Durchbruch könnte der Einstieg der öffentlich-rechtlichen Sender 2010 bringen

Scharfe Fernsehbilder: HDTV in der Warteschleife

Scharfe Fernsehbilder: HDTV in der Warteschleife Der Flat-TV steht im Wohnzimmer - nur wo sind die hochauflösenden Bilder? Fünf Jahre nach der Markteinführung von HDTV in Deutschland mangelt es noch immer an Fernsehinhalten in HD-Qualität. Während in den USA, in Frankreich und Japan große Sender detailscharfe Bilder über die Hausantenne auf die Mattscheibe schicken, können deutsche Verbraucher lediglich einige hochauflösende Kanäle empfangen - etwa Arte-Sendungen oder Filme des Unterhaltungskanals Anixe HD. Und das auch nur per Satellitenantenne oder per Internet-Fernsehen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1"Initialzündung" zu den Olympischen Winterspielen 2010?
  2. 2Sender machen Engagement von Receiver-Verbreitung abhängig
  3. 3Das Henne-Ei-Prinzip
  4. 4Breitband-Internet fehlt noch in vielen Haushalten
  5. 5Ausbaumodell nicht für Fernsehinhalte
  6. 6Neue Anforderungen an die TV-Produktion
  7. 7Mit Full HD in die Fernsehzukunft

Ob und wann HDTV seinen Durchbruch erlebt, bleibt fraglich. Einen großen Rückschritt hatte das Fernsehen der Zukunft erst im letzten Jahr zu verzeichnen: Im Februar 2008 schaltete ProSiebenSat.1 die HD-Ausstrahlung ihrer Hauptsender über den Astra-Satellit, Kabel und IPTV ab . Immerhin: Voraussichtlich 2010 will die Sendergruppe die HD-Kanäle wieder ins Programm nehmen.

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"Initialzündung" zu den Olympischen Winterspielen 2010?

Das nächste Jahr dürfte ohnehin in den Fokus der Programmverantwortlichen rücken. Nach Showcases zur Leichtathletik-WM in Berlin im August 2009 und zur Internationalen Funkausstellung im September starten ARD und ZDF 2010 gemeinsam den Regelbetrieb für HD-Inhalte in ihren Hauptprogrammen. Für den Einstieg privater Sender wie RTL und ProSiebenSat.1 in das HD-Geschäft könnte das die "Initialzündung" sein, sagt Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Landesmedienanstalten und der Zulassungs- und Aufsichtskommission für den privaten Rundfunk ZAK gegenüber netzwelt.

Erhärtet wird die Einschätzung des Medienkontrolleurs durch Pläne des Privatsenders RTL. Im Rahmen des Umzugs innerhalb Kölns richtet sich RTL auch ein für die Ausstrahlung von HDTV-Inhalten geeignetes Fernsehzentrum ein. Noch im Herbst 2009 soll das neue Studio fertiggestellt werden. Wann RTL hochauflösende Inhalte senden wird, ist allerdings nicht bekannt.

Sender machen Engagement von Receiver-Verbreitung abhängig

Privatsender wie RTL oder ProSiebenSat.1, aber auch die Öffentlich-Rechtlichen begründen ihr zögerliches Vorgehen in Sachen HDTV mit der mangelnden Nachfrage nach Empfangsgeräten. So wird RTL "eine Verbreitung in HDTV in Betracht ziehen, wenn in etwa zehn Prozent der Fernsehhaushalte HDTV-fähige Endgeräte stehen", sagt die RTL-Sprecherin Bettina Klauser. Erst wenn in den Wohnzimmern auch genügend Set-Top-Boxen stehen, ließen sich die hohen Kosten durch eine entsprechende Reichweite refinanzieren.

Vom Überschreiten dieser Einstiegshürde ist Deutschland noch weit entfernt. So haben laut einer Statistik der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Konsumelektronik von 2008 zwar rund 30 Prozent der deutschen Haushalte bereits einen Fernseher in den eigenen vier Wänden, der hochauflösende Bilder wiedergeben kann. Das entspricht etwa zwölf Millionen Haushalten. Aber seit dem HDTV-Start in Deutschland sind erst knapp eine halbe Million Set-Top-Boxen verkauft worden. Demnach besitzen rund ein Prozent der Haushalte in Deutschland ein Gerät, das für den Empfang von HD-Fernsehen erforderlich ist.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge

DVB-S oder DVB-S2 bzw. DVB-C Set-Top-Boxen wurden verkauft - und zwar eine halbe Million laut der Statistik der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Konsumelektronik. Diese Zahl wird auch im Text genannt. Die...

Wie kann man denn in einem Zug davon reden das man nur etwas 500.000 HD-fähige Set-Top-Boxen verkauft hat und dann an nächster Stelle auf IPTV verweisen mit 530.000 Kunden. Zumindest die Telekom mit Entertain hat...

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