Intel veröffentlicht die Beta-Version von Moblin 2.0
Moblin 2.0: Innovatives Betriebssystem für Netbooks
Mit der Veröffentlichung von Details zur nächsten Generation ihres Atom-Prozessors namens "Pineview" stellte Intel am Dienstag die nächste Generation seines Linux-basierten Betriebssystems "Moblin" vor. Die Beta von Moblin 2.0 steht nun zum Download und Ausprobieren bereit und sieht vielversprechend aus.
Moblin ist ein kostenloses Betriebssystem für Netbooks und Nettops von Entwicklern aus dem Hause Intel. Anders als die erste Version ist Moblin 2.0 beta ein Derivat der Fedora-Distribution und speziell an die Atom-Prozessoren angepasst. Die neue Version 2.0 beta ersetzt den bisherigen xfce Desktop durch eine beeindruckende Benutzeroberfläche, die auf dem schnellen Clutter-Toolkit basiert.
>>> Moblin 2.0 beta kostenlos bei netzwelt herunterladen
Beeindruckende Oberfläche
Die Oberfläche wirkt aufgeräumt und lässt sich intuitiv bedienen. Der Startbildschirm, die sogenannte "m_zone", umfasst alle wichtigen Informationen wie die neuesten Termine aus dem Kalender, die Programm-Favoriten, zuletzt genutzte Dateien und Webseiten sowie die letzten Updates einiger sozialer Netzwerke wie Twitter oder Last.fm.
Über eine Symbolleiste erreicht der Nutzer weitere Funktionen des Betriebssystems. Soziale Netzwerke und Instant Messenger spielen dabei eine wesentliche Rolle. Für Twitter und Facebook lassen sich die Statusmeldungen eintragen und lesen. Das "People Panel" zeigt Moblin die verfügbaren Kontakte von Jabber, Salut und Google Talk an. In zukünftigen Versionen des Betriebssystems sollen weitere Messenger unterstützt werden. Zudem sollen später auch direkt E-Mails empfangen und versendet werden können.
Moblin enthält einen integrierten Webbrowser, mit dem Netbook-Besitzer leicht durch das Internet surfen können. Tabs und Favoriten stellt der Browser übersichtlich mit einer Vorschau zur entsprechenden Webseite dar. Über das "Media Panel" lassen sich Audio- und Videodateien verwalten und abspielen. Neben der CD-Cover-Ansicht und einer systemweiten Suche unterstützt der Medienplayer auch Wiedergabelisten vom eigenen Rechner oder entfernten Geräten.
Auch die üblichen Programme einer Linux-Distribution stehen in einer Ansicht bereit. Der Nutzer des Betriebssystems muss also nicht auf beliebte Programme wie OpenOffice oder Firefox verzichten. Software-Updates stehen über das "Application Panel" ebenfalls bereit. Interessant sind zudem die Lösungen zum Wechseln von geöffneten Programmen und der Zwischenablage. Kopierte Texte und Bilder werden dazu in einer History abgelegt.
Zur Verbindung mit dem Internet unterstützt das Betriebssystem WLAN, Ethernet, UMTS und WiMax. Bluetooth ist vorgesehen, in der erschienenen Beta aber noch nicht einsatzbereit.
Moblin 2.0 beta
- Bild 1 von 6
Bild vergrößern Die "m_zone" ist der Startbildschirm des Betriebssystems. Es enthält aktuelle Kalender- und Maileinträge, Programmfavoriten und News aus dem Internet und sozialen Netzen - Bild 2 von 6
Bild vergrößern Mit dem "People Panel" kann der Nutzer Freunde über einige Instant Messenger kontaktieren. Der E-Mail-Austausch ist für künftige Versionen vorgesehen. - Bild 3 von 6
Bild vergrößern Das "Internet Panel" ist der eingebaute Webbrowser von Moblin. Mit einigen Tools lässt sich das Internet einfach durchsuchen. - Bild 4 von 6
Bild vergrößern Das "Media Panel" ist die integrierte Medienbibliothek. Eigene Medien oder Audio- und Videodateien aus dem Netzwerk können damit durchsucht und abgespielt werden. - Bild 5 von 6
Bild vergrößern Mit dem "Application Panel" lassen sich alle Linux-üblichen Programme finden und öffnen. Auch Software-Updates bietet diese Seite. - Bild 6 von 6
Bild vergrößern Moblin unterstützt WiFi-, Ethernet-, UMTS- und WiMax-Netze. Bluetooth ist vorgesehen, ist in der Beta-Version aber noch nicht vorhanden.
Damit ist Moblin 2.0 beta ein guter Ansatz für ein Betriebssystem speziell für Netbooks. Durch die verwendete Technik und Oberfläche schont das Betriebssystem nicht nur den Akku, sondern sorgt für eine gute Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit.
Vor einiger Zeit zeigte der Hardware-Hersteller Novell bereits Interesse an der neuen Version von Moblin und beteiligt sich an der Entwicklung. Um Rechner mit vorinstalliertem Moblin verkaufen zu können, muss aber erst die finale Version des Betriebssystems erscheinen. Ein Termin für die Veröffentlichung ist noch nicht bekannt.







Beiträge
insgesamt 1 Beitrag"Nutzer des Betriebssystems muss also nicht auf beliebte Programme wie OpenOffice oder Firefox verzichten. " Leider schon. Derzeit habe ich keine Möglichkeit gefunden, OpenOffice.org in moblin zum...