Politiker fordern mehr Kontrollen und Verbote sowie neue Regeln für die USK

"Killerspiele": Testkäufe, Verbote und strengere Altersfreigaben

"Killerspiele": Testkäufe, Verbote und strengere Altersfreigaben Landespolitiker von CDU und CSU aus Bayern und Baden-Württemberg setzen ihr Engagement gegen die so genannten "Killerspiele" fort. Bayerns Innenminister Hermann und Sozialministerin Haderthauer sind die Alterseinstufungen der USK nicht streng genug und müssten zudem mit Testkäufern kontrolliert werden. Der baden-württembergische Innenminister Rech verteidigt unterdessen das Verbot einer Veranstaltung der Computerspieleliga ESL in Stuttgart und fordert ein generelles Verbot von "Ballerspielen". Neu entfacht wurde die Debatte durch den Amoklauf von Winnenden am 11. März 2009.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nachträgliche Verbote und strengere Kriterien
  2. 2Testkäufe zur Überprüfung des Jugendschutzes
  3. 3Verbot von E-Sport-Veranstaltungen

Nachträgliche Verbote und strengere Kriterien

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In einem Interview mit der Tageszeitung "Augsburger Allgemeine" kritisiert Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CDU) die Festsetzung der Altersgrenze für Computerspiele durch die Unabhängige Selbstkontrolle (USK). Er fordert, dass "die USK ihre Beurteilungspraxis schleunigst ändert." Wie genau, verrät er in dem Interview nicht. Seiner Meinung nach sollten sich die Jugendschutzbehörden der Länder aber "häufiger quer legen" und gegen entsprechende Spiele oder Freigaben der USK vorgehen.

Unerlässlich sei Hermann zufolge auch eine Änderung des Jugendschutzgesetzes. Die aktuelle Regelung sehe vor, dass sobald die USK eine Freigabe für ein Computerspiel erteilt hat, dieses nicht mehr durch die staatliche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien verboten werden kann. Viele Spiele, die von der USK eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erhalten, sind in den Augen von Hermann gewaltverherrlichend und müssten verboten werden. Zuletzt erleichterte der Bundestag im Mai 2008 das Verbot von "gewaltbeherrschten" Computerspielen.

Testkäufe zur Überprüfung des Jugendschutzes

Hermanns Kabinettskollegin Sozialministerin Christiane Haderthauer (CSU) kündigte im Radiosender Antenne Bayern den Einsatz von minderjährigen Testkäufern zur Überwachung des Jugendschutzes an. "Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass ein ganz großer Teil der Kinder und Jugendlichen Spiele, die für ihr Alter nicht zugelassen sind, am Ladentisch erworben haben", sagte die Ministerin. Ähnlich wie in Niedersachsen, wo solche Testkäufe bereits seit über einem Monat durchgeführt werden, sollen in Bayern "Anwärter aus der öffentlichen Verwaltung, die entsprechend vorbereitet und geschult werden" überprüfen, ob an der Kasse auf die Altersfreigaben geachtet wird.

Sie unterstützt ihren Partei- und Kabinettskollegen Hermann in der Forderung nach einer Überarbeitung der Altersfreigabe durch die USK: "Die Altersfreigabe macht den Bock zum Gärtner", sagte Haderthauer. Sie werde finanziert und organisiert von der Spielewirtschaft.

Verbot von E-Sport-Veranstaltungen

Knapp zwei Wochen nach dem Amoklauf in Winnenden sollte in Stuttgart ein "Intel Friday Night Game" der Electronic Sports League (ESL) stattfinden. Die Stadtverwaltung Verbot den E-Sport-Event aber, da der Veranstalter nicht auf die Spiele "Counter-Strike 1.6" und "Counter-Strike: Source" verzichten wollte. Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) betrachtet das Verbot gegenüber den "Badischen Neuesten Nachrichten" im Nachhinein als richtige Entscheidung. Die für den 5. Juni in Karlsruhe geplante neunten Auflage des "Friday Night Game" in der 14. Saison der ESL stehe er ebenfalls kritisch gegenüber.

Mit dem am 29. Mai geplanten "Friday Night Game" musste die ESL nach Hannover umziehen. Ursprünglich sollte die Veranstaltung in Nürnberg stattfinden. Anders als bei der zwei Tage nach dem Amoklauf von Winnenden begonnenen weltgrößten Waffenmesse IWA habe der politische Druck in der fränkischen Stadt zur Kündigung des angemieteten Veranstaltungsortes geführt.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 19 Beiträge

Ich finde die Altersfreigabe übertrieben die denken alle die css spielen sind brutaler oder man sagt das die Gamer kein Reallife haben. Ich finde die Altersfreigabe schlecht weil sie es übertreiben mit ihren...

Zitat: immorb:Ganz so ist es wohl nicht.:rolleyes: der Wähler sorgt das die ins Parlament kommen. Das die danach nach der Parteipfeife tanzen "müssen",das...

Zitat: Ansonsten haben sie gefälligt der Partei, mit deren Hilfe sie Abgeordnete geworden sind, nach dem Maul zu reden. [...] Ganz so ist es...

(ksta.de) Anders, als zum Teil berichtet wird, wurden “Killerspiele” durch die Innenministerkonferenz noch nicht verboten. Hierfür fehlt es dem Gremium an den notwendigen Kompetenzen. Nichtsdestotrotz...

Zitat: Also ich finde diese Spiele echt nicht gut. Habe ja gesehen wie sich Jugendliche verändern. Ok, wir sind erwachsen und können (vielleicht auch nicht alle)...

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