Phoenix Freeze schützt den PC vor fremden Blicken via Bluetooth

Ausprobiert: Windows sperren mit dem Handy

Oft enthält der eigene Rechner im Büro oder zu Hause sensible Daten, die nicht für jeden zugänglich sein dürfen. Das Entfernen vom Arbeitsplatz wird deshalb schnell zum Sicherheitsrisiko, denn nicht jeder denkt daran, den PC mit einem Passwort zu versehen oder in den Schlafmodus zu schicken. Abhilfe schafft das Programm "Freeze" von Phoenix Technologies, das mithilfe eines Handys den Computer beim Entfernen automatisch schützt. Netzwelt hat sich diese Lösung genauer angesehen.

Freeze Einstellungen
Die Entfernung zum Sperren und Entsperren von Windows lässt sich nur sehr ungenau einstellen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Voraussetzungen
  2. 2Installation und Konfiguration
  3. 3Schutz gegen fremde Blicke
  4. 4Fazit

Freeze nutzt dazu eine Bluetooth-Verbindung zwischen Computer und Handy. Das Programm errechnet aus der Signalstärke die ungefähre Distanz zwischen Sender und Empfänger. Ab einer einstellbaren Entfernung schaltet Windows dann automatisch in den Schlafmodus, schaltet den Bildschirm aus oder aktiviert den Passwortschutz.

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Voraussetzungen

Damit eine Bluetooth-Verbindung hergestellt werden kann, benötigt sowohl der PC als auch das Handy Bluetooth. Auch so genannte Bluetooth-Dongles, bestehend aus einem USB-Stick und einem Empfänger, werden unterstützt. Sofern eine Bluetooth-Maus, -Tastatur oder ein Headset verwendet wird, sollte Freeze nicht installiert werden.

Das Programm ist derzeit nur auf Windows XP und der 32-Bit-Version von Vista lauffähig. Mit der nächsten Version soll Freeze auch die 64-Bit-Variante unterstützen. Die Unterstützung von Windows 7 und Mac OSX ist in Planung. Auf dem Telefon muss keine zusätzliche Software installiert werden. Zum Test bei netzwelt wurde das Netbook Samsung NC20 mit dem Betriebssystem Windows XP und ein iPhone 3G verwendet.

Installation und Konfiguration

Die Installation von Freeze gestaltet sich etwas schwierig, da es auf den Herstellerseiten keine Voraussetzungen und Anleitungen gibt. Deshalb gelang die Installation erst beim dritten Versuch.

Das Programm ist nur von einem Benutzer mit Administratorrechten ausführbar, außerdem muss zwingend ein Benutzer-Passwort eingerichtet werden. Nach einem Neustart des Betriebssystems muss beim ersten Start von Freeze eine Internetverbindung bestehen, da das Programm aktiviert werden muss.

Die Verbindung zwischen PC und Handy wird vom Programm selbst vorgenommen. Freeze sucht dafür nach Handys in der Umgebung und aktiviert das ausgewählte Gerät über einen frei wählbaren Zahlencode.

Danach sollte die Entfernung konfiguriert werden. Hierbei kann der Anwender bestimmen, ab welcher Signalstärke das Programm reagiert und wie lange man sich dort befinden muss. Eine Testfunktion zeigt dabei die aktuellen Werte und die Aktivierung des Schutzes an. Das Konfigurieren erfordert Geduld, da die Signalstärken starken Schwankungen unterliegen und selbst ein Abstand von etwa drei Metern schon viel Fingerspitzengefühl verlangt.

Schutz gegen fremde Blicke

Freeze schützt den Computer auf drei verschiedene Arten. Ist das Handy außerhalb der Reichweite, wird der Zugriff auf das Betriebssystem gesperrt, der Bildschirm ausgeschaltet oder der Computer in den Schlafmodus versetzt. Sofern der Benutzer das Handy wieder in die "Homezone" bringt, wird der entsprechende Schutz wieder aufgehoben. Fremde Nutzer müssen in der Zwischenzeit immer ein Passwort eingeben.

Im Test funktionierte das Einschalten des jeweiligen Schutzes gut, das automatische Ausschalten gestaltete sich anfangs als schwierig. Oftmals wurde trotz des Telefons noch nach dem Passwort gefragt. Nach einiger Zeit hob Freeze aber auch von selbst den Passwortschutz auf. Einzig der Schlafmodus konnte nicht automatisch aufgehoben werden, sondern verlangte immer einen Druck auf die Power-Taste des Netbooks. Dies ist aber vom Gerät und Betriebssystem abhängig.

Alle Aktionen zwischen Handy und PC werden abgespeichert und sind in den Einstellungen einsehbar. Ebenso der Hinweis, dass es sich um eine Testversion mit beschränktem Zeitraum von 14 Tagen handelt. Die Vollversion soll etwa zehn US-Dollar kosten, steht aber derzeit noch nicht im Shop des Herstellers zur Verfügung.

Fazit

Freeze ist ein lohnenswertes Programm zum Schutz des Betriebssystems vor fremden Zugriffen auf sensible Daten. Außerdem schont es den Rechner und spart durch das Versetzen in den Schlafmodus Strom. Die Anwendung ist allerdings noch nicht ausgereift und ist aufgrund der Ungenauigkeiten der Bluetooth-Signalstärke schwer zu konfigurieren. Auch bei der Unterstützung der Betriebssysteme besteht noch Verbesserungsbedarf.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

OMG, shadow27374, ... es geht hier um ein billiges "Witz" Progrämmchen, damit einem die Kinder nicht die Arbeit der letzten 5 Studen zerstören, wenn man kurz eine Rauchen geht oder die Mama beim Staub wischen nicht...

Man sollte einen Rechner generell nicht alleine lassen. Allein schon wegen der Gefahr den RAM auszulesen.

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