mit Fingerbewegungen auf dem Multitouch-Trackpad eines MacBooks zu steuern. Die Fläche des Trackpads stellt ein Programmfenster dar. Wenn man mit dem Finger über ein Objekt fährt, ließt die VoiceOver-Funktion den Inhalt vor.

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Mehr Kompfort für Blinde: Snow Leopard enthält Treiber für Braille-Lesegeräte. (Quelle: Apple)

Snow Leopard für Server

Neben dem Desktopbetriebssystem erneuert Apple auch das eigene Betriebssystem für Server. Mac OS X Server Snow Leopard bietet dieselben Optimierungen und Neuerungen. Zudem enthält es neue Versionen des Podcast Producers, des iCal Servers und des Wiki Servers. Der neue Mobile Access Server ermöglicht eine gesicherte Verbindung zwischen Macs und iPhones herzustellen. Mit dem Address Book Server können gemeinsame Adressbücher verwaltet und zur Verfügung gestellt werden.

Mac OS X Server Snow Leopard ist ebenfalls ab September 2009 verfügbar, kostet 499 Dollar und enthält unbegrenzt viele Client-Lizenzen. Eine Vorabversion ist bereits erhältlich.

Update vom 25. August: Snow Leopard kommt am 28. August

Am gestrigen Montag, dem 24. August, gab Apple den Auslieferungstermin für das neue Betriebssystem Mac OSX 10.6 "Snow Leopard" bekannt. Die neue Version kann ab sofort im Apple Store vorbestellt werden, das Betriebssystem wird ab dem 28. August ausgeliefert. Snow Leopard läuft nur noch auf Macs mit einem Intel-Prozessor.

Für Besitzer der Vorgängerversion "Leopard" steht die Einzelplatz-Lizenz von Snow Leopard für 29 Euro bereit. Für 49 Euro verkauft Apple eine Familien-Lizenz für bis zu fünf Arbeitsplätze, ebenfalls als Upgrade für Leopard-Nutzer. Wer ab dem 8. Juni 2009 einen Mac gekauft hat, kann das mitgelieferte Mac OSX zudem über das Up-to-Date-Programm für 8,95 Euro aktualisieren.

Nutzer einer älteren Version des Betriebssystems müssen auf das "Mac Box Set" zurückgreifen, das neben Snow Leopard auch die Multimedia-Suite "iLife" und das Office-Paket "iWork" enthält. Das Mac Box Set ist für 169 Euro als Einzelplatz-Lizenz und für 229 Euro als Familien-Lizenz erhältlich. Die Server-Variante von Snow Leopard kostet 499 Euro und kann auf beliebig vielen Rechnern installiert werden.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.

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