Lobbyverband MPAA möchte Lehrer daran hindern DVDs zu rippen

USA: Fernseher abfilmen statt Kopierschutz knacken

USA: Fernseher abfilmen statt Kopierschutz knacken Die US-Lobbyorganisation der Filmindustrie MPAA engagiert sich mit kuriosen Ideen gegen legale Möglichkeiten den Kopierschutz von DVDs zu umgehen. Sie schlägt vor, dass Lehrer die Bilder von Fernsehgeräten mit einem Camcorder abfilmen sollen, statt Ausschnitte von DVDs für den Unterricht zu rippen.

Seit 2006 dürfen Professoren in den USA nach dem "Fair Use"-Prinzip des US-Rechts Ausschnitte von Filmen auf DVD für den Unterricht rippen - also den Kopierschutz knacken sowie die Daten kopieren, umwandeln und komprimieren. Über eine Ausweitung dieser Regelung auf sämtliche Lehrkräfte an allen Schularten verhandeln derzeit Experten in Anhörungen vor dem "Copyright Office" der Library of Congress im Rahmen des umstritten US-Urheberrechtsgesetz "Digital Millennium Copyright Act" (DMCA).

Vorschlag zur Einschränkung des "Fair Use"-Prinzips

Vertreter der "Motion Picture Association of America" (MPAA) präsentierten bei einer dieser Anhörungen eine Methode, mit der Lehrer Ausschnitte von Filmen erhalten, ohne den Kopierschutz einer DVD zu umgehen. Die Pädagogen sollten doch einfach mit einem Camcorder das Bild von Fernsehgeräten abfilmen, lautete der Vorschlag. In den Augen der MPAA sei der Qualitätsverlust minimal und mindere nicht die Qualität des Unterrichts. Der Lobbyorganisation, die unter anderem auch die Altersfreigaben für Filme in den USA erteilt, scheint sehr viel daran zu liegen, die legale Möglichkeit einen Kopierschutz nach dem "Fair Use"-Prinzip zu umgehen, einzuschränken oder ganz zu verhindern.

Die "Fair Use"-Bestimmung des amerikanischen Copyright-Systems erlaubt bestimmte, nicht autorisierte Nutzungen von geschütztem Material, sofern sie der öffentlichen Bildung und der Anregung geistiger Produktionen dienen. Ähnliche Regelungen sind auch im deutschen Urheberrecht vorhanden. Sollte das "Fair Use"-Prinzip auf kopiergeschützte DVDs keine Anwendung mehr finden, könnte die Filmindustrie stärker als bisher gegen Nutzer und Hersteller von Programmen zur Umgehung on Kopierschutztechniken wie DVD-Rippern vorgehen. Bisher können sich diese darauf berufen, dass es legale Nutzungsmöglichkeiten für die Software gibt.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Davon mal abgesehen, scrollen frequenzbedingt immer diese Streifen von oben nach unten oder umgekehrt... ;-)

Vorsicht Ironie: Recht haben Sie! Einfach die DVD in den PC schieben und rippen kann heutzutage jeder. Aber wer zeigen möchte, dass er es wirklich drauf hat und moderne Hardware besitzt macht es...

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