"Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt"
Gaming: Innenminister wollen Gewalt in Computerspielen verbieten
Auf ihrer Frühjahrskonferenz in Bremerhaven haben die Innenminister der 16 Bundesländer sowie Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einen weitreichenden Beschluss gegen so genannte Killerspiele gefasst. Sie fordern, "ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen".
Nach Meinung der Minister und Senatoren aus CDU, CSU, SPD und FDP sollten Computerspiele, in denen wirklichkeitsnahes Töten wesentlicher Teil der Handlung ist, verboten werden. Außerdem solle das Verbot auch gelten, wenn "andere grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen" zum Inhalt eines Spiels gehören. Ihnen reicht das vor etwas mehr als einem Jahr beschlossene Verbot "gewaltbeherrschter" Computerspiele nicht mehr aus.
Computerspiele als Trainingslager für Gewalttäter und Amokläufer
Gegenüber Welt Online sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU), dass durch Killerspiele die Hemmschwelle zur Gewalt sinke. "Amokläufer haben sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt." Schünemann forderte den Bundestag auf, noch vor der Bundestagswahl im September ein Verbot zu ermöglichen. Ein entsprechenden Gesetzentwurf wollen die Teilnehmer der Innenministerkonferenz möglichst schnell ins Parlament einbringen.
Das jetzt geforderte Verbot betrachten die Innenpolitiker als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden am 11. März diesen Jahres, in dessen Folge bereits E-Sport-Veranstaltungen verboten wurden und minderjährige Testkäufer Spiele für Erwachsene kaufen sollten. Der 17-jährige Amokläufer hätte in seiner Freizeit viele Stunden mit so genannten Killerspielen verbracht. Am Abend, bevor er 15 Menschen erschoss, habe er zwei Stunden lang das Spiel "Far Cry 2" gespielt.
Bundesweites Waffenregister, strengere Kontrolle und Amnestie
Als weitere Konsequenz aus dem Amoklauf in Baden-Württemberg sprachen sich die Innenminister nach zweitägigen Beratungen dafür aus, dass Bund und Länder bis Ende 2012 ein bundesweites Waffenregister einrichten. Das Bundeskabinett hatte bereits Ende Mai strengere Kontrollen für Waffenbesitzer, eine höhere Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen und eine Amnestieregelung für illegalen Waffenbesitz beschlossen.

Die niedersächsische Sozialministerin will Jugendliche vor der Sucht nach Computerspielen schützen. Neben einer Anhebung der Altersfreigabe für Online-Rollenspiele fordert sie Testkäufe, wie es sie schon für Alkohol gibt.
Seit dem Amoklauf von Winnenden ist die Debatte um so genannte "Killerspiele" neu entfacht. In den letzten Tagen häuften sich Forderungen von Politikern von CDU und CSU nach mehr Kontrollen und strengeren Verboten.
Mit einer Onlinepetition auf der Website des Deutschen Bundestages versuchen Computerspieler, das geplante "Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Action-Computerspielen" zu verhindern. Der Initiator Peter Schleußer bittet den Bundestag außerdem, den nach seiner Meinung irreführenden und diskriminierenden Begriff "Killerspiele" aus der politischen Diskussion zu nehmen". Die Petition hat einen Ansturm auf die Website des Deutschen Bundestags ausgelöst.
Die Innenminister der Länder planen verstärkte Maßnahmen gegen Internetkriminalität. Diese wollen sie beim Treffen am 27. und 28. Mai in Hamburg beschließen.
In letzter Zeit kam es vermehrt zu Ausschreitungen bei so genannten Facebook-Partys. Während einige Innenminister deshalb ein Verbot von Masseneinladungen zu solchen Veranstaltungen fordern, sprach sich NRW-Innenminister Jäger gegen ein grundsätzliches Verbot aus.





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insgesamt 32 BeiträgeIn der Sendung "neues" auf 3sat gab es gestern wieder so einige interessante Berichte; mit großem Interesse habe ich den Beitrag "Parlamentarier spielen" verfolgt. Es sah so ein klein wenig danach aus, als...
Habe gerade in den Nachrichten etwas gehört was ich kaum glauben konnte.:eek: Nun habe ich einen Bericht im Internet darüber gefunden. Zitat: Diebstahl 100 km von...
Also, in den Moderations-Codex würd ich zu gern mal einsehen, sofern er schriftlich vorliegt. Vielleicht wäre das ja auch was für unsere Moderatoren hier?? Nur zurücklehnen und auf Knöpfken von...
Da kannste mal sehen, wie diese da oben einen abbügeln, nur weil mal ne vernünftige Gegenfrage kommt. Wenn es danach ginge, müssten noch ganz andere Sachen verboten werden.
Zitat: Tja, was soll ich sagen... Wir müssen Ihnen allerdings mitteilen, dass wir Ihre Nachricht in der uns vorliegenden Version nicht freischalten, da sie gegen den Moderations-Codex...