Guitar Hero Metallica: Auf den Spuren von James Hetfield & Co.

Bandmitglieder werden originalgetreu dargestellt

In der Redaktion wurde mir bereits erzählt, dass "Guitar Hero" ähnlich wie "Tab Tab Revenge" funktioniert, dem Spiele-Klassiker auf dem iPhone. So laufen auch bei "Guitar Hero" zum Takt der Musik verschiedenfarbige Knöpfe den Monitor hinunter. Meine Aufgabe ist es, die Knöpfe zum richtigen Zeitpunkt auszulösen. Das Schlagzeug ist dazu analog zu den Knöpfen mit mehreren farbigen Drumpads sowie mit einem Fußpedal bestückt. In der Metallica-Edition unterstützt das Programm erstmalig sogar zwei Fußpedale. Während die Knöpfe über den Bildschirm gleiten, bewegen sich dazu im Hintergrund virtuelle Bandmitglieder - Bewegungen von Metallica und Motörhead wurden dazu in der neuen Edition originalgetreu nachmodelliert.

Auf dem Papier hört sich das Prinzip von "Guitar Hero" leicht an, erweist sich für mich in der Praxis aber als Fiasko. So kann ich bei einfachen und langsamen Rhythmusfolgen zwar noch mithalten. Aber sobald mehr als zwei Pads nacheinander zu bedienen sind, komme ich durcheinander. Panisch schlage ich wie wild auf das Schlagzeug ein. Aber da gleichzeitig keine der Knöpfe auf dem Monitor zerplatzen, merke ich, dass ich nicht mehr im Takt bin. Bei einer bestimmten Anzahl an Fehlschlägen wird das Lied dann abgebrochen und die Band muss von vorne beginnen. Meiner Band passiert das zu Beginn der Probe häufig - vor allem wegen meiner Fehler. Aber auch der Gitarrist hat ähnliche Probleme. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Guitar Hero Metallica: Auf den Spuren von James Hetfield & Co.
Diese farbigen Tasten am Hals der Gitarre gilt es zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
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Farbige Tasten und Kippschalter als Bedienelemente für Gitarristen

Nach ein wenig Übung klappt das Schlagzeugspiel zu Stücken wie "Master Of Puppets" oder Thin Lizzys "The Boys are back in Town" allerdings erstaunlich gut. Das sind die schönsten Momente meiner ersten Gehversuche in "Guitar Hero Metallica": Das Gefühl, mit der Band in einem Strom nach vorne zu spielen.

Noch mehr Spaß macht die Simulation als Gitarrist. Ich hänge mir die Plastik-Attrappe um und runde meine erste Trainingseinheit mit einer neuen Band zu Stücken wie Metallicas "Enter Sandman" und System of a Downs "Toxicity" ab. Auch mit der Klampfe gilt es, farbige Knöpfe auf dem Monitor zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Die Gitarre hat dazu am Hals farbige Tasten, die je nach Tonlänge zu halten sind. Angespielt werden die simulierten Griffe mit einem Kippschalter am Korpus. Abhängig von der Tonlage kann dieser nach oben oder unten gedrückt werden. Mit einem Tremolo sind zusätzliche Effekte möglich.

Guitar Hero Metallica: Auf den Spuren von James Hetfield & Co.
Die Ladezeiten des Spiels werden mit Standbildern aufgelockert.

"Guitar Hero Metallica" bietet Spielspaß pur

Während mir der genaue Schlag auf die Drumpads wesentlich schwerer fällt, merke ich, dass sich der Spielspaß an der Gitarre schneller einstellt. Als die ersten Riffs sitzen, ertappe ich mich dabei, wie ich zum Songrhythmus mit den Füßen wippe. Trotz der gelegentlichen Ausfälle unseres Schlagzeugers bleibe ich im Takt und setze mich gekonnt in Szene. Nur bei Soli kommt es zu etlichen Aussetzern. Hier ist allerdings auch echte Fingerakrobatik gefragt.

Nach zwei Stunden "Guitar Hero Metallica"-Probe bin ich mit meiner ersten Leistung zufrieden. Vorausgesetzt, man kann mit den Songs etwas anfangen, entwickelt die Edition echtes Suchtpotenzial. Wer mit dem Spiel für eine reale Rockband trainieren möchte, sollte allerdings Abstand nehmen. Das Gitarrenspiel wirkt eher wie Tastengeklimpere auf dem Keyboard; authentisch ist am ehesten - wenn überhaupt - das Schlagzeugspiel. Doch für gelegentliches Abrocken im Wohnzimmer oder für gemeinsamen Partyspaß ist "Guitar Hero Metallica" genau das Richtige.

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