Universelles DJ-Programm mit ungewöhnlicher Oberfläche
DJ-Freeware im Test: Pacemaker Editor
Die schwedische Firma Tonicum ist bekannt für ihren preisgekrönten DJ-MP3-Player "Pacemaker", mit dem sich auf einer ungewöhnlichen Oberfläche Songs abmischen und mit Effekten versehen lassen. Daneben bietet das Unternehmen auch ein kostenlose DJ-Programm namens "Pacemaker Editor" für Windows und Mac OSX an, das sich durchaus sehen lassen kann.
Inhaltsverzeichnis
- 1Innovative Oberfläche
- 2Einfache Bedienung
- 3Viele Audioformate
- 4Hardware-Anbindung
- 5Fazit: Universelles DJ-Programm
Innovative Oberfläche
Nach der schnellen und einfachen Installation präsentiert sich Pacemaker Editor im schwarzen Gewand und wirkt sehr aufgeräumt. Die Oberfläche erinnert eher an einen Wave-Editor als an die gewohnten Schaltflächen herkömmliche DJ-Programme: In drei Reihen werden der Mix-Editor, die Auflistung aller Tracks des Mixes und die Musikbibliothek angezeigt. Auf Wunsch lassen sich eine Auflistung aller Playlisten und die Bibliothek des DJ-MP3-Players "Pacemaker" hinzuschalten.
Pacemaker Editor zeigt sich ganz in Schwarz und überzeugt mit einer neuartigen Oberfläche, die sich stark an Waveeditoren orientiert.
Farblich sticht besonders der Mix-Editor hervor, der die Wellenformen der Tracks und in unterschiedlichen Farben gekennzeichnete Effekte darstellt. Die Schriftarten der Playlisten fallen relativ klein und dunkel aus und sind bei schlechtem Licht, wie es auf der Bühne der Fall ist, nur noch eingeschränkt lesbar. Außerdem lässt sich die Größe der Anzeige des Mix-Editors nicht ändern.
Einfache Bedienung
Beim ersten Start des Programms ist ein Beispiel-Mix mit drei Titeln geöffnet und lädt zum Ausprobieren ein. Das Importieren der eigenen Musik kann über ganze Ordner oder einzelne Tracks erfolgen, zudem steht eine automatische Importfunktion für die iTunes-Bibliothek bereit. Da der Import beim Programmstart erfolgt, sind iTunes und Pacemaker Editor immer synchron. Nach dem Import der Musik wird jeder einzelne Track auf die BPM-Zahl hin analysiert.
Informationen wie Titel, Interpret, Album oder Genre lassen sich auch per Hand ändern. Zudem können mehrere Dateien gleichzeitig umbenannt werden, um zum Beispiel den Album-Namen für mehrere Musikstücke anzupassen. Um große Bibliotheken zu sortieren und nicht die Übersicht zu verlieren, lassen sich Playlisten, sogenannte "Cases", anlegen.
Die meisten der Funktionen kann der Anwender per Drag-and-drop nutzen. Um einen Mix zu erstellen, werden ausgewählte Tracks in die Mix-Liste geschoben und erscheinen anschließend im Editor als Wellenform. Effekte und Übergänge werden einfach aus einem farblich gekennzeichneten Menü in den Mix-Editor geschoben und dort angepasst. Die Parameter der Effekte lassen sich mit der Maus in Echtzeit bearbeiten. Das Umschalten zwischen den einzelnen Parametern mithilfe des Kontext-Menüs ist dagegen etwas zu umständlich geraten.
Besonders gelungen ist das Einbinden von Überblendungen. Dazu legt man einfach den nächsten Track über das Ende des vorherigen Tracks. Das Tempo kann der Nutzer pro Titel einzeln über eine dafür vorgesehene Linie angleichen. Auch Tempoveränderungen innerhalb einer Aufnahme sind möglich. Danach muss der Nutzer noch den Crossfade-Effekt mithilfe von Drag-und-drop einfügen.
Zwei Modi stehen für Tempoveränderungen zur Verfügung: Im Pitch-Modus verändern sich das Tempo und die Tonhöhe gleichermaßen. Timestretch lässt die Tonhöhe unverändert. Das Audiomaterial klingt auch nach der Veränderung weiterhin sehr natürlich. Der bei vielen Anwendungen auftretende metallische Klang tritt erst bei größeren Veränderungen auf.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
Das Programm braucht dringend zwei Audiospuren wie Mixmeister, mit nur einer ist es grauenhaft unübersichtlich. Wenn man den einen Track über Equalizer ausblendet und den anderen einblendet, dann sind da schon vier...
Moin, ich habe es dann auch mal getestet. Ich würde es am ehesten mit MixMeister vergleichen, und davon bin ich großer Freund, das hab ich auch gekauft. Die Idee ist ähnlich - und ich bin kein Mensch,...
nette Sache und rundum gelungenes Paket - allerdings ist es für Partywütige DJ´s doch eher umständlich, da eine Maske mit 2 Turntables schnelleres Handling erzielt. Aber für Freeware ist diese...