Google-Autos dürfen erst fotografieren, wenn Daten vor Missbrauch sicher sind
Griechenland: Datenschützer stoppen Google Street View
Die griechische Datenschutzbehörde Data Protection Autority (DPA) hat Google bereits am Montag vorerst verboten, mit seinen Kamera-Autos Fotos für seinen Dienst Street View aufzunehmen. Das Verbot gilt solange, bis der Internetkonzern erläutert, wie die Daten vor Missbrauch geschützt werden.
Google wollte in Griechenland genau so vorgehen wie in den Ländern, in denen Street View bereits verfügbar ist. Autos des Konzerns mit auf dem Dach montierten 360-Grad-Kameras sollten über die Straßen des Mittelmeerlandes fahren und dabei komplette Straßenzüge aufnehmen. Vor der Veröffentlichung der Bilder wollte Google mittels spezieller Computerprogramme Gesichter zufällig fotografierter Personen und Kennzeichen von Autos unkenntlich machen.
Griechische Behörde will mehr Informationen von Google
Der DPA ist das zu wenig: Die griechischen Datenschützer wollen von Google wissen, wie das Unternehmen die Originalbilder lagert, wie genau sie unkenntlich gemacht werden und wie sie vor Missbrauch gesichert sind. Zudem möchte die DPA wissen, wie Google gedenkt, die Öffentlichkeit über seine Autos mit den darauf montierten Kameras aufzuklären. Solange diese Informationen nicht preisgegeben werden, erhalte der Internetkonzern keine Erlaubnis, die Straßen des Landes zu fotografieren, hieß es aus Griechenland.
Die Datenschutzgesetze in Griechenland sind sehr streng und geben der DPA sehr viel Macht. Datenschützer in Deutschland könnten Google das Fotografieren von Straßen zum Beispiel nicht selbst verbieten, sondern müssten für ein Verbot vor Gericht ziehen.
Street View weltweit umstritten, aber nicht aufzuhalten
USA, Großbritannien und Deutschland - überall, wo Google Straßenzüge fotografiert, formiert sich Widerstand. Während in Deutschland Kommunalpolitiker und Datenschützer nach Möglichkeiten suchen, die Kamera-Autos von den Straßen fernzuhalten, war eine Kleinstadt in den USA schon erfolgreich. Die Fotos von North Oaks in Minnesota musste Google komplett aus dem Netz nehmen, weil die Gemeinde nur aus Privatstraßen besteht. In Großbritannien stoppten erboste Anwohner ein Google-Auto in ihrer Straße und zwangen es zur Umkehr.
Google selbst kann die Aufregung um seinen Dienst nicht verstehen, da Gesichter und Kennzeichen unkenntlich gemacht würden. Zudem könne jeder Internetnutzer einzelne Aufnahmen melden, die seiner Meinung nach bedenklich seien. Alle Sicherheitsmaßnahmen haben aber bisher nicht verhindert, dass sich Bildergalerien mit Aufnahmen aus Street View, die Passanten in peinlichen oder problematischen Situationen zeigen, im Internet großer Beliebtheit erfreuen.

Zitat: Streetview ist großartig. Jeder der sich diesem Projekt in den Weg stellt hat ein kleines Gehirn oder zu wenig Geld. Si tacuisses, philosophus mansisses! :rolleyes:
Den Kram halte ich für Interessemacherei für Griechenland, damit dieses Land auf kontroverser Diskussionsebene mehr Beachtung findet. Bei der BILD-Zeitung funktioniert diese Marketingstrategie schließlich auch....
Streetview ist großartig. Jeder der sich diesem Projekt in den Weg stellt hat ein kleines Gehirn oder zu wenig Geld.
Andere Länder machen es uns wie immer mal wieder vor. Für alle möglichen und unmöglichen Dinge werden bei uns Gesetze erlassen, nur um solche Fälle kümmern sich unsere Herren Politiker nicht. Auch Orwll`s...
Es gibt also doch noch intelligentes Leben auf der Erde :D:D:D