OpenOffice.org: Gratis-Büropaket mit Extensions aufmotzen

Hilfe für Wikipedianer, Weblogger und Workaholics

Stößt man während des Schreibens eines Textes auf einen unklaren Begriff, weiß oft das Online-Nachschlagewerk Wikipedia Bescheid. Mittels der Erweiterung "OOoWikipedia" lässt sich direkt aus der Bürosoftware heraus dort Rat suchen, ohne den Browser zu öffnen. OOoWikipedia ist Bestandteil der OpenOffice.org PrOOo-Box, die viele weitere nützliche Programme und Extensions bündelt.

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Wer schon länger einmal selbst einen Artikel über sein Lieblingsthema in einem Mitmach-Lexikon erstellen wollte, aber die mitunter komplexe Syntax der Programmiersprache nicht beherrscht, kann sich mit dem "Sun Wiki Publisher" behelfen. Ein Assistent hilft dabei, im OpenOffice.org-Textprogramm "Writer" Verfasstes für die Web-Veröffentlichung aufzubereiten. Der "Sun Weblog Publisher" soll hingegen das Bearbeiten des eigenen Online-Tagebuchs aus OpenOffice.org heraus erleichtern.

Wer gerne mit vielen geöffneten Fenstern gleichzeitig hantiert, mag in der Extension "Last Session" ein nützliches Helferlein sehen. Es erlaubt, die URLs aller geöffneten OpenOffice.org-Dokumente in einer ini-Datei zu speichern und sie allesamt bei der nächsten Sitzung mit nur einem Mausklick wieder aufzurufen.

Team-Arbeit an Dokumenten ist mitunter unverzichtbar. Seine Dokumente mit Mitstudierenden oder Vereinsmitstreitern zu teilen, ermöglichen Webdienste wie "Microsoft Office Live", "Google Text & Tabellen" oder ein WebDAV-Laufwerk. Die Erweiterung "OpenOffice.org2GoogleDocs" erleichtert diesen Austauschprozess. Eine Alternative für die Gruppenarbeit im Büro ist "TeamDrive", das ab der seit kurzem erhältlichen Version 2.1 auch OpenOffice.org explizit unterstützt. Indem das Tool lokale Ordner via Netz spiegelt, sollen gemeinsam bearbeitete Daten stets verfügbar sein, offline können sie aber auch bearbeitet werden.

Als Datendeponie dienen entweder ein per WebDAV eingebundener Netzordner oder die Server des Herstellers. Es gibt eine Gratis- und eine Kauf-Variante mit mehr Webspeicher und Zusatzfunktionen für rund zehn Euro pro Monat.

Die Installation der Zusatzprogramme ist einfach zu bewerkstelligen. Eine Möglichkeit ist, die heruntergeladenen Erweiterungen mit der Dateiendung "oxt" per Doppelklick zu öffnen und den Anweisungen zu folgen. Alternativ hilft der "Extension-Manager", der in OpenOffice.org unter der Rubrik "Extras" zu finden ist. Darüber können Erweiterungen hinzugefügt, deaktiviert oder entfernt werden.

Nicht jede Erweiterung funktioniert mit jeder OpenOffice.org-Variante. Auf Nummer sicher gehen Anwender laut Sprecher Florian Effenberger mit der aktuellen OpenOffice.org-Version 3, die sich großzügig im Umgang mit den Extensions zeige.

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