Scannen, Drucken, Kopieren und Faxen über das Netzwerk

Xerox ColorQube: Mit Wachs günstiger in Farbe drucken

Xerox ColorQube: Mit Wachs günstiger in Farbe drucken Der US-Druckerspezialist Xerox hat eine neues Farbdrucksystem vorgestellt, das 50 Seiten in der Minute drucken, die Umwelt schonen und auch noch günstig sein soll. Die ColorQube-Geräte nutzen eine Weiterentwicklung des Festtintendrucksystems, bei dem feste Blöcke aus Wachs statt Tinte oder Toner die Farbe liefern. Die Drucker können auch kopieren, scannen und faxen und sind von ihrem Hersteller für den Einsatz in Büros vorgesehen.

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Xerox bietet drei verschiedene ColorQube-Modelle an, die über ein LAN-Netzwerk vom gesamten Büro aus genutzt werden können. Sie unterscheiden sich vor allem in der Druckgeschwindigkeit sowie dem Arbeitszyklus. Laut ihrem Hersteller drucken sie zwischen 38 und 50 Farb- sowie 50 bis 85 Schwarz-Weiß-Seiten pro Minute aus. Pro Monat bewältigen sie zwischen 150.000 und 300.000 Ausdrucke.

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Kopie in 8,2 Sekunden, Druck in 7,2 Sekunden

Die erste Seite eines Druckauftrags soll nach 7,2 Sekunden fertig sein. Das erste kopierte Blatt braucht mit 8,2 Sekunden etwas länger. Bis zu 51 Farb- sowie bis zu 75 Schwarz-Weiß-Seiten sollen die ColorQube-Geräte pro Minute einscannen können. Die Papierkapazität von 3.300 Blatt kann mit externen Fächern auf bis zu 7.300 Blatt erweitert werden.

xerox colorqube
Das Hauptargument von Xerox für die Anschaffung des ColorQube sind die günstigen Kosten für den Ausdruck von farbigen Seiten. Sie sollen mit dem Gerät nach Firmenangaben von acht Cent auf ein Cent pro Seite sinken. Dem "Wall Street Journal" sagte die Xerox-Chefin Ursula Burns: "Unser Ziel ist es, mehr Verbraucher dazu zu bringen, in Farbe zu drucken." Burns zufolge waren nur 15 Prozent der 2,25 Billionen 2008 in Büros weltweit ausgedruckten Seiten bunt.



Xerox behauptet, dass Firmen mit den neuen Festtinten-Druckern, im Englischen als Solid-Ink bezeichnet, insgesamt bis zu 62 Prozent der Kosten und 90 Prozent Abfall gegenüber vergleichbaren Druckern sparen. Xerox besitzt das Patent an der Solid-Ink-Technologie seit der Übernahme der Firma Tektronix im Jahr 2000 und vergibt keine Lizenzen. So ist die US-Firma der einzige Drucker-Hersteller, der mit Wachs drucken darf.

Drucken mit Wachs statt mit Tinte oder Toner

Festtinte bedeutet, dass die Farbe nicht als flüssige Tinte oder Toner in den Drucker gelangt, sondern als Mischung aus Wachs und Harz. Anstatt Patronen oder Kartuschen legt man ungiftige und nicht färbende Festtinten-Blöcke in den vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz ohne Verpackung in die dafür vorgesehenen Öffnungen des Druckers ein. Dieser erhitzt das Wachs auf 90 Grad Celsius und sprüht die entstandene Flüssigkeit über tausende kleine Düsen im Druckkopf auf das Papier.

Die ColorQube-Drucker sind derzeit nur in Nordamerika verfügbar. Auf der deutschen Homepage von Xerox kann man aber schon sein Interesse bekunden. Für Privatleute lohnt sich die Anschaffung des großen Geräts nicht, denn Xerox empfiehlt mindestens 15.000 Seiten pro Monat zu kopieren und zu drucken. Selbst Firmen müssen viel Papier verarbeiten, damit sich die Kosten von über 20.000 Dollar, beziehungsweise 15.000 Euro, amortisieren.

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