Sauerstoff aus Umgebungsluft ersetzt chemische Komponente

Mit Luft gefüllt: Akkus mit zehnfacher Kapazität

Mit Luft gefüllt: Akkus mit zehnfacher Kapazität Die neuesten Erfolgsmeldungen aus schottischen und englischen Universitäten klingen vielversprechend. Ein neues Design von Akkus ermögliche eine Verzehnfachung der Speicherkapazität, teilt das britische "Engineering and Physical Sciences Research Council" mit. Die Regierungsbehörde ist Co-Finanzier des Forschungsprojekts.

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Die Forscher der Universitäten von St. Andrews, Strathclyde (Glasgow) und Newcastle haben die derzeit in Hochleistungsakkus übliche Elektrode aus Lithium-Kobalt-Oxyd durch porösen Kohlenstoff ersetzt. Dieser soll beim Entladen mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft reagieren und dadurch elektrische Energie freisetzen. Laut Professor Peter Bruce, dem Leiter des Forschungsprojekts, ersetzt der Sauerstoff eine chemische Komponente von herkömmlichen Akkus. Dadurch müsse diese nicht in der Batterie mittransportiert werden. Für den neuartigen Akku spricht des Weiteren, dass poröser Kohlenstoff um einiges billiger sei als Lithium-Kobalt-Oxyd.

130 oder 1.000 Milliamperestunden pro Gramm

Aktuelle Akkus weisen eine Kapazität von etwa 130 Milliamperestunden pro Gramm verwendeten Lithium-Kobalt-Oxyds auf. Die schottischen Forscher gaben an, dass ihre "St. Andrews Air" (STAIR) getauften Akkus schon in den ersten Versuchen bis zu 1.000 Milliamperestunden pro Gramm Kohlenstoff speichern. In Zukunft wollen die Forscher diesen Wert noch auf 4.000 Milliamperestunden vervierfachen.

STAIR Cell
Das "Engineering and Physical Sciences Research Council" (RPSRC) fördert das Forschungsprojekt mit dem Titel "Sauerstoffelektrode für Lithium-Akku" mit knapp 1,6 Millionen britischen Pfund. Die umgerechnet etwa 1,8 Millionen Euro fließen bereits seit Juli 2007 und bis zum geplanten Ende des Projekts am 30. Juni 2011. Die Forscher rechnen frühestens für das Jahr 2014 mit dem Beginn der Serienproduktion von Akkus nach ihren Ergebnissen.

Als Einsatzgebiet der neuen Akkutechnologie denken die Forscher aber weniger an Laptops oder Handys, sondern vielmehr an Elektroautos. Denn je mehr Energie sie in ihren Batterien speichern können, desto größer ist ihre Reichweite. Wenn eine Akkuladung für die gleiche oder sogar eine höhere Kilometerzahl reicht als eine Tankfüllung, dann steigt die Konkurrenzfähigkeit von Elektroautos enorm. Für den gleichen Zweck entwickelten US-Forscher am MIT bereits Akkus, die sich sehr schnell wieder aufladen lassen.



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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Also man hört ja immer wieder von tollen neuen Akkutechnologien (Vergleiche Graphen Akkus), aber praktisch gesehen erfährt man neben ein paar Zeitungsartikel nicht viel mehr, und es kommt nie soweit, dass man sie...

Das System kombiniert mit dem Amerikanischen http://www.netzwelt.de/news/79601-neuer-super-akku-wenigen-sekunden-aufgeladen.html wäre ne echt starke Sache.

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