HTML 5, CSS3 und Co. machen zusätzliche Plugins überflüssig
Webstandards: Was in einem Web ohne Flash möglich ist
Wer heute durchs World Wide Web surft, kommt daran kaum noch vorbei: Adobe Flash ist von einem Großteil der Websites nicht mehr wegzudenken. War es anfangs nur ein vektorbasiertes Animationsformat, hat sich Flash über die Jahre zu einem Universalformat für multimediale Inhalte aller Art gewandelt. Videos auf YouTube, Werbebanner in Online-Magazinen, Navigationsmenüs und sogar komplette Websites sind heute Flash-basiert. Webdesignern bietet das zwar nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bei der Gestaltung. Ohne den Flash-Player von Adobe sieht der Benutzer davon aber nichts. Besitzer des iPhones beispielsweise schauen mangels Flash-Player bei vielen Videosseiten in die Röhre.

Inhaltsverzeichnis
- 1Audio- und Videotags: YouTube & Co. ohne Browserplugin
- 2Canvas: Bitmap-Leinwand für Vektorgrafiken
- 3Geolocation: Positionsbestimmung mit GPS und WLAN
- 4Auslagerung: Offline-Anwendungen und Hintergrundprozesse
- 5Multi Column Layout: Webseiten im Zeitungslayout
- 6Microsoft bremst den Fortschritt
- 7Fazit
Mit HTML 5 und CSS3 stehen jetzt zwei Entwicklungen in den Startlöchern, die das standardbasierte Webdesign auf eine neue Stufe heben sollen. Die Hypertext Markup Language, kurz HTML, ist eine Auszeichnungssprache, die genutzt wird, um Inhalte wie Texte, Bilder oder Hyperlinks zu strukturieren. Cascading Style Sheets (CSS) dagegen legt fest, wie die Inhalte dargestellt werden sollen. Apples neuer Browser Safari 4 und die Preview von Firefox 3.5 unterstützen die meisten Elemente von HTML 5 und CSS3 bereits. Netzwelt hat sich einige davon angesehen.
Audio- und Videotags: YouTube & Co. ohne Browserplugin
Google hat kürzlich sein Videoportal YouTube in einer HTML-5-Version vorgestellt. Dabei handelt es sich bisher zwar nur um eine winzige Technikdemo, die nur sehr eingeschränkt funktioniert. Der Besucher kann sich dort aber davon überzeugen, dass ein Videoportal auch ohne Flash auskommen kann. Der Videoplayer sieht aus wie bisher, ist aber mit Hilfe standardkonformer Webtechniken wie HTML und JavaScript realisiert. Vorschaubilder anderer Videos am Seitenrand werden in einer kleinen Preview abgespielt, wenn der Besucher mit der Maus darüber fährt. (Demo: YouTube in HTML5, Voraussetzung: Safari 4 oder Google Chrome 3)
Möglich machen das die neuen Audio- und Videotag des HTML-5-Standards. Videos und Töne können damit genau wie heute Bilder ohne Umwege einfach in eine Website eingefügt werden. Wenn der Webbrowser das Medienformat unterstützt, kann er die Inhalte ohne Plugin direkt wiedergeben.
Ende März hat auch die Videoplattform Dailymotion eine Flash-bereinigte Version als "Pre Beta" gestartet. Sie kann bisher allerdings nur von Besuchern mit der Beta oder Preview von Firefox 3.5 genutzt werden. Außerdem zeigt Dailymotion auf einer Technikdemo-Seite, welche Möglichkeiten die HTML-5-Videofunktion bietet. Das Videofenster kann mit einem Rahmen versehen und schräg abgespielt werden. Ein Blur-Modus zeichnet das Bild weich, ein Rotfilter färbt das es rot. (Demo: siehe Links zum Artikel)
In Verbindung mit dem freiem Vektorformat "Scalable Vector Graphics" (SVG) ist sogar noch mehr möglich: Eine Demoseite demonstriert, wie damit Videos frei vom Betrachter frei skaliert, rotiert und im Browserfenster hin- und hergeschoben werden können. Wenn der Benutzer zwei Videos übereinander schiebt, erscheint das vordere sogar transparent. Die Seite ist ebenfalls bisher nur zu Firefox 3.5 kompatibel. (Demo: Video in SVG)

Sinn macht diese Technik allerdings nur, wenn nahezu alle Browserhersteller dieselben Medienformate unterstützen. Zur Zeit gibt es darum noch einen Streit zwischen den Größen der Webbranche. YouTube nutzt die ISO-genormten Formate MPEG-4 AVC (H.264) und AAC. Abspielen können diese aber nur Apples Safari und Googles Chrome. Die Konkurrenten Mozilla Firefox und Opera unterstützen bisher ausschließlich die freien Formate Ogg Vorbis und Ogg Theora, da hierfür keine Lizenzkosten anfallen. Wikipedia stellt schon seit längerer Zeit sämtliche Audio- und Videodateien auch in den Ogg-Formaten bereit. Microsofts aktueller Internet Explorer 8 unterstützt die HTML-5-Videofunktion bisher überhaupt nicht.

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ne was is dann html herr seamus ein fischkopf der sich von selbst generiert ? programmieren hat ja bekanntlich etwas mit zeilen basiertem code zu tun ist html nicht auch ein source code ? nun ja das mit der...
Herr Vandersee, HTML wird nicht programmiert. Vielleicht sollten Sie erst mal Ihre Begriffe klarkriegen, ehe Sie sich äußern. Und das sind keine Spielereien, für alles gibt es sinnvolle Einsatzzwecke.
Das ganze HTML5, Ajax oder Flash Gedöns ist überflüssig wie ein Kropf. Wirklich gute in HTML programmierte Seiten kommen auch ohne diese unsinnigen ressourcenfressenden Spielereien aus
Wie kommt's dass das iPhone Youtube unterstützt, aber sonst kein Flash darstellen kann?
Schöne Fleißarbeit. Trotz Schreibfehler ist der Text interessant und informiert, ohne langweilig zu sein. "Webstandards" ist tatsächlich ein Trendthema.