Netbooks, Nettops und AiO-PCs mit günstigen und leistungsstarken Grafikchips
Computex 2009: Neue Computer mit Nvidia Ion und Tegra
Auf der zweitgrößten Computermesse der Welt, der Computex in Taiwan, präsentieren zahlreiche Hersteller neue Notebooks, Nettops, All-in-On-PCs und Motherboards mit Nvidias günstiger und leistungsstarker Grafikplattform Ion, die netzwelt bereits im Test überzeugte. Darüber hinaus gibt es zahlreiche neue Geräte, die die Tegra-Architektur von Nvidia nutzen - vor allem Netbooks und Mobile Internet Devices (MIDs).
Inhaltsverzeichnis
- 1Das kann die Ion-Plattform
- 2Tegra: Ein ganzer Computer auf einem Chip
- 3Mehrere Prozessoren teilen sich die Arbeit
Insgesamt 15 Firmen präsentieren auf der Computex neue Produkte mit Nvidia Ion. Dazu gehören kleine Desktop-PCs, leichte und dünne Notebooks, All-in-One-PCs und stromsparende Motherboards. Nur die wenigsten der Hersteller sind in Deutschland bekannt. Dazu gehören Acer mit dem Aspire Revo, Asus mit einem Motherboard sowie dem 20 Zoll großen All-in-One-PC EeeTop ET2002. Lenovo zeigt in Taiwan sein neues Netbook Ideapad S12 und MSI mit der Windbox D200 einen Nettop sowie mit dem Windtop AE2201 einen All-in-One-PC.

Asus baut die Ion-Plattform von Nvidia zum Beispiel in seinen All-in-One-PC EeeTop ein.
Die anderen Firmen erzielen auf dem deutschen Markt keine großen Marktanteile, sofern sie den überhaupt hierzulande vertreten sind. Aber vor allem die Motherboards von Pegatron und Zotac könnten namhafte Hersteller in ihren Geräten verbauen, ohne die Kunden darauf aufmerksam zu machen. Die anderen Firmen wie Asrock, Flextronics, Funtwist, Telcast oder Weibu können mit ihren Notebooks, Desktop-PCs und All-in-One-Lösungen nur darauf spekulieren, dass ihre Geräte in Deutschland unter einem anderen Markennamen in den Handel kommen.
Das kann die Ion-Plattform
Die Ion-Plattform macht kleinen und günstigen Computern Beine. Während aktuelle Netbooks wegen der geringen Leistung auf Windows XP als Betriebssystem zurückgreifen müssen, kommen identisch konfigurierte Systeme, die sich nur durch die Ion-Plattform unterscheiden, auch mit Windows Vista und Windows 7 zurecht. Ion unterstützt Videos mit einer HD-Auflösung von 1080p sowie Direct10-Grafik und die CUDA-Technologie von Nvidia zur Beschleunigung von Grafikanwendungen. Die Grafikberechnung erfolgt laut Nvidia mit Ion bis zu zehnmal schneller als ohne.
Sogar Spielefreunde können dank Nvidia Ion auf Systemen mit wenig Strom verbrauchenden Prozessoren wie Intel Atom, Intel Celeron und Via Nano ihrem Hobby frönen. Für die neuesten 3D-Titel reicht die Leistung zwar nicht, aber populäre Spiele wie "Die Sims 3", "Lego Batman", "Wall-E" und "Battlefield Heroes" sind angeblich kein Problem mehr mit Ion-Lösungen.
Tegra: Ein ganzer Computer auf einem Chip
Insgesamt ein Dutzend neuer Geräte mit Nvidia Tegra präsentieren Dritthersteller auf der Computex. Bei Tegra handelt es sich laut dem Hersteller um den weltweit kleinsten und energieeffizientesten "Computer-on-a-Chip". Tegra-basierte Geräte wie Netbooks und Tablet-PCs von Compal, Mobinnova, Pegatron oder Wistrom bieten Internetzugang auf Desktop-PC-Niveau und spielen Flash-Videos mit bis zu 1080p-Auflösung ab.
Die Akkulaufzeit ist dank Tegra bis zu fünfmal länger als bei aktuellen Netbooks. Laut Nvidia spielen Tegra-basierte Geräte mit einer Akkuladung bis zu 25 Stunden Musik oder bis zu zehn Stunden Videos in HD-Auflösung mit 1080p ab. Die Technik ist zum Beispiel für Mobilfunkunternehmen interessant, die ihre Kundschaft mit neuen Geräten für den mobilen Internetzugang per UMTS, WLAN oder WiMax ausrüsten wollen.
Mehrere Prozessoren teilen sich die Arbeit
Nvidia Tegra basiert auf einer Multiprozessor-Architektur, bei der jeder Prozessor eine spezifische Aufgabe übernimmt: Ein Prozessor ist für HTML und Java, ein HD-Videoprozessor für das Streaming von Videos und eine Grafikprozessor für die Darstellung der Bedienoberfläche und für die Flash-Beschleunigung zuständig. Mit dem stromsparenden Prozessordesign erreichen Nvidia-Tegra-Prozessoren dem Hersteller zufolge eine bis zu fünfmal höhere Energieeffizienz als herkömmliche Systeme.
Bei den oben genannten Firmen handelt es sich um Auftragshersteller, die hauptsächlich im Auftrag namhafter Markenhersteller Computer produzieren. Als Grundlage hierfür dienen neben eigenen Entwürfen der Auftraggeber auch die Prototypen der Fabriken selbst. Aus diesem Grund könnten Geräte wie der Tablet-PC Mabo von Mobinnova oder die Netbooks CN88 von Compal, M5 von Wistrom sowie das Vivid von Pegatron unter anderen Namen auch in Deutschland auf den Markt kommen.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Netbook hier.

