Bedenkliche Inhalte und Chats mit einem Knopfdruck melden

Web-Patrol: Kripo stellt Notrufsäule für Internet vor

Web-Patrol: Kripo stellt Notrufsäule für Internet vor Der Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat ein Konzept für eine Art Notrufsäule im Internet vorgestellt. Das Konzept der Organisation von Kripo-Beamten in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention mit dem Namen "Web-Patrol" ist die erste Umsetzung einer Forderung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einem 110-Notruf für das Internet.

"Wir haben Familienministerin von der Leyen ein schlüssiges und technisch ausgereiftes Sicherheitskonzept für das Netz auf den Tisch gelegt", sagte BDK-Chef Klaus Jansen der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Bei Web-Patrol handelt es sich um ein Programm zur Installation auf dem Computer, das parallel zum Browser läuft. Stößt der Computernutzer beim Surfen im Internet auf "suspekte Inhalte" wie zum Beispiel Kinderpornografie, Chatinhalte mit Ankündigungen von Suiziden oder Amokläufen sowie verbale oder sexuelle Belästigungen kann er diese durch einen Klick auf einen Button melden.

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Automatische Meldung von Internetseiten auf Knopfdruck

Das Programm fertigt einen Screenshot an und sendet eine automatisch generierte Meldung an eine Art Notrufzentrale. Der BDK spricht von einer "Clearing-Stelle". Dort sollte im Idealfall ein Team aus Kriminalisten, Psychologen und Soziologen rund um die Uhr die eingehenden Meldungen überprüfen und wenn nötig weitere Schritte einleiten.

Das Programm, das bei den Datenschutzbehörden sowie den Bundesministerien für Familien und Verbraucherschutz abrufbar sein soll, will der BDK mit einem Web-Portal flankieren. Über dieses sollen "Angebote zu Fragen der Sicherheit sowie des Verhaltens im Internet auffindbar gemacht werden". Zudem soll über das Portal eine direkte Kontaktaufnahme mit der "Clearing-Stelle" möglich sein.

Einführung vor der Bundestagswahl gefordert

Das Konzept von Web-Patrol sei laut BDK-Chef Jansen sofort umsetzbar. Er sieht jetzt die Bundesregierung am Zug. "Angesichts dramatisch wachsender Kriminalität im Internet muss das Modell noch vor der Bundestagswahl umgesetzt werden", forderte Jansen, der Web-Patrol am heutigen Dienstag beim Präventionstag in Hannover ausführlich vorstellte.

Unterstützung bei der Entwicklung von Web-Patrol erhält der BDK unter anderem vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme - Abteilung NetMedia, der Deutsche Hochschule der Polizei, T–Systems, dem TÜV Rheinland, Microsoft und vielen mehr.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 9 Beiträge

So neu ist die Idee gar nicht. Mitte der neunziger Jahren war ich bei AOL. Dort gab es ein Icon der "Lotse" hieß. Ob man nun verbotene Seiten, oder im Chat belästigt wurde...einfach ein klick auf den "Lotsen" Icon...

Zitat: schulligung striz, aber man muss doch Zwangsläufig auf solche Gedanken kommen, wenn es denn heisst, das du ein Programm vom BKA oder so auf deinem Rechen installieren kannst. Bei manchem...

schulligung striz, aber man muss doch Zwangsläufig auf solche Gedanken kommen, wenn es denn heisst, das du ein Programm vom BKA oder so auf deinem Rechen installieren kannst. Bei manchem Anbieter von Software bin ich...

Wieso hält sich jeder für so Wichtig und denkt, dass der Staat Interesse an seinen privaten Daten hat? Gruß striz

Warum zum Teufel gibts keine Notrufsäule gegen solche Politiker(innen). Dieses Tools unterstützt einzig und allein nur das Denuziantentum. Sie machen aus dem Internet einen ähnlichen Ort wie wir ihn in der...

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