Analoge Anzeigen auf der einen, OLED-Display auf der anderen Seite
Samsung Digicam WB1000: Retro-Kamera mit 24 mm Weitwinkel
Als weltweit erste "Ultraweitwinkel-Kamera" mit einem 3,0-Zoll-AMOLED-Display preist Samsung seine kompakte Digicam WB1000 an. Die Brennweite der 12-Megapixel-Kamera reicht von 24 bis 120 Millimeter, damit ist die WB1000 eine der wenigen Digicams mit 24 Millimeter Brennweite. Eine solide Weitwinkelbrennweite, allerdings nicht der spektakuläre Wert, der die Bezeichnung "Ultraweitwinkel" suggeriert. An der Abbildungsqualität sollte es aber nicht mangeln: Das Objektiv wird vom renommierten Optik-Spezialisten Schneider-Kreuznach gefertigt.
Manuelle Einstellungen für Hobby-Fotografen
Die WB1000 bietet auch für Hobby-Fotografen einige Einstellmöglichkeiten. So gibt es neben der üblichen Programmautomatik auch Zeit- und Blendenvorwahl. Dabei stehen 13 Blenden- und 30 Zeitstufen zur Verfügung. Die größte Blendenöffnung beträgt 2,8. Ansonsten bietet die WB1000 Komfortfunktionen wie Gesichterkennung, Lächel- und Blinzelerkennung oder "Beauty Shot". Die integrierte Software erlaubt auch einfache Bildverwaltungsfunktionen wie etwa das Vergeben von Schlagwörtern und das Sortieren nach bestimmten Kriterien wie Zeit, Inhalt oder Thema.
Ein Hauch von Retro: Die Rundanzeigen auf Samsungs WB1000 geben Auskunft über den Batteriestatus und die Kapazität auf der Speicherkarte.
Die neue Displaygeneration: Organische Leuchtdioden
Eine Besonderheit der neuen Samsung ist das 3,0-Zoll-AMOLED-Display. AMOLED (Matrix Organic Light Emitting Diode) sind eine Weiterentwicklung der OLEDS, organische Kunststoffe, die beim Anlegen von Spannung leuchten. Bei AMOLED werden die Schaltkreise durch eine Aktiv-Matrix realisiert. Die organischen Leuchtdioden weisen gegenüber herkömmlichen LC-Bildschirmen eine Reihe von Vorteilen auf: Durch die höheren Kontraste ist das Bild auch bei Sonneneinstrahlung noch gut erkennbar, und der Blickwinkel ist größer. Daneben benötigen OLED weniger Strom, sind wesentlich flacher und haben höhere Reaktionsgeschwindigkeiten als herkömmliche LC-Bildschirme. Seit kurzem gibt es auch erste TV-Geräte mit OLED-Technik wie den besonders schlanken Sony XEL-1.
Die WB1000 ist in Schwarz oder Silber erhältlich und kostet 400 Euro.
Netter Design-Gag: Die beiden analogen Zeigerinstrumente auf der Oberseite der Samsung WB1000 sorgen für einen Hauch von Retro. Sie zeigen die Batteriekapazität und die Zahl der möglichen Aufnahmen auf der Speicherkarte an. In der Regel werden diese Angaben auf dem Display präsentiert. Bei hochwertigen Digicams fast schon Standard ist die Unterstützung für HD-Videos. Die Samsung nimmt HD-Videos in 720p auf. Die WB1000 ist in Schwarz oder Silber erhältlich und kostet 400 Euro.
Alternativen von Panasonic oder Canon
Als Alternative kommt beispielsweise Panasonics Lumix DMC-TZ7 in Frage . Die 10,1-Megapixel-Kamera bietet ein Leica-Weitwinkelzoom von 25 bis 300 Millimeter und beherrscht ebenfalls HD-Videos. Preis: 429 Euro.
Wer fotografisch nach Höherem strebt, könnte sich Canons Powershot G10 ansehen. Ein echter Bolide unter den Kompaktkameras. Die 549 Euro teure G10 sieht nicht so stylish aus wie die Modelle von Panasonic und Samsung, bietet dafür aber einen 14,7-Megapixel-Sensor, ein Weitwinkel-Zoom mit 28 Millimetern und zahlreiche Einstellmöglichkeiten für ambitionierte Anwender.

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