Neue Funktionen für Apples iPhone
Neue Hard- und Software: Apple Entwicklerkonferenz in San Francisco
Dass Apples Entwicklerkonferenz WWDC (8.-12. Juni, San Francisco) mit Spannung erwartet und im Vorfeld von Gerüchten begleitet wird, ist nichts Neues. Doch dieses Jahr kommt ein besonderes Spannungsmoment hinzu. Mit dem Smartphone Palm Pre , das gerade in den USA in den Handel gekommen ist, hat das iPhone zum ersten Mal einen ernstzunehmenden Konkurrenten.

Der Palm Pre mit dem neuen Betriebssystem WebOS und dem Touchscreen sieht nicht nur gut aus, er hat auch in ersten Tests gut abgeschnitten und wird schon als potenzieller iPhone-Killer gehandelt. Apple steht also unter einen gewissen Druck, attraktive Neuerungen für das iPhone anzukündigen. Vermutlich wird das neue Betriebssystem iPhone OS 3.0 eine ganze Reihe neuer Features bringen.
Doch unter Apple-Fans kursieren auch bei der Hardware einige Spekulationen. Die erste Spekulation bezieht sich auf ein abgespecktes, billigeres iPhone. Selbst Analysten von Morgan Stanley halten das für durchaus plausibel. Am Ende könnte ein Gerät zwischen 200 und 350 Euro herauskommen.
Die zweite Spekulation zielt in die entgegengesetzte Richtung: ein noch stärkeres iPhone. Mit noch mehr Speicherkapazität und Videoaufnahme-Funktion. Wahrscheinlich ist zumindest, dass Apple eine 32-Gigabyte-Variante des iPhone 3G ankündigen wird. Angeblich planen die Apple-Entwickler auch ein integriertes Magnetometer, das als digitaler Kompass dient. Sicher kein Kernfeature des neuen iPhones.
Kurzauftritt von Steve Jobs?
Am aufgeregtesten wird die Frage diskutiert, ob Steve Jobs die Gelegenheit für einen Auftritt auf der Entwicklerkonferenz nutzen wird. Der Apple-CEO hatte sich für einige Monate krankheitsbedingt zurückgezogen und damit Befürchtungen erzeugt, er könne in Zukunft für Apple ganz ausfallen. Doch inzwischen hat er seine Rückkehr zum Tagesgeschäft für Ende Juni angekündigt. Ein vorzeitiger, wenn auch noch so kurzer Auftritt würde dem Unternehmen ein gewaltiges Medienecho bescheren. Wahrscheinlich würden sogar der Apple-Aktien kurzfristig steigen. Fraglich ist allerdings, ob sich der Apple-CEO auf einen derartigen Publicity-Stunt einlassen wird, wenn er selbst nichts zu berichten hat.

Die Fakten über Apples WWDC
Bei all den Gerüchten hält man sich am besten erst mal an die Fakten, die Apple in einer Meldung schon vor Wochen verkündet hat. Die Keynote wird Apples Vice President für das Produktmarketing Philip Schiller halten.
Für die über 1.000 Entwickler, die sich in San Francisco angemeldet haben, wird es über 100 Technik-Sessions geben, mit Informationen über das neue iPhone-Betriebssystem 3.0 und Mac-OS-X Snow Leopard. Entwickler bekommen ein Developer Release. Ihr Feedback wird dann in die Arbeit an der endgültigen Version einfließen. Die Technik-Sessions zu iPhone OS 3.0 sollen Entwicklern helfen, das Software Developer Kit (SDK) für das iPhone OS 3.0 besser zu nutzen. Dafür sind laut Apple mehr als 1.000 neue APIs erhältlich. Bisher haben weltweit 50.000 Entwickler Zugang zum iPhone-SDK erhalten.
Gerade in der Konkurrenz zum Palm Pre könnte Apple hier einen wichtigen Vorteil ausspielen. Während es für das neue WebOS des Palm Pre bisher nur eine Handvoll Anwendungen gibt, zählt der Apple-Store circa 25.000 Anwendungen für das iPhone. Sobald es weitere News von der Apple-Konferenz gibt, wird die netzwelt-Redaktion darüber berichten.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Palm Pre. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Palm Pre. Zusätzlich haben wir ein Special zu Apple iPhone vorbereitet.
