Netzwelt hat sich die wichtigsten Funktionen von Opera 10 beta näher angesehen

Freeware der Woche: Opera 10 beta

Nach einer Alpha-Version im Dezember 2008 wurde am Mittwoch die erste öffentliche Beta des Browsers Opera 10 veröffentlicht. Neben einer neuen konfigurierbaren Schnellwahlseite und der Seitenvorschau in der Tableiste wurde ein neuer Dienst zum schnelleren Laden von Webseiten bei langsamen Internetverbindungen eingeführt.

Schnellwahlleiste - Die Funktion "Speed Dial" erinnert an Safari 4 beta, ist aber im Design anpassbar und lässt sich auch mit der Tastatur bedienen.
Die Funktion "Speed Dial" erinnert an Safari 4 beta, ist aber im Design anpassbar und lässt sich auch mit der Tastatur bedienen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Die Oberfläche
  2. 2Geschwindigkeitszuwachs
  3. 3Hinter den Kulissen
  4. 4Fazit

Die Oberfläche

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Wie das Opera Desktop Team bereits vor einer Woche ankündigte, erstrahlt Opera 10 Beta im neuen Glanz mit einem aufgeräumten Design von Jon Hicks, der durch sein Design des Firefox-Logos Bekanntheit erlangt hat. Das neue Design ist unter Windows und Mac OSX als Standard-Skin vorgesehen. Damit soll insbesondere die Integration in Mac OSX wesentlich besser ausfallen.

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Das Design befindet sich noch in der Entwicklung, macht aber bereits einen guten Eindruck. Einige zunächst abgeschaltete Elemente sind noch nicht angepasst. Zudem existiert bisher nur eine Standardkonfiguration, in der sich die Tableiste oben und die Seitenleiste auf der linken Seite befindet.

Opera 10 beta Design
Das neue Design wirkt mit der Seitenvorschau in der Tableiste und der Seitenleiste sehr aufgeräumt.

Gut passt sich die aufgearbeitete Tableiste ein. Wird sie vergrößert, lassen sich die Tabs mit einer Vorschau versehen. Bei vielen geöffneten Tabs verkleinert sich dessen Breite allerdings so stark, dass die Vorschau keinen Mehrwert mehr darstellt. Eine Alternative dazu ist die herkömmliche Behandlung der Tabs und der Vorschau beim Darüberfahren mit der Maus.

An Safari 4 beta erinnert die neue Schnellwahlseite. Öffnet der Nutzer einen neuen Tab, wird eine grafische Übersicht mit mehreren Webseiten samt dazugehöriger Vorschau dargestellt. Zur Anzeige bevorzugter Webseiten auf der Schnellwahlseite müssen 4 bis 25 Webseiten vorkonfiguriert werden. Eine Anzeige häufig genutzer Webseiten gibt es nicht. Verschönern lässt sich die Funktion durch ein individuelles Hintergrundbild. Mithilfe der Strg-Taste kann der Nutzer die bezifferten Webseiten auch über die Tastatur aufrufen.

Geschwindigkeitszuwachs

"Opera Turbo" beschleunigt das Laden von Webseiten bei langsamen Internetverbindungen. Die Funktion wirkt dabei ähnlich wie ein Proxy-Server. Die Webseiten werden von der Quelle zu einem Opera-Server geholt, bei dem sie komprimiert werden. Danach geht es wesentlich Ressourcen-schonender weiter zum Browser.

Mit einem kleinen Symbol in der linken unteren Ecke von Opera lässt sich der Turbo-Gang einlegen. Nach dem Laden einer Webseite wird dort auch der entsprechende Geschwindigkeitszuwachs und die gesparte Datenmenge angezeigt.

Sinnvoll ist die Funktion nur bei langsamen Internetverbindungen wie GPRS, UMTS, Modem, ISDN oder ein überlasteter WLAN-Hotspot. Bei Volumen-Flatrates hilft der Dienst zudem noch, das Volumen-Limit nicht zu überschreiten.

Durch die Komprimierung der Webseite leidet insbesondere die Qualität bei der Anzeige von Bildern. So wurden im Vergleichstest Jpg-Bilder so starkt komprimiert, dass sie teilweise kaum noch zu erkennen waren. Auch Png-Bilder sind in Mitleidenschaft geraten, da sie zur Komprimierung in Jpg-Bilder umgewandelt wurden.

Hinter den Kulissen

Auch ohne Opera Turbo sorgt die neue Rendering-Engine Presto 2.2 für Geschwindigkeit. Laut Hersteller soll Opera mit der Version 10 Beta bis zu 40 Prozent schneller als der Vorgänger sein. So zeigt insbesondere das Rendern von HTML und CSS eine deutlich verbesserte Leistung.

In Sachen Browserkonformität wurde zudem die Unterstützung von HTML 5 und CSS 3 deutlich ausgebaut. Für Webdesigner besonders interessant ist die Implementierung von Webfonts im TTF-, OTF- und SVG-Format und die volle Unterstützung von Transparenz mit RGBA und HSLA. Zudem müssen CSS-Dateien mit dem korrekten MIME-Typ verknüpft werden. Andernfalls werden sie ignoriert.

Neben Safari 4 beta beziehungsweise Webkit ist Opera 10 beta nun der zweite Browser, der den Acid3-Test zu 100 Prozent besteht.

Opera 10 beta

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Schnellwahlleiste - Die Funktion "Speed Dial" erinnert an Safari 4 beta, ist aber im Design anpassbar und lässt sich auch mit der Tastatur bedienen.
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Die Funktion "Speed Dial" erinnert an Safari 4 beta, ist aber im Design anpassbar und lässt sich auch mit der Tastatur bedienen.

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Opera Turbo - Mit Opera Turbo werden Webseiten auf einem Opera-Server vor der Darstellung komprimiert.
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Mit Opera Turbo werden Webseiten auf einem Opera-Server vor der Darstellung komprimiert.

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Turbo Vergleich - Mit Opera Turbo sind noch starke Qualitätsverluste im Gegensatz zur herkömmlichen Darstellung zu spüren.
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Mit Opera Turbo sind noch starke Qualitätsverluste im Gegensatz zur herkömmlichen Darstellung zu spüren.

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Acid3-Test - Opera 10 beta besteht den Acid3-Test zu 100 Prozent. Damit ist entspricht der Browser allen wichtigen Webstandards.
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Opera 10 beta besteht den Acid3-Test zu 100 Prozent. Damit ist entspricht der Browser allen wichtigen Webstandards.


Aufgrund von Darstellungsproblemen wurde der Browserstring von Opera überarbeitet, der für die Versionsnummer verantwortlich ist. Viele Webseiten sind auf die erste zweistellige Versionsnummer nicht vorbereitet und hatten die neue Version irrtümlicherweise als Opera 1.0 ausgewertet.

Fazit

Schon in der ersten öffentlichen Beta verspricht Opera 10 sehr viel. Einige Funktionen wie die grafische Oberfläche oder Opera Turbo sind in der Beta-Version noch nicht ausgereift und erzielen nur mittelmäßige Ergebnisse. Bis zur Veröffentlichung der finalen Version haben die Entwickler des Browsers noch einige Fehler zu beseitigen. Zur finalen Version gibt es bisher noch keinen offiziellen Erscheinungstermin.

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