Begründung: BitTorrent-Programm könnte Urheberrechte verletzen

App Store: Apple lehnt Filesharing-Programm Drivetrain ab

App Store: Apple lehnt Filesharing-Programm Drivetrain ab Als Betreiber des App Store, in dem Programme für das iPhone angeboten werden, entscheidet Apple darüber, welche Anwendungen in den Online-Shop aufgenommen werden und welche nicht. Für seine Entscheidungen muss sich der Mac-Hersteller regelmäßig Kritik gefallen lassen. Die aktuelle Begründung, mit der ein Filesharing-Programm nicht aufgenommen wurde, zeigt jedoch ein erschreckendes Verständnis von Prävention: Apple könne das Programm nicht verbreiten, da mit ihm strafbare Handlungen, konkret Urheberrechtsverletzungen, begangen werden könnten.

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Die Programmierer von Maza Digital reichten ihr Programm Drivtrain für Apples App Store ein, ohne Böses zu ahnen. Mit Drivetrain lässt sich der BitTorrent-Client Transmission vom iPhone aus steuern. Die erste Reaktion von Apple war eine E-Mail, derzufolge "unerwartet zusätzliche Zeit für die Begutachtung" notwendig sei. In der nächsten Mail folgte die Ablehnung. Apple hätte sich entschlossen, diese Art von Programmen nicht mehr im App Store zu veröffentlichen, weil "diese Kategorie von Anwendungen oft genutzt werde, um die Rechte von Dritten zu verletzen."

Kritik an Apples App Store wird lauter

Drivetrain
Im Klartext: Apple lehnt ein Programm ab, weil man damit illegale Handlungen begehen könnte. Diese Argumentation ist nicht nur vorauseilender Gehorsam vor der Musik- und Filmindustrie, sondern könnte für Apple nach hinten losgehen. Zum einen können auch Apples eigene Produkte theoretisch für Verbrechen genutzt werden, zum anderen wächst bei Programmierern ohnehin der Unmut über Apple und seinen App Store. Dabei geht es nicht nur um schwer nachzuvollziehende Begründungen für die Ablehnungen von Programmen, sondern auch ums Geld. Apple lässt sich nach Meinung vieler Programmierer zu viel Zeit mit der Weiterleitung ihres Anteils an den Einnahmen aus den Verkäufen ihrer Anwendungen.



Ablehnung stößt auf Unverständnis

Für Maza Digital ist die Ablehnung von Drivetrain durch Apple "lächerlich". BitTorrent und die dazugehörigen Programme seien nicht illegal. Drivetrain sei noch nicht einmal ein BitTorrent-Client und lädt selber keine Dateien herunter. Die Anwendung diene nur zur Steuerung von Transmission, das die Programme herunterlade. Folge Apple seiner eigenen Argumentation, müsse jedes Programm, das nur entfernt mit BitTorrent zu tun habe, für den App Store abgelehnt werden - zum Beispiel das 2.99 Dollar teure Programm Trackr, mit dem sich BitTorrent-Downloads über Transmission und uTorrent steuern lassen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Filesharing, Apple iPhone, App, Apple App Store und App Store.

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