Internetzzo: Die News-Highlights der Woche
E-Paper von HP und LG
Das Thema E-Paper geistert schon seit Jahren durch die Branche. Marktreife Produkte sind noch nicht in Sicht. Jetzt probiert es LG. Der südkoreanische IT-Gigant ist in Deutschland vor allem durch Handys, Notebooks und Displays bekannt, produziert aber auch Hausgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Auf der Display-Messe SID 2009 im texanischen San Antonio stellte LG ein flexibles Display mit 11,5 Zoll vor. Experten spekulieren, das E-Paper könnte für die nächste Generation der E-Books wie beispielsweise Amazons Kindle verwendet werden. Auch HP war da und hat ein flexibles Display namens eSkin gezeigt. Farb-Displays sind derzeit noch nicht möglich.
Google fährt in die Image-Falle
Eines muss man Google lassen. Der Suchmaschinen-Gigant ist redlich bemüht, sich unbeliebt zu machen. Seit einiger Zeit schon lässt Google Autos mit auf dem Dach montierten Kameras durch die Straßen fahren und fotografieren. Cool für die Nutzer von Google Maps, die im Modus Street View so ganze Straßenzüge im Panoramablick haben. Weniger cool ist das für die betroffenen Anwohner , die fürchten müssen, dass auch ihr Haus demnächst weltweit im Internet zu besichtigen sein wird. Doch trotz Protesten, zum Beispiel in England, Griechenland oder Deutschland, macht Google munter weiter.
Allerdings haben die US-Manager möglicherweise das Durchhaltevermögen der deutschen Datenschützer unterschätzt. Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, versucht gegen die Foto-Touren von Google Maps vorzugehen und hat am 3. Juni eine Videokonferenz mit den deutschen Vertretern von Google abgehalten.
Er fordert, dass Gesichter und Kennzeichen von vornherein bei den Rohdaten unkenntlich gemacht werden sollen. Google will sich darauf beschränken, diese später durch Verpixelung unkenntlich zu machen. Jetzt droht Professor Caspar mit rechtlichen Schritten. Darauf verzichten will er nur, falls die Suchmaschinen-Manager "die Löschung von Rohdaten zusagen, gegen deren Erhebung Widersprüche Betroffener vorliegen und darüber hinaus die Datensicherheit für die verbleibenden Rohdaten dokumentieren". Der Jurist Caspar hatte sein Amt als Datenschützer erst Anfang Mai angetreten - und nimmt seinen Job offenbar sehr ernst.
Anonym mit Skull Candy
Vielleicht ist das ja die Lösung für das Problem mit den fotografierenden Google-Autos und die allgegenwärtigen Überwachungskameras in den Großstädten. Man benützt einfach die Stereokopfhörer mit Ski-Brille von Skull Candy und bleibt somit unerkannt.

Okay, es ist Sommer und Ski fahren ist in der City auch nicht wirklich angesagt. Aber der Stereo-Hörer bietet vermutlich guten Klang vom MP3-Player und die Ski-Brille wird einfach in eine Sonnenbrille umdefiniert. Die Ray Ban war uns sowieso schon zu ordinär. Bei genauerem Nachdenken eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Der Bürger hört coole Musik, bleibt unerkannt und sieht dabei noch gut aus. Der Datenschützer lacht sich ins Fäustchen und Skull Candy verdient ein bisschen Geld. Und die Nutzer von Google Street View sind begeistert über die skurrilen Leutchen auf Deutschlands Straßen.
