Netzwelt war bei der Weltpremiere in Salzburg

Satio, Yari, Aino: Drei neue Top-Handys von Sony Ericsson



28.05.2009 20:24 Uhr

Der Handy-Hersteller Sony Ericsson präsentierte in Salzburg drei neue Handy-Modelle der Mittel- und Oberklasse, darunter auch das lang erwartete Smartphone mit dem Codenamen "Idou" mit einer 12-Megapixel-Kamera. Netzwelt hatte die Gelegenheit, die neuen Handys bereits auszuprobieren.

Sony Ericsson Satio
Idou heißt jetzt Satio: Das neue Flaggschiff von Sony Ericsson verfügt über eine 12-Megapixel-Kamera und diverse Multimediafunktionen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Sony Ericsson Satio: Von Kopf bis Fuß auf Multimedia eingestellt
  2. 2Fokussieren mit dem Finger
  3. 3Von Spielekonsolen inspiriert: Sony Ericsson Yari
  4. 4Sinnvolles aus zwei Welten: Sony Ericsson Aino

Weltpremiere: Die anwesenden Journalisten in Salzburg hatten die exklusive Möglichkeit, drei Neuvorstellungen von Sony Ericsson weltweit als Erste zu Gesicht zu bekommen. Zwar handelte es sich bei allen drei Handys noch um nicht völlig ausgereifte Vorserienexemplare, was sich vor allem an der Stabilität einzelner Applikationen zeigte. Dennoch konnte sich netzwelt bereits einen guten Eindruck von "Aino", "Yari" und "Satio" verschaffen. Unbestrittenes Highlight des Trios ist das Sony Ericsson Satio, das seine eigentliche Premiere bereits auf dem World Mobile Congress in Barcelona unter dem Projektnamen "Idou" feierte.

Sony Ericsson Satio: Von Kopf bis Fuß auf Multimedia eingestellt

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Das Smartphone mit dem großen 3,5-Zoll-Touchscreen liegt satt in den Händen. Die Vorderseite wird von einem berührungsempfindlichen Bildschirm dominiert. Erst beim genauen Hinsehen fallen die schmalen, aber sehr gut fühlbaren Tasten für das Startmenü, die Rufannahme und das Auflegen ins Auge. An der Geräteseite platziert der Hersteller weitere Tasten zur Medien- und Kamera-Steuerung.

Das Display quittiert Benutzereingaben mit einem kurzen Vibrieren, was vor allem die Eingabe von Text erleichtern soll. Die zahlreichen Funktionen stellt das Satio in einem aufgeräumten Startmenü dar. Sämtliche wichtigen Hauptmenüpunkte sind in Reitern am oberen Bildschirmrand angeordnet. Ansprechend ist auch die Darstellung von Multimedia-Inhalten wie Fotos oder Videos. Kleine Vorschaubilder, die in mehreren Schichten auf dem Bildschirm zu sehen sind, erleichtern die Navigation.

Mit einer stattlichen Auflösung von zwölf Megapixeln ist die integrierte Digitalkamera Dreh- und Angelpunkt des Satio. Nicht nur der effektvoll mit blauem Licht beleuchtete Auslöseknopf erinnert an eine "echte" Digitalkamera. Auch den großen, aufschiebbaren Schutz auf der Rückseite hat Sony Ericsson sich bei der Kamerasparte von Sony abgeschaut.

Fokussieren mit dem Finger

Licht in dunkle Aufnahmesituationen bringt ein Xenon-Blitz, bei Videoaufnahmen steht eine LED-Leuchte zur Verfügung. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit der manuellen Fokussierung im Foto-Modus. Dazu genügt ein Druck auf das Display und die entsprechende Bildstelle wird automatisch scharf gestellt. Im kurzen Test funktionierte dies bereits gut. Nur eine geringe Auslöseverzögerung war spürbar.

Auch die weiteren Kamerafunktionen klingen vielversprechend und finden sich sonst oft nur bei ausgewachsenen Digitalkameras in der Ausstattungsliste. So sorgt der so genannte SmileShutter etwa erst dann für das exakte Auslösen, wenn die Person im Bild lächelt. Der integrierte GPS-Empfänger ermöglicht die genaue geographische Zuordnung der aufgenommenen Bilder (Geotagging).

Mit HSPA, WLAN und Bluetooth geht das Satio auf Datenempfang, der acht Gigabyte große Speicher lässt sich durch microSD-Karten zusätzlich erweitern. Eine kleine Besonderheit, setzte Sony bislang doch fast ausschließlich auf die firmeneigenen Memorysticks. Käufern kann dieser Umstand nur recht sein, denn SD-Karten erfreuen sich einer größeren Verbreitung und sind deutlich günstiger zu haben.

Das 11,2 x 5,5 x 13,3 Zentimeter große und 126 Gramm schwere Sony Ericsson Satio wird ab dem vierten Quartal erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung von Sony liegt bei 700 Euro. Bei der Farbgebung haben Kunden die Wahl zwischen Schwarz, Bordeaux und Silber.

Von Spielekonsolen inspiriert: Sony Ericsson Yari

Jede freie Minute, etwa die Wartezeit auf den nächsten Bus, soll in Zukunft das Handy versüßen: Das ist die erklärte Aufgabe des Sony Ericsson Yari. Das Slider-Handy tritt dabei in die Fußstapfen der erfolgreichen Spielekonsole Wii von Nintendo. "Gesture Gaming", also das Erkennen von Bewegungsabläufen in Handyspielen, ist das Stichwort, mit dem Sony Ericsson dieses Prinzip umsetzen will.

Dazu soll man Yari mit Hilfe eines im Lieferumfang enthaltenen Ständers auf einer ebenen Fläche positionieren und wild mit den Armen rudern, etwa bei einem virtuellen Tennismatch oder einer Partie Bowling. Dafür bietet das Handy zusätzliche Spiele-Tasten am Rand des 2,4 Zoll großen Displays.

Eine kleine Anzahl von Spielen, zum Beispiel Tennis, Nitro Street Racing und Bowling, sind bereits vorinstalliert. Weitere Titel können Nutzer über das Sony-Ericsson-Portal PlayNow arena erwerben.

Auch das Yari verfügt über einen eingebauten GPS-Sensor zur Positionsbestimmung, etwa mit Hilfe von Google Maps. Eine Kamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln reicht für Schnappschüsse, unterstützt wird sie in schwierigen Aufnahmesituationen durch ein Fotolicht.

Wer vom freihändigen Spielen die Nase voll hat, kann auf die weiteren Multimedia-Funktionen zurückgreifen. So versteht sich der eingebaute Medienplayer sowohl mit Videos als auch mit Musik. Letztere lässt sich durch das Schütteln des Mobiltelefons steuern. Der interne Speicher kann durch das Einlegen einer microSD-Karte erweitert werden.

Sony Ericsson Yari
Das Sony Ericsson Yari soll die Wartezeit auf den nächsten Bus mit Spielen versüßen, die mittels Gesten gesteuert werden. Im Bild ein Vorserienmodell von der Präsentation in Salzburg.

Das Sony Ericsson Yari kommt im dritten Quartal in den Handel und kostet ohne Vertragsbindung 400 Euro. In Kombination mit einem Mobilfunkvertrag dürfte der Preis auf den symbolischen einen Euro sinken. Bei den Farben stehen Schwarz und Weiß zur Wahl.

Sinnvolles aus zwei Welten: Sony Ericsson Aino

Dritte Neuvorstellung in Salzburg war das Modell Aino. Das Slider-Handy kombiniert einen berührungsempfindlichen 3-Zoll-Bildschirm mit einer ausziehbaren Tastatur. Längere Texte lassen sich so bequem und ganz klassisch mit Hilfe der Tastatur verfassen. Der Touchscreen kommt vor allem bei den Multimedia-Funktionen des Handys zum Einsatz.

Die integrierte Digitalkamera bietet eine Auflösung von acht Megapixeln, ein Fotolicht, Bildstabilisator sowie einen Autofokus. Auch kurze Videoaufzeichnungen in VGA-Auflösung sind möglich. Der Speicher lässt sich wie bei allen neu vorgestellten Sony-Ericsson-Handys mittels microSD-Karten erweitern.

Bereits im Lieferumfang enthalten ist ein farblich zum Handy abgestimmtes Bluetooth-Headset, das es in dieser Form nicht im Handel zu kaufen geben wird. Herkömmliche Kopfhörer finden über den 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss Zugang. Zur weiteren Ausstattung zählen unter anderem GPS, WLAN, HSPA sowie ein kratzfestes Mineralglas.

Das 10,5 x 5,0 x 15,5 Zentimeter große und 134 Gramm schwere Sony Ericsson Aino ist ab dem vierten Quartal in Deutschland erhältlich. Zur Wahl stehen die Gehäusefarben Schwarz und Weiß.

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